Debakel
Form & Grammatik
- Lemma
- das Debakel
- Wortart
- Substantiv, neutrum
- Worttrennung
- De·ba·kel
- Genitiv
- des Debakels
- Plural und Gebrauch
- die Debakel; Dativ Plural: den Debakeln
Definition · kurz erklärt
Ein Debakel ist ein schwerer, oft als peinlich empfundener Misserfolg. Wer ein Ereignis so nennt, beurteilt dessen Ausgang besonders negativ.
Bedeutungen
Ein schwerer Misserfolg
Ein Vorhaben endet als Debakel, wenn sein Scheitern aus Sicht der sprechenden Person besonders deutlich ausfällt. Das kann eine misslungene Vorstellung, eine verlorene Partie oder ein gescheitertes Projekt betreffen. Die starke Bewertung gehört zum Wort; das genaue Ausmaß muss der Zusammenhang erklären.
Die Premiere wurde zum Debakel: Die Technik fiel aus, und die Hälfte der Szenen musste entfallen.
Der Satz nennt konkrete Gründe für die Bewertung. Eine einzelne kurze Tonstörung wäre noch kein ebenso überzeugender Beleg für ein Debakel.
Debakel: Synonyme und andere Wörter
Wie stark soll die Bewertung sein?
Misserfolg · Fehlschlag · Fiasko
Misserfolg ist die allgemeinere Bezeichnung für ein verfehltes Ziel. Fehlschlag lenkt den Blick auf den misslungenen Versuch. Fiasko ist ähnlich zugespitzt wie Debakel und betont häufig auch eine peinliche Wirkung.
„Die Vorführung war ein Misserfolg“ beschreibt den fehlenden Erfolg. „Die Vorführung war ein Debakel“ bewertet den Ausgang wesentlich schärfer; der zweite Satz braucht entsprechend starke Gründe.
Beispiele und Verwendung
Ein Ergebnis einordnen
Nach der klaren Niederlage sprach der Trainer von einem Debakel.
Die Formulierung gibt die Einschätzung des Trainers wieder. Für einen sachlichen Bericht können das Ergebnis und die entscheidenden Fehler genauer sein als das wertende Wort allein.
Die Behauptung begründen
Die Lieferung kam spät. Zum Debakel wurde der Auftrag erst, als auch die Hälfte der Ware beschädigt ankam.
Der zweite Satz erklärt, warum die bloße Verspätung zu einer wesentlich schwereren Fehlentwicklung wurde. Debakel muss nicht bedeuten, dass wirklich jeder Teil des Auftrags misslang.
Grammatik und Beugung
Debakel ist sächlich: das Debakel. Im Genitiv steht des Debakels. Der Plural lautet die Debakel; nur im Dativ Plural kommt n hinzu: mit mehreren Debakeln.
Mit der Verbindung ein Debakel erleben wird ein misslungener Ausgang benannt. Das Wort wird als Substantiv auch nach zu großgeschrieben: Die Reise wurde zum Debakel.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Debakel | die Debakel |
| Genitiv | des Debakels | der Debakel |
| Dativ | dem Debakel | den Debakeln |
| Akkusativ | das Debakel | die Debakel |
Herkunft
Debakel stammt aus französisch débâcle. Das französische Wort konnte eine plötzliche Auflösung und das Aufbrechen von Eis bezeichnen. Die heutige deutsche Verwendung überträgt die Vorstellung eines Zusammenbruchs auf einen besonders misslungenen Ausgang.
