Naschkatze
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Naschkatze
- Worttrennung
- Nasch·kat·ze
- Artikel
- die
- Geschlecht
- feminin
- Genitiv
- der Naschkatze
- Plural
- die Naschkatzen
Gebrauch: Umgangssprachliche Personenbezeichnung. Das feminine Genus bleibt auch beim Bezug auf einen Mann erhalten.
Definition · kurz erklärt
Eine Naschkatze ist umgangssprachlich eine Person, die gern nascht, besonders gern Süßes isst. Die Bezeichnung ist bildlich und häufig scherzhaft gemeint. Sie kann sich auf Menschen verschiedener Geschlechter beziehen.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Scherzhaft: eine Person, die gern nascht
Mit Naschkatze wird häufig jemand beschrieben, der gern zu Schokolade, Gebäck oder anderen Leckereien greift. Das Wort nennt eine Vorliebe, aber keine genaue Menge und keinen festen Essensplan.
Ein scherzhafter Ton: Unter vertrauten Menschen kann die Bezeichnung liebevoll klingen. In einer anderen Situation kann sie als unerwünschter Kommentar zum Essen empfunden werden. Entscheidend sind Beziehung, Ton und Anlass.
Die Katze ist Bestandteil eines sprachlichen Bildes. Mit „Paul ist eine Naschkatze“ ist ein Mensch gemeint, kein Tier. Aus dem Wort lassen sich weder Körperform noch Gesundheitszustand der bezeichneten Person ableiten.
„Als Naschkatze freute sich Alex besonders auf die kleinen Törtchen.“
Genannt ist eine Vorliebe. Das grammatisch feminine Wort kann Menschen unterschiedlichen Geschlechts bezeichnen.
Synonyme: andere Wörter für Naschkatze
Leckermaul und Schleckermaul sind ebenfalls bildliche Personenbezeichnungen; der Ton bleibt situationsabhängig.
Die Vorliebe direkt beschreiben
jemand, der gern nascht · Liebhaber von Süßem
Diese Umschreibungen erklären das Gemeinte ohne das Tierbild. Liebhaber von Süßem passt, wenn tatsächlich Süßigkeiten oder süße Speisen gemeint sind.
„Paul ist eine Naschkatze.“ → „Paul isst gern Süßes.“ Die zweite Fassung wirkt sachlicher und verzichtet auf den scherzhaften Beinamen.
Eine umgangssprachliche Bezeichnung wählen
Naschmaul · Leckermaul
Naschmaul ist ebenfalls umgangssprachlich. Leckermaul kann allgemein die Vorliebe für wohlschmeckendes Essen betonen und muss nicht ausschließlich Süßes meinen. Die Wörter können deshalb je nach Kontext unterschiedlich weit reichen.
„Für die Naschkatzen gab es kleine Pralinen.“ → „Für alle, die gern naschen, gab es kleine Pralinen.“ Die Umschreibung ist weniger etikettierend.
Beispiele und Verwendung
Eine Vorliebe konkret zeigen
„Als bekannte Naschkatze freute sich Tarek besonders über die selbst gebackenen Kekse.“
Der Satz verknüpft die Bezeichnung mit einer konkreten Vorliebe. Er enthält keine Mengenangabe.
Eine scherzhafte Selbstbezeichnung erkennen
„Mila nannte sich lachend eine Naschkatze, als sie nach dem Rezept für die Schokoladencreme fragte.“
Hier bezeichnet die Person sich selbst. Lachend macht den scherzhaften Ton der Äußerung sichtbar.
Grammatik und Beugung
Das Wort ist grammatisch feminin: die Naschkatze, der Naschkatze, die Naschkatzen. Die Worttrennung lautet Nasch·kat·ze.
Das grammatische Genus und das Geschlecht der bezeichneten Person sind zu unterscheiden. Es heißt auch „Mein Bruder ist eine Naschkatze“. Der Artikel richtet sich in dieser Wortgruppe nach Naschkatze.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Naschkatze | die Naschkatzen |
| Genitiv | der Naschkatze | der Naschkatzen |
| Dativ | der Naschkatze | den Naschkatzen |
| Akkusativ | die Naschkatze | die Naschkatzen |
Wann passt die Bezeichnung?
In einer lockeren Einladung kann „Für Naschkatzen gibt es Kuchen“ einen freundlichen Ton schaffen. In einer sachlichen Beschreibung ist „Menschen, die gern Süßes essen“ genauer. Eine Person muss die scherzhafte Bezeichnung nicht mögen, nur weil sie gern nascht.
Bei einer Charakterisierung sollte erkennbar sein, ob die Figur sich selbst so nennt, von einer anderen Figur so angesprochen wird oder durch konkrete Vorlieben beschrieben wird. Diese Perspektiven sind nicht gleichzusetzen.
