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Glück

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Glück
Worttrennung
Glück
Artikel
das
Geschlecht
neutral
Genitiv
des Glückes / des Glücks
Plural
im gewöhnlichen Gebrauch ohne Plural; selten Glücke für einzelne glückliche Ereignisse

Die Tabelle zeigt den gewöhnlichen Singulargebrauch. Der im Artikel qualifiziert genannte seltene Plural für einzelne glückliche Ereignisse gehört nicht zu dieser üblichen Übersicht.

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Formen und Verwendung im Detail

Glück: Glück kann einen günstigen Zufall oder das Empfinden von Freude und Zufriedenheit bezeichnen. Ein glücklicher Umstand und ein glückliches Gefühl sind dabei verschiedene Bedeutungen.

Bedeutung und wichtige Unterschiede

Wer Glück hat, profitiert von günstigen Umständen, die nicht vollständig geplant oder beherrscht werden. Das schließt eigene Leistung nicht aus. Ein Erfolg kann sowohl sorgfältige Vorbereitung als auch einen glücklichen Zufall enthalten.

Glück empfinden richtet den Blick dagegen auf den inneren Zustand. Ein Mensch kann sich glücklich fühlen, ohne gerade einen Wettbewerb zu gewinnen oder einen Vorteil gegenüber anderen zu erhalten. Umgekehrt garantiert ein äußerer Erfolg kein entsprechendes Gefühl.

In Erzählungen wird das Glück manchmal wie eine handelnde Macht dargestellt. Wenn es einer Figur lächelt, ist das eine bildliche Vorstellung. Der Ausdruck beschreibt dann günstige Umstände und schreibt ihnen menschliches Verhalten zu.

Eine Deutung sollte deshalb fragen, ob der Text von Zufall, Erfolg, Zufriedenheit oder einer solchen Personifikation spricht. Diese Bezüge können zusammenkommen, sollten aber nicht stillschweigend gleichgesetzt werden.

Synonyme im Zusammenhang vergleichen

AlternativeUnterschied und Verwendung
günstiger ZufallBei einem unverhofften vorteilhaften Umstand.
FreudeBeim angenehmen Gefühl nahe, oft auf einen bestimmten Anlass bezogen.
ZufriedenheitEher ruhiger Zustand des Einverstandenseins.
ErfolgEin erreichtes Ergebnis, das nicht notwendig nur auf Glück beruht.

„Sie hat Glück.“ – „Sie ist glücklich.“

Die erste Fassung meint gewöhnlich günstige Umstände. Die zweite beschreibt ihr Empfinden. Aus dem ersten Satz folgt deshalb nicht automatisch der zweite.

„Er verdankt den Fund einem glücklichen Zufall.“ – „Er verdankt den Fund seiner Sorgfalt.“

Die Ursache des Erfolgs wechselt. In einer Zusammenfassung sollten zufällige Umstände und eigene Leistung nicht ohne Grundlage gegeneinander ausgetauscht werden.

Grammatik und Verwendung

Das Nomen ist neutral: das Glück, des Glücks oder des Glückes. Bei günstigen Umständen und beim Gefühl wird es normalerweise ohne Plural gebraucht. Der seltene Plural Glücke kann einzelne glückliche Erlebnisse bezeichnen.

Die Tabelle zeigt den gewöhnlichen Singulargebrauch. Der im Artikel qualifiziert genannte seltene Plural für einzelne glückliche Ereignisse gehört nicht zu dieser üblichen Übersicht. Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener; sie begegnet besonders in festen Wendungen und je nach Textstil.

Deklination von GlückDie vier Fälle

Die zusätzliche Dativform auf -e ist heute seltener. In festen Wendungen und je nach Textstil kann sie weiterhin passen.

Die vier Fälle von Glück – gewöhnlicher Singular; seltener Plural im Artikel gesondert erklärt
FallSingular
Nominativdas Glück
Genitivdes Glückes / des Glücks
Dativdem Glück / dem Glücke
Akkusativdas Glück

Feste Verbindungen

Auf gut Glück heißt, etwas ohne Gewissheit des Erfolgs zu versuchen. Eigenes Beispiel: „Wir fragen auf gut Glück im Nachbarhaus.“ Die Wendung bedeutet nicht, dass bereits ein günstiges Ergebnis feststeht.