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Lohn

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Lohn
Worttrennung
Lohn
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Lohns / des Lohnes
Plural
die Löhne (Arbeitsentgelte); übertragen ohne Plural

Bei Belohnung/Anerkennung kein Plural; dem Lohne ist eine ältere Dativform.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Lohn ist die Bezahlung für geleistete Arbeit. Übertragen bezeichnet das Wort etwas, das jemand als Ergebnis oder Anerkennung seiner Mühe erhält. Dieser Lohn kann auch Lob oder Zufriedenheit sein; er muss nicht aus Geld bestehen.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Geld für eine Arbeitsleistung

Im Arbeitszusammenhang ist Lohn das Entgelt für eine geleistete Tätigkeit. Häufig wird dabei an eine Berechnung nach Arbeitsstunden oder Leistung gedacht. Das Wort allein legt jedoch weder den Auszahlungstermin noch einen bestimmten Betrag fest.

Gehalt wird üblicherweise für eine feste, regelmäßig gezahlte Vergütung verwendet. Die Wörter können im allgemeinen Sprachgebrauch nah beieinanderliegen; in einer Abrechnung sollte man die tatsächlich verwendete Bezeichnung übernehmen. Lohn ist außerdem nicht mit dem gesamten Einkommen gleichzusetzen: Dazu können Einnahmen aus anderen Quellen gehören.

„Für die zusätzlich geleisteten Stunden erhielt sie den vereinbarten Lohn.“

Die Zahlung bezieht sich auf Arbeit. Ihre genaue Höhe müsste der Text gesondert nennen.

Bedeutung 2: Anerkennung oder Folge einer Mühe

Nach einer gelungenen Aufführung kann der Beifall als Lohn für die vielen Proben bezeichnet werden. Gemeint ist ein erfreuliches Ergebnis der Mühe. Ob zusätzlich eine Bezahlung erfolgt, lässt diese Formulierung offen.

Mitunter wird das Wort bitter oder ironisch gebraucht: Das ist also der Lohn für meine Hilfe. Die Person meint dann, dass sie statt der erwarteten Anerkennung etwas Enttäuschendes erhält. In einer Drohung kann seinen Lohn bekommen sogar Vergeltung ankündigen. Den Ton erkennt man erst am Zusammenhang.

„Der Applaus war für die Gruppe der schönste Lohn für die langen Proben.“

Lohn bezeichnet die erlebte Anerkennung. Ob zusätzlich Geld gezahlt wurde, bleibt offen.

Lohn: Synonyme und andere Wörter

Bei bezahlter Arbeit

Bezahlung · Arbeitsentgelt · Vergütung

Bezahlung ist allgemein und kann sowohl den Vorgang als auch die Geldleistung meinen. Arbeitsentgelt benennt den Arbeitsbezug sachlich. Vergütung passt auch zu anderen Leistungen und ist deshalb weiter. Einkommen umfasst unter Umständen mehr als den Arbeitslohn.

„Der Lohn wird am Monatsende überwiesen.“ → „Das Arbeitsentgelt wird am Monatsende überwiesen.“ Beide Fassungen betreffen die Bezahlung; „das Einkommen“ könnte zusätzliche Einnahmen einschließen.

Bei Mühe und Erfolg

Belohnung · Anerkennung · Ertrag

Belohnung kann ein bewusst gewährtes Geschenk sein. Anerkennung betont die Wertschätzung. Ertrag richtet den Blick auf das Ergebnis einer Anstrengung und muss nicht von einer anderen Person gewährt werden.

„Der Lohn der langen Proben war ein sicherer Auftritt.“ → „Das Ergebnis der langen Proben war ein sicherer Auftritt.“ Die zweite Fassung nennt die Folge sachlicher; das Bild einer verdienten Belohnung tritt zurück.

Beispiele und Verwendung

„Für die zusätzliche Schicht erhielt Samira einen höheren Lohn als sonst.“

Der Satz nennt eine Arbeitsleistung und ihre Bezahlung. Über die genaue Berechnung oder den Grund des Unterschieds erfährt man damit noch nichts.

„Das erleichterte Lächeln des Kindes war für den Trainer der schönste Lohn.“

Lohn ist bildhaft gemeint. Der Trainer empfindet die Reaktion als Anerkennung seiner Mühe; das Beispiel sagt nichts darüber, ob er für seine Arbeit Geld bekommt.

„‚Das soll der Lohn für meine Unterstützung sein?‘, fragte die Figur, als sie von der Feier ausgeschlossen wurde.“

Die Frage klingt enttäuscht. Lohn meint hier eine als ungerecht empfundene Gegenleistung, nicht einen ausstehenden Geldbetrag. Für eine Textanalyse ist dieser Ton wichtiger als die bloße Angabe eines Synonyms.

Grammatik und Beugung

Es heißt der Lohn. Der Genitiv lautet des Lohns oder des Lohnes; der Plural ist die Löhne. Im Dativ Plural heißt es den Löhnen. Das einsilbige Wort Lohn wird nicht getrennt.

Die Mehrzahl wird bei Arbeitsentgelten verwendet: „Die Löhne unterscheiden sich.“ Die übertragene Bedeutung Anerkennung oder Folge einer Mühe wird ohne Plural gebraucht. Der ältere Dativ dem Lohne kann in historischen oder bewusst altertümlichen Texten auftreten; im heutigen Alltag ist dem Lohn üblich.

Lohn: Beugung nach Fällen
FallSingularPlural
Nominativder Lohndie Löhne
Genitivdes Lohns / des Lohnesder Löhne
Dativdem Lohnden Löhnen
Akkusativden Lohndie Löhne

Was heißt „in Lohn und Brot stehen“?

In Lohn und Brot stehen bedeutet, eine feste Anstellung zu haben. Die Wendung wirkt heute altertümlich und kann bewusst scherzhaft eingesetzt werden.

„Nach der langen Suche stand sie wieder in Lohn und Brot und konnte ihre Ausgaben besser planen.“ Gemeint ist eine Arbeitsstelle. Über Arbeitszufriedenheit oder die genaue Höhe der Bezahlung sagt die Wendung nichts.

Jemanden um Lohn und Brot bringen heißt entsprechend, jemandem die Arbeit beziehungsweise Erwerbsquelle zu nehmen. Die Formulierung hebt den Verlust der Lebensgrundlage hervor und ist stärker als das neutrale Benennen einer beruflichen Veränderung.