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Wasserkocher

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Wasserkocher
Worttrennung
Was·ser·ko·cher
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Wasserkochers
Plural
die Wasserkocher; Dativ den Wasserkochern

Elektrisch betriebenes Gerät; keine Person und keine allgemeine Bezeichnung für jedes Kochgefäß.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein Wasserkocher ist ein elektrisch betriebenes Gerät, das Wasser zum Kochen bringt. Gemeint ist das Gerät, nicht das erhitzte Wasser und auch nicht eine Person, die Wasser aufsetzt. Die Mehrzahl lautet ebenfalls Wasserkocher.

Bedeutungen

1 Ein elektrisches Gerät zum Wasserkochen

Der Wasserkocher erhitzt Wasser, bis es kocht. Häufig wird das Wasser anschließend etwa für Tee oder ein anderes Getränk verwendet. Die Bezeichnung nennt die Gerätefunktion, legt aber weder Größe noch besondere Ausstattung fest.

„Im Aufenthaltsraum steht ein Wasserkocher neben den Tassen.“

Der Satz nennt das Gerät und seinen Standort. Er sagt nicht, dass gerade Wasser darin kocht oder dass die Tassen bereits gefüllt sind.

Wasserkocher: Synonyme und andere Wörter

Wasserkocher oder elektrisches Gerät zum Wasserkochen?

Elektrisches Gerät zum Wasserkochen ist eine erklärende Umschreibung. Sie ist länger, macht den Gegenstand aber für Leser verständlich, die das zusammengesetzte Nomen noch nicht kennen. Gerät allein wäre zu allgemein.

„Sie stellt den Wasserkocher bereit“ lässt sich durch „sie stellt das elektrische Gerät zum Wasserkochen bereit“ erläutern.

Die Umschreibung erklärt die Funktion. Sie fügt keine bestimmte Marke oder Bauart hinzu.

Wasserkocher oder Kochgefäß?

Ein Kochgefäß ist ein allgemeinerer Ausdruck für einen Behälter zum Kochen. Der Gerätebegriff Wasserkocher enthält dagegen ausdrücklich die elektrische Betriebsweise und die Funktion des Wasserkochens. Die Wörter sind deshalb nicht in jeder Beschreibung austauschbar.

„Das Wasser wird in einem Topf erhitzt“ beschreibt nicht automatisch die Benutzung eines Wasserkochers.

Der beschriebene Gegenstand und die Art des Erhitzens müssen zur Bezeichnung passen.

Wasserkocher und kochen

Kochen ist das verwandte Verb. Es kann das Sieden von Wasser, das Zubereiten von Essen und weitere Vorgänge bezeichnen. Wasserkocher benennt dagegen ein bestimmtes Gerät.

„Das Wasser kocht“ beschreibt einen Zustand der Flüssigkeit. „Der Wasserkocher steht auf dem Tisch“ nennt einen Gegenstand.

Das Gerät und der Vorgang sind verschiedene Satzgegenstände. Der Wasserkocher ist nicht deshalb schon eine Person, weil manche Personenbezeichnungen ebenfalls auf er enden.

Beispiele und Verwendung

„Der alte Wasserkocher wurde durch einen kleineren ersetzt.“

Kleiner vergleicht eine Größe. Ob das neue Gerät schneller arbeitet oder weniger Energie benötigt, wäre eine zusätzliche technische Aussage.

„Auf dem Regal stehen zwei Wasserkocher; einer wird für die Veranstaltung bereitgestellt.“

Der Plural zählt die Geräte. Der zweite Satzteil grenzt deren aktuelle Verwendung ein.

„In der Gegenstandsbeschreibung werden Griff, Deckel und Gehäuse des Wasserkochers getrennt genannt.“

Sichtbare Teile machen die Beschreibung genauer. Die allgemeine Funktionsbezeichnung ersetzt nicht die Einzelbeobachtung.

Grammatik und Beugung

Es heißt der Wasserkocher, im Genitiv des Wasserkochers. Das Nomen ist grammatisch maskulin. Der Plural lautet ohne zusätzliche Endung die Wasserkocher.

Nur im Dativ Plural tritt ein n hinzu: mit den Wasserkochern. In der Griff des Wasserkochers zeigt dagegen das s den Genitiv Singular an. Die Endung er gehört bereits zur Grundform.

Die Worttrennung lautet Was·ser·ko·cher. Das zusammengesetzte Nomen wird zusammengeschrieben und großgeschrieben. Den Wasserkocher bereitstellen enthält ein Akkusativobjekt; neben dem Wasserkocher bezeichnet mit Dativ einen Ort.

Wasserkocher: Fälle und Formen
FallSingularPlural
Nominativder Wasserkocherdie Wasserkocher
Genitivdes Wasserkochersder Wasserkocher
Dativdem Wasserkocherden Wasserkochern
Akkusativden Wasserkocherdie Wasserkocher