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dagegenstellen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
dagegenstellen
Worttrennung
da·ge·gen·stel·len
Präsens
stellt dagegen; reflexiv: stellt sich dagegen
Präteritum
stellte dagegen
Partizip II
dagegengestellt
Perfekt
hat dagegengestellt; hat sich dagegengestellt
Hilfsverb
haben
Trennbarkeit
trennbar: stellt dagegen; dagegenzustellen

Reflexiver Gebrauch: Widerstand: sich im Akkusativ; körperliches Stellen auch ohne Reflexivpronomen

Gebrauch: Schwache Beugung. In den Tabellen stehen optionale Reflexivpronomen in Klammern; die Widerstandsbedeutung ist reflexiv.

Ergänzungen: etwas (Akkusativ) dagegenstellen; sich (mich/dich) dagegenstellen

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Dagegenstellen bedeutet, etwas so hinzustellen, dass es gegen etwas anderes kommt. Sich dagegenstellen heißt übertragen, Widerstand zu leisten oder sich einer Sache zu widersetzen.

Bedeutungen

1 Etwas gegen einen Gegenstand stellen

Ein Gegenstand wird so hingestellt, dass er an etwas anderem anliegt oder dagegenkommt. Dagegen nimmt einen zuvor genannten oder sichtbaren Bezugspunkt auf.

„Neben der Werkbank steht eine freie Wand; Mira stellt die große Zeichenplatte dagegen.“

Die Wand ist der Bezugspunkt. Der Satz beschreibt das Aufstellen, keine Meinungsverschiedenheit und keine bestimmte Befestigungstechnik.

2 Sich einer Sache widersetzen

Wer sich dagegenstellt, nimmt eine Gegenposition ein und leistet Widerstand. Das kann eine Entscheidung, einen Plan oder eine Entwicklung betreffen.

„Der Ausschuss will die Öffnungszeiten kürzen; die Jugendvertretung stellt sich dagegen und legt einen anderen Plan vor.“

Das Verhalten macht den Widerstand konkret. Dass der Gegenplan am Ende angenommen wird, behauptet das Verb nicht.

dagegenstellen: Synonyme und andere Wörter

Sich dagegenstellen oder sich widersetzen?

Sich widersetzen nennt ebenfalls Widerstand. Die Ergänzung ändert sich: sich einem Plan widersetzen, aber sich dagegenstellen.

„Sie stellt sich dagegen.“ → „Sie widersetzt sich dem Plan.“

Die zweite Fassung nennt den Bezugspunkt ausdrücklich. Bloßes Nichtzustimmen kann dagegen eine zurückhaltende Meinungsäußerung sein und muss noch keine Gegenhandlung einschließen.

Dagegenstellen oder dagegenstemmen?

Sich gegen etwas stemmen stellt den Kraft- oder Mitteleinsatz bildhafter heraus. Beim wörtlichen Dagegenstellen ist die Kraftanstrengung kein notwendiger Teil der Aussage.

„Sie stellt die Platte dagegen“ ist zurückhaltender als „Sie stemmt die schwere Platte dagegen“.

Der zweite Satz ergänzt einen Kraftaufwand. Beim Umformulieren sollte diese zusätzliche Aussage nur stehen, wenn sie zur Szene passt.

Beispiele und Verwendung

„Die Galerie hat sich gegen den Abriss ausgesprochen und sich öffentlich dagegengestellt.“

Der Bezug auf den Abriss ist genannt. Öffentlich beschreibt die Art des Auftretens; das Wort allein legt diese Öffentlichkeit nicht fest.

„Er verspricht, sich nicht dagegenzustellen, falls die Gruppe die Reihenfolge ändert.“

Der Infinitiv enthält zu zwischen den Verbteilen: dagegenzustellen. Die Aussage ist eine Zusage für einen möglichen Fall, kein bereits eingetretenes Ereignis.

Grammatik und Beugung

Das schwache Verb bildet stellt dagegen – stellte dagegen – hat dagegengestellt. Die Trennung lautet da·ge·gen·stel·len; im Hauptsatz steht der abgetrennte Teil am Ende. Der zu-Infinitiv heißt dagegenzustellen. In der Widerstandsbedeutung steht das Reflexivpronomen im Akkusativ: ich stelle mich dagegen, du stellst dich dagegen. Die Klammern in der Tabelle zeigen die auch ohne Pronomen verwendbaren Formen; sie machen die Widerstandsbedeutung nicht zu einem nichtreflexiven Verb. Das Partizip lautet dagegengestellt.

dagegenstellen: Indikativ: Gegenwart und Vergangenheit
PersonPräsensPräteritumPerfekt
ichstelle (mich) dagegenstellte (mich) dagegenhabe (mich) dagegengestellt
dustellst (dich) dagegenstelltest (dich) dagegenhast (dich) dagegengestellt
er / sie / esstellt (sich) dagegenstellte (sich) dagegenhat (sich) dagegengestellt
wirstellen (uns) dagegenstellten (uns) dagegenhaben (uns) dagegengestellt
ihrstellt (euch) dagegenstelltet (euch) dagegenhabt (euch) dagegengestellt
siestellen (sich) dagegenstellten (sich) dagegenhaben (sich) dagegengestellt
dagegenstellen: Indikativ: weitere Zeiten
PersonPlusquamperfektFutur IFutur II
ichhatte (mich) dagegengestelltwerde (mich) dagegenstellenwerde (mich) dagegengestellt haben
duhattest (dich) dagegengestelltwirst (dich) dagegenstellenwirst (dich) dagegengestellt haben
er / sie / eshatte (sich) dagegengestelltwird (sich) dagegenstellenwird (sich) dagegengestellt haben
wirhatten (uns) dagegengestelltwerden (uns) dagegenstellenwerden (uns) dagegengestellt haben
ihrhattet (euch) dagegengestelltwerdet (euch) dagegenstellenwerdet (euch) dagegengestellt haben
siehatten (sich) dagegengestelltwerden (sich) dagegenstellenwerden (sich) dagegengestellt haben
dagegenstellen: Konjunktiv I und II
PersonKonjunktiv IKonjunktiv I PerfektKonjunktiv IIKonjunktiv II Vergangenheit
ichstelle (mich) dagegenhabe (mich) dagegengestelltstellte (mich) dagegenhätte (mich) dagegengestellt
dustellest (dich) dagegenhabest (dich) dagegengestelltstelltest (dich) dagegenhättest (dich) dagegengestellt
er / sie / esstelle (sich) dagegenhabe (sich) dagegengestelltstellte (sich) dagegenhätte (sich) dagegengestellt
wirstellen (uns) dagegenhaben (uns) dagegengestelltstellten (uns) dagegenhätten (uns) dagegengestellt
ihrstellet (euch) dagegenhabet (euch) dagegengestelltstelltet (euch) dagegenhättet (euch) dagegengestellt
siestellen (sich) dagegenhaben (sich) dagegengestelltstellten (sich) dagegenhätten (sich) dagegengestellt
dagegenstellen: Aufforderungen
AnredeForm
dustell (dich) dagegen / stelle (dich) dagegen
ihrstellt (euch) dagegen