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Dauer

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Dauer
Worttrennung
Dau·er
Artikel
die Dauer
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Dauer
Plural
die Dauern

Im allgemeinen Gebrauch gewöhnlich Singular. Dauern kann fachlich mehrere Zeitlängen unterscheiden; Zeitspannen oder unterschiedliche Dauer ist oft klarer. In für die Dauer der Arbeiten zeigt der Artikel den Akkusativ; das Grundwort bleibt unverändert.

Formen und Verwendung im Detail

Dauer bezeichnet die zeitliche Länge eines Vorgangs oder Zustands. Eine Angabe zur Dauer beantwortet gewöhnlich die Frage Wie lange? In Wendungen wie von Dauer geht es außerdem um längerfristiges Bestehen.

Wie lange etwas besteht oder geschieht

Die Dauer einer Fahrt kann zwanzig Minuten betragen, die eines Aufenthalts mehrere Wochen. Das Wort selbst sagt noch nicht, ob die Zeit kurz oder lang ist. Eine lange Dauer wird erst durch eine entsprechende Angabe oder durch den Zusammenhang erkennbar.

Wichtig ist der Unterschied zum Zeitpunkt: „Die Probe beginnt um fünf Uhr“ nennt ihren Beginn. „Die Probe dauert eine Stunde“ nennt ihre zeitliche Länge. Erst beide Angaben zusammen erlauben es, das geplante Ende zu bestimmen.

In „Die Verbesserung war von Dauer“ steht die Beständigkeit im Vordergrund: Der Erfolg hielt an. „Auf Dauer ist der Raum zu klein“ betrachtet dagegen die Situation über einen längeren Zeitraum. Für einen einzelnen Termin könnte er trotzdem ausreichen. Solche Wendungen nennen normalerweise keine genau abgemessene Zeitspanne.

Zeitspanne, Zeitraum oder Beständigkeit?

Verwandte Zeitbegriffe
WortPassender Gebrauch und Unterschied
ZeitspanneBetont die Ausdehnung zwischen zeitlichen Grenzen; oft nahe an Dauer.
ZeitraumBezeichnet einen zeitlichen Abschnitt, in dem etwas geschieht; dessen Lage kann ebenfalls wichtig sein.
LaufzeitPasst zu bestimmten begrenzten Abläufen, etwa Verträgen oder Geräten, aber nicht zu jedem Zustand.
BeständigkeitPasst beim anhaltenden Bestehen, nicht als bloßer Ersatz für eine Minutenangabe.

Zwei eigene Satzvergleiche

Ausgangssatz: „Die Dauer des Gesprächs betrug vierzig Minuten.“

Alternative: „Das Gespräch dauerte vierzig Minuten.“

Beide Sätze geben dieselbe zeitliche Länge an. Die zweite Fassung benutzt ein Verb und ist kürzer. Ein Beginn um vierzehn Uhr wäre dagegen eine andere Information und könnte die Angabe nicht ersetzen.

Ausgangssatz: „Die neue Aufgabenverteilung erwies sich auf Dauer als unpraktisch.“

Alternative: „Die neue Aufgabenverteilung erwies sich langfristig als unpraktisch.“

Beide Fassungen betrachten die längerfristige Nutzung. Sie behaupten nicht, dass die Aufteilung von der ersten Minute an scheiterte. Wer daraus sofort unpraktisch macht, verschiebt den zeitlichen Sinn.

Feminin und im allgemeinen Gebrauch ohne Plural

Deklination von Dauer

Das Substantiv ist feminin und wird im allgemeinen Sprachgebrauch gewöhnlich ohne Plural verwendet. Beim Vergleich mehrerer Vorgänge kannst du von unterschiedlichen Zeitspannen oder jeweils von ihrer Dauer sprechen. Das Grundwort bleibt auch in „für die Dauer der Arbeiten“ unverändert; der Artikel zeigt hier den Akkusativ. Im allgemeinen Gebrauch meist Singular. Dauern kann in besonderen fachlichen Zusammenhängen mehrere Zeitlängen unterscheiden; Zeitspannen ist häufig klarer.

Dauer: gewöhnlicher Singular; fachlich möglicher Plural Dauern
FallSingularPlural
Nominativdie Dauerdie Dauern
Genitivder Dauerder Dauern
Dativder Dauerden Dauern
Akkusativdie Dauerdie Dauern

Das Substantiv ist feminin und wird im allgemeinen Sprachgebrauch gewöhnlich ohne Plural verwendet. Beim Vergleich mehrerer Vorgänge kannst du von unterschiedlichen Zeitspannen oder jeweils von ihrer Dauer sprechen. Das Grundwort bleibt auch in „für die Dauer der Arbeiten“ unverändert; der Artikel zeigt hier den Akkusativ.

Zeitangaben genauer machen

Schreibe bei Planungen dazu, was mitgerechnet wird. Eine Aufführung von neunzig Minuten kann eine Pause einschließen oder nur die Spielzeit meinen. Bei einer Fahrt ist ebenso wichtig, ob Wartezeiten dazugehören. Das Verb dauern eignet sich für eine direkte Formulierung. Für anhaltende Wirkungen passt häufig dauerhaft; die Eigenschaft des längerfristigen Erhaltens erklärt Beständigkeit.