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Gespräch

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Gespräch
Worttrennung
Ge·spräch
Artikel
das
Geschlecht
neutrum
Genitiv
des Gespräches / des Gesprächs
Plural
die Gespräche

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Formen und Verwendung im Detail

Gespräch: Ein Gespräch ist ein sprachlicher Austausch zwischen Menschen, bei dem Äußerungen aufeinander bezogen werden. Es kann beiläufig, vertraulich, sachlich oder strittig sein. Das Wort legt weder Einigkeit noch einen bestimmten formellen Anlass fest.

Bedeutung und Gebrauch

Wer ein Gespräch führt, hört normalerweise nicht nur einer einzelnen Rede zu, sondern beteiligt sich an einem Austausch. Trotzdem müssen die Redeanteile nicht gleich groß sein. Ein Gespräch kann informelle Unterhaltung oder eine geplante Besprechung sein. Für eine Analyse sind deshalb Thema, Beteiligte, Verhältnis und Verlauf wichtig. Ein ruhiger Ton bedeutet nicht automatisch Verständigung; umgekehrt kann ein lebhaftes Gespräch ohne persönlichen Streit verlaufen.

Synonyme im Gebrauch

AlternativeWann sie passt – und was sich ändert
UnterhaltungPasst oft zu einem lockeren, persönlichen Austausch. Der Ausdruck kann weniger zielgerichtet wirken als eine geplante Besprechung.
BesprechungBetont den Austausch über eine Aufgabe, Frage oder Entscheidung. Ein konkreter Zweck steht stärker im Vordergrund.
DialogKann den wechselseitigen Austausch oder seine literarische Darstellung bezeichnen. In bestimmten Zusammenhängen ist es ein Fachbegriff, nicht bloß eine elegante Variante.

Beispiele im Vergleich

Den Zweck benennen

„Morgen haben wir ein Gespräch.“ – „Morgen besprechen wir die Aufteilung der Aufgaben.“

Die zweite Fassung sagt, worum es geht, und erleichtert die Vorbereitung. Sie ist nur passend, wenn dieser Zweck feststeht; ein offenes Kennenlernen wäre etwas anderes.

Verlauf statt bloßes Etikett

„Das Gespräch verlief schlecht.“ – „Beide unterbrachen einander und gingen nicht auf die Fragen ein.“

Die zweite Fassung zeigt konkrete Schwierigkeiten. Sie erklärt mehr als eine pauschale Bewertung und liefert Anhaltspunkte dafür, warum keine Verständigung entstand.

Grammatik und Verwendung

Das Wort ist sächlich und bildet den Plural „Gespräche“. Häufige Verbindungen sind „ein Gespräch führen“, „ins Gespräch kommen“ oder „das Gespräch auf etwas bringen“. Ein Gespräch über ein Thema ist von einem Gespräch mit einer Person zu unterscheiden. In Textanalysen sollte außerdem sichtbar bleiben, ob tatsächlich gesprochen wird oder ein bloß innerer Gedankengang einer Figur vorliegt.

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Deklination von GesprächDie vier Fälle

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener. In festen Wendungen und je nach Textstil kann sie weiterhin passen.

Gespräch: Formen in den vier Fällen
FallSingularPlural
Nominativdas Gesprächdie Gespräche
Genitivdes Gespräches / des Gesprächsder Gespräche
Dativdem Gespräch / dem Gesprächeden Gesprächen
Akkusativdas Gesprächdie Gespräche