Maler
Form & Grammatik
- Stichwort
- Maler
- Worttrennung
- Ma·ler
- Artikel
- der Maler
- Geschlecht
- maskulin
- Genitiv
- des Malers
- Plural
- die Maler
Gebrauch: Künstler, der Bilder malt, oder Handwerker, der etwas mit Farbe streicht. Maskuline Form mit männlichem oder je nach Zusammenhang allgemeinem Personenbezug.
Definition · kurz erklärt
Ein Maler kann ein Künstler sein, der Bilder malt, oder ein Handwerker, der Flächen mit Farbe streicht. Beide Bedeutungen müssen nach dem Zusammenhang unterschieden werden. Die weibliche Bezeichnung lautet in beiden Fällen Malerin. Die Mehrzahl Maler hat dieselbe Wortform wie der Singular.
Bedeutungen
Ein Künstler, der Bilder malt
Ein Maler gestaltet Bilder mit Farbe. Diese Bedeutung gehört zur Kunst und ist nicht auf eine bestimmte Epoche, Technik oder Art der Darstellung beschränkt.
„Der Maler stellt für seine Ausstellung eine Reihe abstrakter Bilder zusammen.“
Die Ausstellung und die Bilder machen den Kunstbezug deutlich. Die Bezeichnung allein sagt weder etwas über Bekanntheit noch über die Qualität einzelner Arbeiten aus.
Eine handwerkliche Person für Farbanstriche
Im handwerklichen Gebrauch bezeichnet Maler eine Person, die etwas mit Farbe streicht. Welche Fläche, welches Material und welche konkrete Arbeit gemeint sind, muss der Zusammenhang zeigen.
„Der Maler prüft den vorgesehenen Farbton für den Treppenraum.“
Hier geht es um eine Farbarbeit im Gebäude. Daraus folgt nicht, dass der Handwerker zugleich Kunstbilder herstellt oder dass jede im Betrieb anfallende Tätigkeit ein Farbanstrich ist.
Synonyme: andere Wörter für Maler
Das künstlerische Arbeitsgebiet nennen
Kunstmaler · Künstler
Kunstmaler macht den Kunstbezug ausdrücklich. Künstler ist weiter und kann auch Personen in Musik, Bildhauerei oder anderen Kunstgebieten bezeichnen.
„Der Maler zeigt seine Bilder.“ → „Der Kunstmaler zeigt seine Bilder.“
Im genannten Bildzusammenhang kann dieselbe Person gemeint sein. Nicht jeder Künstler ist deshalb ein Maler.
Den Farbanstrich betonen
Anstreicher
Anstreicher passt zum handwerklichen Auftragen von Farbe. Das Wort kann die konkrete Arbeit des Streichens hervorheben. Für einen Künstler, der Bilder gestaltet, ist es kein neutrales beliebiges Ersatzwort.
„Der Maler streicht die Wand.“ → „Der Anstreicher streicht die Wand.“
Der Austausch passt zur beschriebenen Farbarbeit. Er erklärt keine vollständige Berufsqualifikation und wäre bei der Herstellung eines Gemäldes eine andere beziehungsweise abwertende Wortwahl.
Beispiele und Verwendung
Die Tätigkeit nennt die passende Lesart
„Der Maler signiert das neue Bild; der Maler im Nachbarhaus bespricht den Anstrich der Fassade.“
Bild und Signieren legen den Kunstbezug nahe, Anstrich und Fassade den handwerklichen. Das Wort allein trennt beide Rollen noch nicht.
Die weibliche Bezeichnung gehört zu beiden Bedeutungen
„Die Malerin erläutert ihre Bildserie, während eine andere Malerin einen Farbanstrich vorbereitet.“
Malerin ist in beiden Zusammenhängen die ausdrücklich weibliche Personenbezeichnung. Es heißt die Malerin, der Malerin und die Malerinnen. Diese Formen gehören zu einem eigenen Substantiv.
Person und Tätigkeit unterscheiden
„Der Maler malt an einem großen Bild weiter.“
Malen ist das kleingeschriebene Verb, Maler das großgeschriebene Personenwort. Eine passende Verbform beschreibt die Tätigkeit und ist keine Kasusform des Substantivs.
Grammatik und Beugung
Maler ist maskulin. Der Genitiv Singular lautet des Malers. Der Plural bleibt die Maler; im Dativ Plural kommt ein n hinzu: den Malern. Diese Formen gelten für beide beschriebenen Bedeutungen. Die maskuline Form kann einen Mann oder je nach Zusammenhang allgemein Personen meinen; der beabsichtigte Bezug ist nicht immer eindeutig. Malerin nennt ausdrücklich eine Frau in der jeweiligen Rolle.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Maler | die Maler |
| Genitiv | des Malers | der Maler |
| Dativ | dem Maler | den Malern |
| Akkusativ | den Maler | die Maler |
Schreibweise und Worttrennung
Die Worttrennung lautet Ma·ler, im Plural ebenfalls Ma·ler. Die weibliche Bezeichnung wird Ma·le·rin, ihre Mehrzahl Ma·le·rin·nen getrennt. Der Beruf beziehungsweise die Personenrolle wird großgeschrieben, das Verb malen klein.
Wortfamilie und verwandte Wörter
Malerei, Malerpinsel und Malerkittel gehören zur Wortfamilie. Kunstmaler legt den Kunstbezug fest; Malerbetrieb und Malerhandwerk gehören zum beruflichen Handwerkszusammenhang. Solche Zusammensetzungen sind keine Beugungsformen.
