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besaufen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
besaufen
Worttrennung
be·sau·fen
Präsens
besäuft sich
Präteritum
besoff sich
Partizip II
besoffen
Hilfsverb
haben

Das Verb wird stark und reflexiv gebraucht: sich besaufen, besoff sich, hat sich besoffen. Das Reflexivpronomen steht im Akkusativ. Im Infinitiv mit zu lautet die Form sich zu besaufen. Besoffen kann außerdem als derbes Adjektiv für betrunken dienen; dann beschreibt es einen Zustand.

Formen und Verwendung im Detail

besaufen: Sich besaufen heißt in derber Umgangssprache, durch übermäßigen Alkoholkonsum betrunken zu werden.

Ein derber Ausdruck für betrunken werden

Sich besaufen bedeutet, so viel Alkohol zu trinken, dass man betrunken wird. Die Formulierung ist deutlich umgangssprachlich und derb. Sie kann missbilligend, prahlerisch oder selbstironisch wirken; der jeweilige Ton ergibt sich aus dem Zusammenhang.

Das Verb beschreibt mehr als den bloßen Konsum eines Getränks. „Sie trinkt beim Essen Wein“ sagt noch nicht, dass sie sich besäuft. Wer das eine durch das andere ersetzt, fügt sowohl eine Aussage über den Umfang beziehungsweise die Wirkung als auch eine sprachliche Wertung hinzu.

In einem Dialog kann sich durch diese Wortwahl eine ungezwungene oder grobe Sprechweise zeigen. In einer sachlichen Beschreibung ist eine neutralere Form oft hilfreicher. Aus dem einzelnen Verb lässt sich weder eine genaue Trinkmenge noch eine dauerhafte Gewohnheit der beschriebenen Person ableiten.

Synonyme: Welche Alternative passt?

Bedeutung und Wortwahl vergleichen
AlternativePassender ZusammenhangUnterschied
sich betrinkendurch Alkoholkonsum betrunken werdenInhaltlich nahe, aber weniger derb.
viel Alkohol trinkenden Umfang des Konsums beschreibenSagt nicht in jedem Zusammenhang ausdrücklich, dass ein bestimmter Zustand erreicht wurde.
sich einen Rausch antrinkendas Erreichen eines Rauschzustands betonenBildhafter und ebenfalls nicht neutral in jedem Kontext.
trinkenGetränke zu sich nehmenViel weiter; Alkohol und übermäßiger Konsum sind ohne Ergänzung nicht sicher gemeint.

Derselbe Vorgang, anderer Ton

Eigener Beispielsatz: „Im Streit behauptet Jan, sein Mitbewohner habe sich besoffen.“

Zum Vergleich: „Im Streit behauptet Jan, sein Mitbewohner habe sich betrunken.“

Beide eigenen Sätze geben eine Behauptung wieder. Die zweite Fassung ist weniger derb. Ob die Behauptung stimmt, wird durch die Wortwahl nicht entschieden; das einleitende behauptet muss beim Zusammenfassen erhalten bleiben.

Eigener Beispielsatz: „Er kündigt an, am Abend etwas zu trinken.“

Zum Vergleich: „Er kündigt an, sich am Abend zu besaufen.“

Die zweite Fassung formuliert einen wesentlich weitergehenden Vorsatz. Sie wäre kein bloßer stilistischer Ersatz für den ersten Satz. Außerdem wird in beiden Fällen eine Absicht genannt, nicht ihr tatsächlicher Vollzug.

In einer Analyse den Sprecher kenntlich machen

Wenn eine Figur den Ausdruck gebraucht, kann man die Wortwahl beschreiben, ohne sie selbst als neutrale Tatsache zu übernehmen. Etwa: Die Figur bezeichnet den Alkoholkonsum mit dem derben Verb sich besaufen. Der Vergleich mit sich betrinken macht den Unterschied im Ton deutlich. Ein entsprechender Anlass kann als Besäufnis bezeichnet werden.

Grammatik und Konjugation

Konjugation von besaufen

Das Verb wird stark und reflexiv gebraucht: sich besaufen, besoff sich, hat sich besoffen. Das Reflexivpronomen steht im Akkusativ. Im Infinitiv mit zu lautet die Form sich zu besaufen. Besoffen kann außerdem als derbes Adjektiv für betrunken dienen; dann beschreibt es einen Zustand.

besaufen: einfache Aktivformen im Hauptsatz
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
ichbesaufe michbesoff michbesaufe michbesöffe mich
dubesäufst dichbesoffst dichbesaufest dichbesöffest dich / besöffst dich
er/sie/esbesäuft sichbesoff sichbesaufe sichbesöffe sich
wirbesaufen unsbesoffen unsbesaufen unsbesöffen uns
ihrbesauft euchbesofft euchbesaufet euchbesöffet euch / besöfft euch
sie/Siebesaufen sichbesoffen sichbesaufen sichbesöffen sich

Das Verb wird stark und reflexiv gebraucht: sich besaufen, besoff sich, hat sich besoffen. Das Reflexivpronomen steht im Akkusativ. Im Infinitiv mit zu lautet die Form sich zu besaufen. Besoffen kann außerdem als derbes Adjektiv für betrunken dienen; dann beschreibt es einen Zustand.