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besorgen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
besorgen
Worttrennung
be·sor·gen
Präsens
besorgt
Präteritum
besorgte
Partizip II
besorgt
Hilfsverb
haben
Reflexiver Gebrauch
sich etwas besorgen: Reflexivpronomen im Dativ
Trennbarkeit
nicht trennbar
Ergänzungen
jemandem etwas besorgen (Dativ + Akkusativ)

Formen und Verwendung im Detail

besorgen: Dafür sorgen, dass etwas beschafft oder eine Aufgabe erledigt wird; daneben je nach Sprachgebrauch betreuen oder befürchten.

Was bedeutet besorgen?

Wer etwas besorgt, kümmert sich darum, dass es verfügbar wird oder eine Aufgabe erledigt wird. Eine Lampe besorgen bedeutet, eine entsprechende Lampe zu beschaffen. Den Versand besorgen meint dagegen, die damit verbundene Arbeit zu übernehmen.

Beim Beschaffen bleibt der genaue Weg zunächst offen. Die Lampe kann gekauft, ausgeliehen oder auf andere Weise organisiert werden. Besorgen ist deshalb nicht automatisch gleichbedeutend mit kaufen. Eine Erledigung kann ebenfalls unterschiedliche Schritte umfassen, die erst der Zusammenhang erklärt.

In älterem oder förmlichem Sprachgebrauch kann besorgen auch befürchten bedeuten, etwa in Es ist zu besorgen, dass …. Eine weitere Verwendung betrifft das Betreuen oder Versorgen. Diese Bedeutungen sollte man beim Lesen von der alltäglichen Beschaffung unterscheiden.

Synonyme: Welche Alternative passt?

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AlternativePassender ZusammenhangUnterschied
beschaffenEinen benötigten Gegenstand verfügbar machen.Ist oft nahe, wirkt aber sachlicher oder organisatorischer.
kaufenEtwas gegen Bezahlung erwerben.Legt einen Weg fest, den besorgen noch offenlässt.
erledigenEine Aufgabe ausführen und abschließen.Passt zum Auftrag, nicht einfach zu jedem zu beschaffenden Gegenstand.
sich kümmern umVerantwortung für eine Angelegenheit übernehmen.Kann auch bloße laufende Betreuung meinen, ohne bereits einen Abschluss zu behaupten.

Zwei eigene Satzvergleiche

Eigener Beispielsatz: „Für die Lesung besorgte Jule ein zusätzliches Mikrofon.“

Zum Vergleich: „Für die Lesung kaufte Jule ein zusätzliches Mikrofon.“

Die zweite Fassung ergänzt eine Information: Jule hat Geld für den Erwerb ausgegeben. Im Ausgangssatz könnte das Mikrofon ebenso geliehen sein. Wer den Beschaffungsweg nicht kennt, sollte ihn beim Umformulieren offenlassen.

Eigener Beispielsatz: „Den Versand der Einladungen besorgt unser Team.“

Zum Vergleich: „Den Versand der Einladungen erledigt unser Team.“

Beide Formulierungen weisen dem Team die Aufgabe zu. Erledigt betont etwas stärker das Ausführen. Ob das Team die Texte selbst geschrieben hat, lässt sich daraus nicht ableiten; der Versand ist nur ein Teil des gesamten Vorhabens.

Missverständliche Wendungen vermeiden

Es jemandem besorgen hat umgangssprachlich auch eine drohende beziehungsweise sexuelle Bedeutung. Die Wendung ohne klaren Gegenstand eignet sich daher schlecht für eine höfliche Zusage. „Ich besorge dir die Unterlagen“ benennt dagegen eindeutig, was beschafft wird.

Ebenso unterscheiden sich hat etwas besorgt und ist besorgt. Im ersten Fall ist besorgt ein Partizip des Verbs. Im zweiten kann besorgt die Sorge oder fürsorgliche Aufmerksamkeit einer Person beschreiben.

Grammatik und Verbformen

Das nicht trennbare Verb wird schwach gebeugt: besorgen – besorgte – hat besorgt. Die Sache steht im Akkusativ, die begünstigte Person im Dativ: jemandem etwas besorgen. Auch das Reflexivpronomen in ich besorge mir etwas ist Dativ.

Konjugation von besorgen
besorgen: einfache Aktivformen im Hauptsatz
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
ichbesorgebesorgtebesorgebesorgte
dubesorgstbesorgtestbesorgestbesorgtest
er/sie/esbesorgtbesorgtebesorgebesorgte
wirbesorgenbesorgtenbesorgenbesorgten
ihrbesorgtbesorgtetbesorgetbesorgtet
sie/Siebesorgenbesorgtenbesorgenbesorgten

Der Infinitiv mit zu lautet zu besorgen. Sich um etwas sorgen ist dagegen eine andere Konstruktion: Sie benennt Sorge und nicht das Beschaffen.