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E-Mail

Form & Grammatik

SubstantivAnglizismus
Lemma
E-Mail
Wortart
Substantiv
Worttrennung
E-Mail
Artikel und Genus
die E-Mail; besonders süddeutsch, österreichisch und schweizerisch auch das E-Mail; Femininum oder Neutrum
Genitiv
der E-Mail; neutral des E-Mails, auch des E-Mail
Plural
die E-Mails

Der Plural zählt einzelne Nachrichten. Als Bezeichnung des Übermittlungswegs steht E-Mail gewöhnlich ohne Plural.

Definition · kurz erklärt

E-Mail bezeichnet elektronische Post: sowohl den Austausch auf diesem Weg als auch eine einzelne verschickte oder empfangene Nachricht. Die deutsche Standardschreibung enthält einen Bindestrich.

Bedeutungen

Eine einzelne elektronische Nachricht

Eine E-Mail kann geschrieben, versendet, empfangen und beantwortet werden. Ihr Text, ihr Betreff und mögliche Anhänge gehören zur Nachricht. Eine E-Mail-Adresse bezeichnet dagegen das Ziel oder die Absenderkennung.

„Im Betreff der E-Mail steht der Name des Projekts.“

Der Satz nennt einen Bestandteil der Nachricht. Er sagt nicht, an welche Adresse sie verschickt wurde.

Elektronische Post als Übermittlungsweg

In Verbindungen wie per E-Mail bezeichnet das Wort die Art des schriftlichen Austauschs. Anders als bei einer einzelnen Nachricht wird dieser Übermittlungsweg nicht mit dem Plural gezählt.

„Bitte schick mir die überarbeitete Datei per E-Mail.“

Der Satz nennt den gewünschten Übermittlungsweg. Er behauptet nicht, dass die Datei bereits angekommen ist.

E-Mail: andere Wörter und ihre Grenzen

Über eine Nachricht sprechen

Mail · elektronische Nachricht · elektronischer Brief

Mail ist eine gebräuchliche Kurzform. Elektronische Nachricht ist weiter gefasst und kann auch eine Nachricht in einem anderen Dienst meinen. Der elektronische Brief hebt den briefartigen Austausch hervor.

„Ich beantworte deine E-Mail heute.“ → „Ich beantworte deine Mail heute.“

Der Übermittlungsweg bleibt im vertrauten Zusammenhang erkennbar. Beim Ersatz durch Nachricht muss er dagegen aus dem Kontext hervorgehen.

Den Kommunikationsweg benennen

elektronische Post · E-Post

Diese Wörter passen zum Austausch per E-Mail. Ein Chat ist eine andere Kommunikationsform; chatten bedeutet nicht einfach, eine E-Mail zu schreiben.

„Wir verschicken die Einladungen per E-Mail.“ → „Wir verschicken die Einladungen als elektronische Post.“

Die zweite Formulierung erklärt den Weg, klingt aber ausführlicher.

Beispiele und Verwendung

„Nora beantwortet zuerst die E-Mails, die eine konkrete Rückfrage enthalten.“

Der Plural bezeichnet mehrere Nachrichten. Der Relativsatz grenzt eine Teilmenge ein.

„Die E-Mail ist fertig geschrieben, aber noch nicht versendet.“

Schreiben bezeichnet das Verfassen, Senden das Verschicken. Die beiden Vorgänge sind nicht identisch.

Eine verständliche E-Mail schreiben

Ein aussagekräftiger Betreff hilft beim Einordnen. Anlass, wichtigste Information und gewünschte Antwort sollten im Text leicht auffindbar sein. Bitte bestätige bis Mittwoch, ob du teilnehmen kannst ist konkreter als Ich bitte um Rückmeldung.

Anrede und Ton richten sich nach Beziehung und Situation. Eine Nachricht an eine vertraute Person darf anders klingen als eine erste Anfrage. Benenne einen Anhang im Text und erkläre kurz, wofür er gedacht ist. Besonders lange oder förmliche Sätze machen die Nachricht nicht automatisch verständlicher.

Ein knapper Abschluss wie VG für Viele Grüße passt besonders zu vertrauten Kontakten. Bei einer ersten förmlichen Nachricht ist die ausgeschriebene Grußformel häufig leichter einzuordnen.

Grammatik und Beugung

Verbreitet ist die E-Mail. Besonders in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz kommt auch das E-Mail vor. Beide Genusvarianten sind standardsprachlich; innerhalb eines Textes ist eine einheitliche Wahl hilfreich. Der feminine Genitiv lautet der E-Mail, der neutrale des E-Mails; daneben ist des E-Mail belegt.

Der Plural lautet bei beiden Genusvarianten die E-Mails. Auch im Dativ bleibt es bei den E-Mails, ohne zusätzliches n.

E-Mail: Genusvarianten und die vier Fälle
FallFemininum: SingularNeutrum: SingularPlural: Nachrichten
Nominativdie E-Maildas E-Maildie E-Mails
Genitivder E-Maildes E-Mails / des E-Mailder E-Mails
Dativder E-Maildem E-Mailden E-Mails
Akkusativdie E-Maildas E-Maildie E-Mails

Warum E-Mail mit Bindestrich?

Das E steht für englisch electronic, also elektronisch. Der Bindestrich verbindet den Einzelbuchstaben mit dem Substantiv Mail. Beide Bestandteile beginnen groß: E-Mail. Die Schreibungen Email und eMail sind für die Nachricht im gewöhnlichen deutschen Fließtext keine gleichwertigen Standardschreibungen.

Auch längere Zusammensetzungen behalten die Bindestriche: E-Mail-Adresse, E-Mail-Anhang, E-Mail-Verkehr. In einer Internetadresse oder einem unverändert wiedergegebenen technischen Namen können andere Schreibbedingungen gelten.

E-Mail oder Email?

Email ohne Bindestrich ist ein anderes Wort: Es bezeichnet einen glasartigen Schmelzüberzug, etwa auf einem Gefäß. Auch Emaille bezeichnet diesen Werkstoff. Die ähnlichen Schreibungen machen die Wörter nicht bedeutungsgleich.

„Die E-Mail ist angekommen.“ – „Das Email am Becher ist abgesplittert.“

Der erste Satz handelt von einer Nachricht, der zweite von einer Beschichtung.

Per E-Mail und via E-Mail

Beide Verbindungen nennen den Übermittlungsweg. Dass dabei kein Artikel sichtbar ist, ändert die Schreibung nicht: Der Bindestrich bleibt stehen.

„Bitte bestätige den Termin per E-Mail.“

Gewünscht ist eine Antwort auf diesem Weg. Eine automatische sofortige Zustellung oder Reaktion wird damit nicht zugesagt.

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