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Deibel

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Deibel
Worttrennung
Dei·bel
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Deibels
Plural
die Deibel

Regional und umgangssprachlich. Die Pluralformen sind selten; bei der einen religiösen Teufelsgestalt steht der Singular.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Deibel ist eine regionale, umgangssprachliche Bezeichnung für den Teufel. Das Wort kann besonders in einer Figurenrede einen landschaftlichen Sprachton vermitteln. Es ist nicht die neutrale Standardbezeichnung.

Bedeutungen

1 Regional: der Teufel

Deibel bezeichnet den Teufel in einer landschaftlich geprägten, umgangssprachlichen Wortwahl. Welche Gestalt im Text genau gemeint ist, zeigt der Zusammenhang: etwa eine Sagenfigur oder eine religiöse Vorstellung. Das Wort selbst liefert keinen Nachweis über die Wirklichkeit der erzählten Gestalt.

„In der erfundenen Sage nennt der Müller den nächtlichen Besucher einen Deibel.“

Die Benennung gehört zur Rede des Müllers. Eine Analyse sollte unterscheiden, was die Figur behauptet und was die Erzählung tatsächlich zeigt.

Deibel: Synonyme und andere Wörter

Deibel oder Teufel?

Teufel ist die allgemein verständliche Standardbezeichnung. Ein Austausch kann den Bezug zur Gestalt erhalten, verändert aber den Sprachton eines Dialogs.

„Der Alte erzählt vom Deibel.“ – „Der Alte erzählt vom Teufel.“

Die zweite Fassung wirkt weniger landschaftlich markiert. Wenn eine sprachliche Eigenart der Figur wichtig ist, geht beim Ersetzen gerade dieser Teil der Wirkung verloren.

Eine Gestalt oder eine Bewertung?

Der Satzkontext entscheidet, ob ein Sprecher eine Gestalt benennt oder jemanden bildlich abwertet. Eine sachliche Beschreibung sollte eine solche Wertung nicht ungeprüft übernehmen.

„Die Figur hält den Fremden für den Teufel“ ist etwas anderes als „Die Erzählung bestätigt, dass der Fremde der Teufel ist“.

Auch wenn Deibel als umgangssprachliche Benennung steht, bleibt diese Unterscheidung zwischen Figurenurteil und erzählter Tatsache wichtig. Die Wortwahl allein macht aus einem Verdacht keinen Beleg.

Beispiele und Verwendung

„Die Erzählerin verwendet Teufel, der alte Fischer sagt in seiner Rede Deibel.“

Der Wechsel kann zwei Sprachebenen sichtbar machen. Er muss nicht bedeuten, dass im Text zwei verschiedene Gestalten auftreten.

„Im Wörterverzeichnis wird Deibel als regionale Bezeichnung erläutert.“

Hier wird über das Wort gesprochen. Es wird weder eine Figur beschimpft noch eine Behauptung über ein übernatürliches Geschehen aufgestellt.

Grammatik und Beugung

Deibel wird als Nomen großgeschrieben und maskulin gebraucht: der Deibel. Der Genitiv Singular erhält -s: des Deibels. Im Dativ und Akkusativ Singular bleibt die Wortform Deibel.

Der seltene Plural heißt die Deibel, im Dativ den Deibeln. Er passt zu mehreren so bezeichneten Gestalten. Ist dagegen die eine Teufelsgestalt einer bestimmten religiösen Vorstellung gemeint, ist eine Mehrzahl nicht automatisch sinnvoll.

Die regional verwandte Form Deiwel ist von der hier gezeigten Schreibung zu unterscheiden. Sie wird nicht als weitere Kasusform in die Deibel-Tabelle aufgenommen.

Deibel: Singular und seltener Plural
FallSingularPlural: selten
Nominativder Deibeldie Deibel
Genitivdes Deibelsder Deibel
Dativdem Deibelden Deibeln
Akkusativden Deibeldie Deibel