Ungemach
Form & Grammatik
- Stichwort
- Ungemach
- Worttrennung
- Un·ge·mach
- Artikel
- das
- Geschlecht
- Neutrum
- Genitiv
- des Ungemachs / des Ungemaches
- Plural
- kein Plural
Gebrauch: Ohne Plural; häufig gehobener oder älter wirkender Ausdruck.
Definition · kurz erklärt
Ungemach bezeichnet Unannehmlichkeiten, Schwierigkeiten oder etwas Widerwärtiges, das jemand erlebt. Das Wort wirkt heute häufig gehoben oder älter. Es benennt eher das Belastende als bloß das Gefühl, darüber zornig zu sein.
Bedeutungen
Ärger und Widrigkeiten erleben
Ungemach fasst belastende Ereignisse oder Umstände zusammen. Eine beschwerliche Reise, unerwartete Schwierigkeiten oder eine unangenehme Entwicklung können damit gemeint sein. Welche Belastung tatsächlich vorliegt, muss ein genauer Text zusätzlich erklären.
„Auf dem Rückweg erwartete die Reisenden weiteres Ungemach: Die einzige Brücke war gesperrt.“
Die Brückensperre macht den Ärger konkret. Das Wort selbst sagt noch nicht, wie schwer die Folgen für alle Reisenden sind.
Ungemach: Synonyme und andere Wörter
Die Belastung genauer beschreiben
Unannehmlichkeit · Widrigkeiten · Schwierigkeiten · Übel
Unannehmlichkeit kann vergleichsweise mild klingen, Widrigkeiten betont erschwerende Umstände. Übel enthält eine deutlich negative Bewertung und hat weitere Bedeutungen. Ungemach fasst das Belastende in einem oft gehobenen Ausdruck zusammen.
„Die Verspätung bereitete ihr Ungemach“ lässt sich nüchterner als „Die Verspätung verursachte Schwierigkeiten“ ausdrücken. Die zweite Fassung sollte diese Schwierigkeiten möglichst benennen.
Beispiele und Verwendung
„Der Erzähler berichtet von dem Ungemach einer langen Wanderung.“
Ein literarischer Bericht kann mit dem Wort mehrere beschwerliche Erfahrungen bündeln. Es muss nicht nur ein einzelner Zwischenfall sein.
„Die Mitteilung nennt die genaue Ursache, statt lediglich von drohendem Ungemach zu sprechen.“
Die konkrete Erklärung ist für einen sachlichen Hinweis hilfreicher. Das allgemeine Wort kann den Ernst einer Lage offenlassen.
Grammatik und Beugung
Es heißt das Ungemach, Genitiv des Ungemachs oder des Ungemaches. Das Wort wird ohne Plural verwendet. Die Tabelle zeigt die kürzere Genitivvariante. Bei einzelnen Ereignissen kann man von Schwierigkeiten oder Unannehmlichkeiten sprechen; diese Wörter sind keine Pluralformen von Ungemach. Die Trennung lautet Un·ge·mach.
| Fall | Singular |
|---|---|
| Nominativ | das Ungemach |
| Genitiv | des Ungemachs |
| Dativ | dem Ungemach |
| Akkusativ | das Ungemach |
Feste Verbindungen
Jemandem Ungemach bereiten
Die Verbindung bedeutet, jemandem Schwierigkeiten oder unangenehme Erfahrungen zu verursachen.
„Der unerwartete Umweg bereitete der Gruppe einiges Ungemach.“
Gemeint sind die erschwerenden Folgen. Eine absichtliche Schädigung wird nicht automatisch behauptet.
