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Kundin

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Kundin
Worttrennung
Kun·din
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Kundin
Plural
die Kundinnen

Gebrauch: Weibliche Person, die eine Ware kauft oder eine Dienstleistung nutzt; entsprechende maskuline Personenbezeichnung: Kunde.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Kundin ist eine weibliche Person, die bei einem Geschäft oder Unternehmen eine Ware kauft oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt. Das kann eine regelmäßige Geschäftsbeziehung sein, muss aber nicht viele frühere Käufe voraussetzen.

Bedeutungen

Eine Kundin steht in einer Beziehung zu einer anbietenden Stelle: Sie kauft etwas, bestellt eine Leistung oder lässt sich im Zusammenhang damit beraten. Welche Tätigkeit gerade stattfindet, sollte ein genauer Satz nennen. Die Bezeichnung Kundin allein sagt nicht, welches Produkt oder welche Leistung sie wünscht.

Von einer bloßen Besucherin lässt sich die Kundin durch den geschäftlichen Zusammenhang unterscheiden. Eine Person kann ein Geschäft betreten, ohne in der beschriebenen Situation schon als Käuferin aufzutreten. Im alltäglichen Geschäftsgebrauch wird Kundin allerdings auch während eines Beratungsgesprächs verwendet, bevor ein Kauf abgeschlossen ist.

Zusätze wie neue Kundin, langjährige Kundin oder Stammkundin präzisieren die Beziehung. Sie sind nicht beliebig austauschbar. Wer zum ersten Mal einen Auftrag erteilt, ist dadurch nicht automatisch eine regelmäßige Kundin.

Kundin: Synonyme und andere Wörter

Eine Ware erwerben

Käuferin · Bestellerin

Käuferin hebt den Kauf hervor. Bestellerin passt zu einer Bestellung. Eine Kundin kann sich dagegen zunächst beraten lassen oder eine Dienstleistung nutzen. Der Ersatz sollte den tatsächlich beschriebenen Schritt treffen.

„Die Kundin bestellte zwei Hefte.“ → „Die Bestellerin gab einen Auftrag über zwei Hefte auf.“

Die zweite Fassung betont die Bestellung. Bei einem reinen Beratungsgespräch wäre diese Bezeichnung zu eng.

Eine Leistung beauftragen

Auftraggeberin · Klientin

Auftraggeberin passt zu einem erteilten Auftrag. Klientin ist in bestimmten Beratungs- und Dienstleistungsbereichen üblich und kann eine andere Art der Beziehung nahelegen. Es ist kein allgemeiner Ersatz für jede Person an einer Ladenkasse.

„Die Kundin bat um eine Änderung des Entwurfs“ kann bei einem ausdrücklich erteilten Gestaltungsauftrag mit Auftraggeberin präzisiert werden.

Der Kontext muss den Auftrag tragen. Die ähnlich klingende Dienstleistungsbeziehung genügt allein nicht für jede Ersetzung.

Verwendung und Beispiele

„Die Kundin fragte nach einem passenden Ersatzteil und verglich zwei angebotene Modelle.“

Die Situation nennt den Beratungs- und Kaufzusammenhang. Ein tatsächlich erfolgter Kauf wird noch nicht behauptet.

„Als langjährige Kundin kannte Frau Aydin die Abläufe und vereinbarte einen neuen Beratungstermin.“

Der Zusatz langjährig bezieht sich auf die Geschäftsbeziehung, nicht auf das Alter der Person.

Grammatik

Es heißt die Kundin, im Genitiv und Dativ Singular der Kundin. Der Plural lautet die Kundinnen, im Dativ den Kundinnen. Nach dem bereits vorhandenen n kommt im Dativ kein zusätzliches n hinzu. Die Schreibung des Plurals enthält -innen. Worttrennung: Kun·din. Kunde ist die entsprechende maskuline Personenbezeichnung und keine Kasusform von Kundin.

Deklination von Kundin
FallSingularPlural
Nominativdie Kundindie Kundinnen
Genitivder Kundinder Kundinnen
Dativder Kundinden Kundinnen
Akkusativdie Kundindie Kundinnen