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Querele

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Querele
Worttrennung
Que·re·le
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Querele
Plural
die Querelen

Gebrauch: Bildungssprachlich, meist im Plural Querelen. Bezeichnet unerfreuliche Auseinandersetzungen oder Streitigkeiten.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Querele ist eine unerfreuliche Auseinandersetzung oder Streitigkeit. Das bildungssprachliche Wort steht meistens im Plural: Querelen. Es kann einen Konflikt als lästig oder kleinlich erscheinen lassen und ist deshalb nicht in jedem Zusammenhang eine neutrale Bezeichnung.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Unerfreuliche Streitigkeiten benennen

Querelen können um Aufgaben, Zuständigkeiten oder unterschiedliche Interessen entstehen. Das Wort fasst die Auseinandersetzungen zusammen und trägt häufig eine negative Bewertung mit. Wer diese Bezeichnung verwendet, muss mit ihr noch nicht erklären, worum der Streit sachlich geht.

„Nach langen Querelen über die Reihenfolge der Auftritte einigte sich die Gruppe auf einen gemeinsamen Plan.“

Die Streitfrage wird benannt. Ob eine Seite berechtigte Einwände hatte, lässt sich aus dem abwertenden Ton des Nomens allein nicht schließen.

Querele: Synonyme und andere Wörter

Die Auseinandersetzung benennen

Streitigkeiten · Auseinandersetzungen · Gezänk

Streitigkeiten ist eine naheliegende allgemeinere Alternative. Gezänk klingt stärker nach kleinlichem Streiten. Auseinandersetzung kann auch eine ernsthafte sachliche Klärung meinen und ist deshalb weiter.

„Die Querelen verzögerten den Beginn.“ → „Die Streitigkeiten verzögerten den Beginn.“ Die zweite Fassung nimmt die wertende Färbung etwas zurück.

Den Konflikt sachlicher darstellen

Kontroverse · Meinungsverschiedenheit · Interessenkonflikt

Meinungsverschiedenheit betont unterschiedliche Auffassungen. Interessenkonflikt benennt konkurrierende Ziele. Kontroverse kann eine ernsthafte öffentliche oder sachliche Auseinandersetzung meinen und ist nicht automatisch bloßes Gezänk.

„Es gab Querelen um die Raumverteilung.“ → „Es gab einen Interessenkonflikt bei der Raumverteilung.“ Die zweite Fassung nennt einen möglichen sachlichen Kern und sollte nur stehen, wenn tatsächlich unterschiedliche Interessen vorlagen.

Beispiele und Verwendung

Die Perspektive eines Berichts erkennen

„Der Erzähler bezeichnet die Diskussionen als Querelen, während die Figuren von notwendigen Einwänden sprechen.“

Die unterschiedlichen Wörter zeigen verschiedene Bewertungen derselben Auseinandersetzung. Eine Analyse kann diese Perspektiven gegenüberstellen.

Das Thema genauer nennen

„Die Querelen betrafen die Kostenverteilung, nicht den Inhalt der Aufführung.“

Die Ergänzung grenzt den Streitgegenstand ein. So bleibt es nicht bei einer unbestimmten negativen Sammelbezeichnung.

Grammatik und Beugung

Es heißt die Querele, Genitiv der Querele. Der Plural lautet die Querelen. Meistens wird das Wort in dieser Pluralform gebraucht; der Singular ist dennoch möglich.

Die Worttrennung lautet Que·re·le. Im Plural kommt ein n hinzu. Der Dativ Plural lautet ebenfalls den Querelen, ohne zusätzliches n.

Der Anlass kann mit um oder über genannt werden: Querelen um die Besetzung, Querelen über den Ablauf. Diese Ergänzungen helfen, eine bloße Wertung in eine nachvollziehbare Beschreibung zu überführen.

Deklination von Querele
FallSingularPlural
Nominativdie Quereledie Querelen
Genitivder Quereleder Querelen
Dativder Quereleden Querelen
Akkusativdie Quereledie Querelen