Scheune
Form & Grammatik
- Stichwort
- Scheune
- Worttrennung
- Scheu·ne
- Artikel
- die Scheune
- Geschlecht
- feminin
- Genitiv
- der Scheune
- Plural
- die Scheunen
Gebrauch: Landwirtschaftliches Gebäude zur Aufbewahrung, besonders von Heu, Stroh und Getreide. Keine Personenbezeichnung.
Definition · kurz erklärt
Eine Scheune ist ein landwirtschaftliches Gebäude, das vor allem zur Aufbewahrung von Erntegut dient. Darin können zum Beispiel Heu, Stroh oder Getreide lagern. Der Genitiv lautet der Scheune, die Mehrzahl die Scheunen.
Bedeutungen
Ein Lagergebäude in der Landwirtschaft
Eine Scheune gehört zum landwirtschaftlichen Arbeitsbereich. Ihr Zweck ist die Aufbewahrung von Gütern, insbesondere von Erntegut. Sie kann zu einem Hof gehören oder als eigenes Gebäude außerhalb der übrigen Hofgebäude stehen.
„Nach der Ernte bringt der Landwirt die Strohballen in die Scheune.“
Das Wort allein legt weder Material noch Größe oder genaue Bauform fest. Eine Scheune ist nicht schon deshalb ein Stall, weil sie zu einem Bauernhof gehört.
Synonyme: andere Wörter für Scheune
Scheuer und Stadel
Scheuer · Stadel
Scheuer und Stadel können ebenfalls eine Scheune bezeichnen. Welche Benennung in einem Text passend wirkt, hängt vom jeweiligen Sprachgebrauch ab.
„Das Heu liegt in der Scheune.“ → „Das Heu liegt im Stadel.“
Beide Sätze können dasselbe Lagergebäude meinen. Die unterschiedlichen Wörter sind keine unterschiedlichen Kasusformen von Scheune.
Speicher und Schuppen
Speicher · Schuppen
Speicher hebt die Aufbewahrung hervor und ist nicht auf diesen landwirtschaftlichen Gebäudetyp beschränkt. Ein Schuppen ist ein einfacher Bau zum Unterstellen, etwa von Geräten. Diese Wörter können sich im Einzelfall überschneiden.
„Die Ernte lagert in der Scheune.“ → „Die Ernte lagert im Speicher.“
Der zweite Satz nennt die Lagerfunktion, legt aber nicht dieselbe Gebäudeart fest. Eine Abstellhütte für zwei Spaten ist nicht ohne Weiteres eine Scheune.
Beispiele und Verwendung
Die Lagerung ist der entscheidende Zusammenhang
„Das trockene Heu wird in der Scheune aufbewahrt.“
Der Satz zeigt den Aufbewahrungszweck des Gebäudes. Er ist keine Anleitung zur fachgerechten Lagerung und sagt nichts über konkrete Lagerbedingungen aus.
Stall und Scheune sind verschiedene Wörter
„Die Kühe stehen im Stall; das Stroh lagert in der Scheune.“
Das Beispiel unterscheidet einen Raum für die Tierhaltung von einem Lagergebäude. Es behauptet keine feste Bauordnung für jeden einzelnen Hof.
Eine spätere Nutzung ändert die Herkunft des Gebäudes nicht
„Die ehemalige Scheune dient heute als Ausstellungsraum.“
Ehemalige macht deutlich, dass das Gebäude früher als Scheune genutzt wurde. Heute muss dort kein Erntegut mehr liegen.
Grammatik und Beugung
Scheune ist feminin. Die Singularform lautet in allen vier Fällen Scheune. Die Mehrzahl erhält -n: Scheunen. Der Dativ Plural lautet den Scheunen und bekommt kein zusätzliches n. Das grammatische Genus ist eine Eigenschaft des Sachnomens und keine Personenangabe.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Scheune | die Scheunen |
| Genitiv | der Scheune | der Scheunen |
| Dativ | der Scheune | den Scheunen |
| Akkusativ | die Scheune | die Scheunen |
Schreibweise und Worttrennung
Die Worttrennung lautet Scheu·ne, in der Mehrzahl Scheu·nen. Eu bleibt dabei zusammen. Der Genitiv Singular der Scheune ist von der Scheunen im Genitiv Plural zu unterscheiden.
Wortfamilie und verwandte Wörter
Feldscheune, Heuscheune und Steinscheune benennen besondere Scheunen. Scheunentor, Scheunendach und Scheunenboden bezeichnen zugehörige Teile. Diese Zusammensetzungen sind eigene Wörter; sie ersetzen keine Formen in der Beugungstabelle. Ein Bauer oder eine Bäuerin arbeitet in der Landwirtschaft; die Personenbezeichnung ist vom Gebäude zu unterscheiden.
