Intima
Form & Grammatik
- Stichwort
- Intima
- Worttrennung
- In·ti·ma
- Artikel
- die Intima; männlich der Intimus
- Geschlecht
- Femininum; männliche Personenbezeichnung Maskulinum
- Genitiv
- der Intima; des Intimus
- Plural
- Intimä (Personen/Anatomie); Intimi (männliche Personen); Intima (private Angelegenheiten)
Personenbezeichnung gehoben veraltend, oft scherzhaft; männliche Entsprechung der Intimus, Genitiv des Intimus, Plural die Intimi. Anatomischer Gleichlaut gesondert beachten.
Daneben Pluralwort Intima: vertrauliche Angelegenheiten, nur Plural; nicht mit Intimä verwechseln. Männliche Worttrennung: In·ti·mus.
Intima bezeichnet eine sehr enge Freundin oder Vertraute. Die männliche Entsprechung lautet Intimus. Beide Personenbezeichnungen klingen gehoben und können scherzhaft gebraucht werden; die weibliche Form ist außerdem veraltend.
Vertraute Person und anatomischer Gleichlaut
Eine Intima gehört zum engen persönlichen Kreis einer Person. Der Ausdruck hebt besondere Vertrautheit hervor, nicht automatisch einen bestimmten Beruf, eine feste gesellschaftliche Stellung oder eine Liebesbeziehung. Welche Nähe tatsächlich besteht, muss der Zusammenhang zeigen.
In Anatomie und Biologie bezeichnet Intima außerdem die innerste Schicht einer Gefäßwand. Diese Fachbedeutung hat nichts mit einer Freundschaft zu tun. Die gemeinsame Schreibweise darf deshalb nicht dazu führen, Aussagen über eine Person auf eine anatomische Beschreibung zu übertragen.
Vertraute, enge Freundin und Bekannte
Vertraute ist eine nahe und meist verständlichere Alternative. Enge Freundin betont die persönliche Beziehung. Bei Intimus passen Vertrauter oder enger Freund. Bekannte bezeichnet eine wesentlich lockerere Beziehung. Partnerin würde eine andere Art von Bindung nahelegen, die aus Intima allein nicht folgt.
„Sie galt als Intima der Schriftstellerin.“ → „Sie galt als enge Vertraute der Schriftstellerin.“
Die zweite Fassung erklärt die Nähe ohne den gehobenen oder scherzhaften Ton. „Sie war ihre Lebenspartnerin“ wäre eine zusätzliche und nicht allein durch das Wort gedeckte Behauptung.
„Er zählt zu den Intimi des Herausgebers.“ → „Er zählt zu den Bekannten des Herausgebers.“
Die zweite Fassung schwächt die besondere Vertrautheit ab. Eine bloße Bekanntschaft kann sehr viel oberflächlicher sein. Wer den engen Kreis beschreiben möchte, sollte diese Bedeutungsstufe erhalten.
Intimä und Intimi
Die feminine Form lautet die Intima, der Intima, die Intimä. Die maskuline Form lautet der Intimus, des Intimus, die Intimi. Die unterschiedlichen Pluralformen sind zu beachten; sie werden nicht durch ein einheitliches deutsches Standardpluralzeichen ersetzt.
Deklination von IntimaDie vier Fälle
| Fall | Intima: Singular | Intimä: Plural | Intimus: Singular | Intimi: Plural | Private Angelegenheiten: Intima |
|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | die Intima | die Intimä | der Intimus | die Intimi | die Intima |
| Genitiv | der Intima | der Intimä | des Intimus | der Intimi | der Intima |
| Dativ | der Intima | den Intimä | dem Intimus | den Intimi | den Intima |
| Akkusativ | die Intima | die Intimä | den Intimus | die Intimi | die Intima |
Davon zu unterscheiden ist das Pluralwort Intima für vertrauliche, persönliche Angelegenheiten. „Über ihre privaten Intima wollte sie nichts erzählen“ meint persönliche Einzelheiten, nicht mehrere Freundinnen oder Gefäßschichten. Dieses Wort hat keinen Singular. Für mehrere Vertraute lautet der hier erklärte Plural dagegen Intimä.
Im anatomischen Kontext ist der fachliche Bezug früh kenntlich zu machen, etwa durch Gefäßwand oder Gefäßschicht. Im persönlichen Kontext hilft die Ergänzung „Vertraute von …“. So bleibt trotz gleicher Schreibweise klar, welcher Gegenstand beschrieben wird.
