beschummeln
Form & Grammatik
- Stichwort
- beschummeln
- Worttrennung
- be·schum·meln
- Präsens
- beschummelt
- Präteritum
- beschummelte
- Partizip II
- beschummelt
- Hilfsverb
- haben
beschummeln: Umgangssprachlich: jemanden durch Täuschung oder einen Regelverstoß benachteiligen beziehungsweise unfair vorgehen.
Jemanden durch Schummelei benachteiligen
Beschummeln bedeutet umgangssprachlich, jemanden durch eine Täuschung oder einen Regelverstoß zu benachteiligen. Oft wird das Wort bei Spielen, kleinen Abrechnungen oder alltäglichen Absprachen verwendet. Es kann weniger schwer klingen als betrügen, macht das Verhalten aber nicht automatisch harmlos.
In „Du hast mich beschummelt“ steht die benachteiligte Person im Mittelpunkt. Ohne genanntes Objekt kann das Verb auch das unfaire Vorgehen selbst bezeichnen. Welche Regel verletzt oder welche Information verfälscht wurde, muss der Zusammenhang zeigen.
Ein Irrtum ist nicht ohne Weiteres Schummelei. Wenn sich jemand beim Zählen versehentlich vertut, fehlt zunächst der Nachweis absichtlichen unfairen Vorgehens. Wer den Vorwurf wiedergibt, sollte ihn als Vorwurf kenntlich machen, solange die tatsächliche Handlung nicht geklärt ist.
Synonyme: Welche Alternative passt?
| Alternative | Passender Zusammenhang | Unterschied |
|---|---|---|
| betrügen | absichtlich täuschen oder benachteiligen | Allgemeiner und häufig schwerwiegender im Ton. |
| schummeln | Regeln unbemerkt umgehen | Oft ohne Objekt gebraucht; die konkrete benachteiligte Person bleibt dann offen. |
| mogeln | sich durch kleine Tricks einen Vorteil verschaffen | Ebenfalls umgangssprachlich und möglicherweise verharmlosend. |
| übervorteilen | auf Kosten einer anderen Person einen Vorteil erzielen | Formeller und stärker auf das ungleiche Ergebnis gerichtet. |
Die Konstruktion anpassen
Eigener Beispielsatz: „Beim Zählen der Spielpunkte beschummelt Tom seine Schwester.“
Zum Vergleich: „Beim Zählen der Spielpunkte betrügt Tom seine Schwester.“
Die eigenen Sätze behaupten ein absichtlich unfaires Vorgehen. Die zweite Form wirkt meist schwerer. Keine der beiden beschreibt bloß einen versehentlichen Rechenfehler.
Eigener Beispielsatz: „Sie behauptet, beim Tausch beschummelt worden zu sein.“
Zum Vergleich: „Sie wurde beim Tausch beschummelt.“
Die zweite Fassung übernimmt die Behauptung als Tatsache. Für eine sachliche Zusammenfassung ist dieser Wechsel unzulässig, wenn der Ausgangstext nur ihre Sicht wiedergibt.
Leichter Ton, nicht automatisch kleiner Schaden
In einer erfundenen Szene schreibt eine Figur sich zwei zusätzliche Punkte auf. Die Formulierung beschummeln kann dieses Verhalten verständlich benennen. Eine Analyse sollte dennoch erläutern, dass die Figur eine Regel bewusst umgeht und dadurch die Wertung verändert. Ein einzelner Vorgang rechtfertigt nicht jede pauschale Charakterzuschreibung.
Der Vergleich mit betrügen und dem deutlich derberen bescheißen zeigt, wie stark sich der Ton bei ähnlichem Gegenstand verändern kann.
Grammatik und Konjugation
Konjugation von beschummeln
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | beschummle / beschummele | beschummelte | beschummele | beschummelte |
| du | beschummelst | beschummeltest | beschummelst | beschummeltest |
| er/sie/es | beschummelt | beschummelte | beschummele | beschummelte |
| wir | beschummeln | beschummelten | beschummeln | beschummelten |
| ihr | beschummelt | beschummeltet | beschummelt | beschummeltet |
| sie/Sie | beschummeln | beschummelten | beschummeln | beschummelten |
Beschummeln ist regelmäßig: beschummelte, hat beschummelt. Bei ich sind beschummle und beschummele möglich. Die betroffene Person steht im Akkusativ; um kann einen vorenthaltenen Betrag oder Anteil anschließen. Der Infinitiv mit zu lautet zu beschummeln.
