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Querkopf

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Querkopf
Worttrennung
Quer·kopf
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Querkopfs / des Querkopfes
Plural
die Querköpfe

Gebrauch: Personenbezeichnung: häufig abwertend für einen stur Widersprechenden; auch für einen eigenwillig von Gewohntem Abweichenden.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein Querkopf ist jemand, der eigenwillig von üblichen Ansichten abweicht oder anderen hartnäckig widerspricht. Das Wort kann abwertend auf Sturheit zielen, manchmal aber auch die ungewöhnliche Eigenständigkeit hervorheben.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Stur widersprechen

Abwertend nennt man eine Person Querkopf, wenn sie ständig auf einer anderen Meinung beharrt. Das Urteil betrifft die Art ihres Widerspruchs. Es beweist nicht, dass ihre Ansicht inhaltlich falsch ist.

„Die Erzählerin nennt ihn einen Querkopf, weil er selbst nach der Einigung weiter widerspricht.“

Die Zuschreibung beruht auf einem als hartnäckig empfundenen Verhalten. Die sachliche Streitfrage müsste gesondert untersucht werden.

Bedeutung 2: Eigenwillig vom Gewohnten abweichen

Querkopf kann auch eine unkonventionelle Person meinen. Ob dies anerkennend, liebevoll oder ablehnend klingt, entscheidet der Ton des Textes. Ungewöhnlichkeit allein ist weder ein Beweis für Klugheit noch für Unvernunft.

„Sie galt als Querkopf; ihre überraschenden Entwürfe brachten die Gruppe oft weiter.“

Der Zusatz hebt einen Nutzen der ungewöhnlichen Ideen hervor. Dadurch klingt das Wort weniger abwertend.

Querkopf: Synonyme und andere Wörter

Bei beharrlichem Widerspruch

Sturkopf · Dickkopf

Diese Wörter betonen das starre Festhalten. Stur beschreibt eine Haltung, nicht automatisch den Wahrheitsgehalt einer Aussage.

„Er ist ein Querkopf.“ → „Er ist ein Sturkopf.“ Der zweite Satz rückt das unbewegliche Beharren stärker in den Vordergrund.

Bei Eigenständigkeit

eigenwilliger Mensch · unangepasste Person

Diese Umschreibungen können eine ungewöhnliche Haltung benennen, ohne dauernden Streit vorauszusetzen. Original ist weiter und kann etwa auch kreative Gestaltung beschreiben.

„Sie ist ein Querkopf mit eigenen Ideen.“ → „Sie ist ein eigenwilliger Mensch mit eigenen Ideen.“ Die zweite Fassung nimmt die mögliche Streitwertung zurück.

Beispiele und Verwendung

Den Ton beachten

„Die Freundin nennt ihn lachend ihren Querkopf und bittet ihn um einen Vorschlag.“

Die Anrede kann vertraut statt feindselig wirken. Die Sprechsituation ist für die Deutung wichtig.

Ein Urteil belegen

„Die Figur lehnt nacheinander drei Lösungen ab, ohne einen eigenen Vorschlag zu machen.“

Das konkrete Verhalten kann ein Urteil stützen. Eine einzelne abweichende Meinung genügt nicht für eine umfassende Charakterisierung.

Grammatik und Beugung

Es heißt der Querkopf, Genitiv des Querkopfs oder des Querkopfes. Der Plural lautet die Querköpfe, der Dativ Plural den Querköpfen.

Die Worttrennung lautet Quer·kopf. Im Plural erscheint der Umlaut ö.

Das maskuline Genus gehört zum Nomen. Es entscheidet nicht darüber, welches Geschlecht die bezeichnete Person hat. Die Wertung muss aus dem jeweiligen Zusammenhang erklärt werden.

Deklination von Querkopf
FallSingularPlural
Nominativder Querkopfdie Querköpfe
Genitivdes Querkopfs / des Querkopfesder Querköpfe
Dativdem Querkopfden Querköpfen
Akkusativden Querkopfdie Querköpfe