danebengehen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- danebengehen
- Worttrennung
- da·ne·ben·ge·hen
- Präsens
- es geht daneben
- Präteritum
- es ging daneben
- Partizip II
- danebengegangen
- Hilfsverb
- sein
- Trennbarkeit
- trennbar: geht daneben; danebenzugehen
Gebrauch: Die Bedeutungen beziehen sich gewöhnlich auf Sachsubjekte wie Wurf, Versuch oder Plan.
Definition · kurz erklärt
Danebengehen bedeutet, ein Ziel zu verfehlen oder umgangssprachlich zu misslingen. Ein Schuss kann danebengehen, aber auch eine Probe oder ein Plan. Eine Person, die lediglich neben einer anderen geht, wird damit nicht beschrieben.
Bedeutungen
Ein Ziel verfehlen
Etwas geht daneben, wenn es nicht trifft. Das Subjekt kann ein Schuss, Wurf oder ähnlicher zielgerichteter Vorgang sein. Wie groß die Abweichung ist, muss gesondert genannt werden.
„Der letzte Wurf ging knapp daneben und landete neben dem Korb.“
Knapp beschreibt die geringe Abweichung. Ein Treffer ist trotzdem nicht erfolgt.
Umgangssprachlich: misslingen
Ein Vorhaben geht daneben, wenn es nicht den erhofften Erfolg hat. Es muss kein räumliches Ziel geben. Die Ursache des Misslingens bleibt ohne zusätzliche Angaben offen.
„Die Überraschung ging daneben, weil die Einladung im falschen Briefkasten lag.“
Hier scheitert ein Plan. Das daneben bezieht sich nicht bloß auf eine Gehbewegung.
danebengehen: Synonyme und andere Wörter
Beim Verfehlen
nicht treffen · das Ziel verfehlen
Nicht treffen ist eine direkte Erklärung. Danebengehen richtet die Darstellung häufig auf den Wurf oder Schuss als Subjekt. Beim Umschreiben ändert sich der Satzbau.
„Der Wurf ging daneben“ lässt sich als „Der Ball traf den Korb nicht“ erklären.
Beim Misslingen
misslingen · scheitern · fehlschlagen
Misslingen ist ein genauer Ersatz für das erfolglose Vorhaben. Scheitern kann dessen Abbruch stärker hervorheben. Ein kleiner Fehler muss noch nicht den gesamten Plan scheitern lassen.
„Bei der Probe ging eine Kleinigkeit daneben“ ist schwächer als „Die ganze Aufführung scheiterte“.
Beispiele und Verwendung
„Zum Glück ist nur der erste Versuch danebengegangen.“
Die Aussage begrenzt den Misserfolg auf einen Versuch. Sie beschreibt keine allgemeine Unfähigkeit.
„Die Figur geht neben der Reiseleiterin.“
Das ist ein anderer Satzbau: neben der Reiseleiterin ist eine Ortsangabe. Er bedeutet nicht, dass die Figur scheitert.
Grammatik und Beugung
Die unregelmäßigen Hauptformen lauten geht daneben – ging daneben – ist danebengegangen. Die Worttrennung ist da·ne·ben·ge·hen.
Das Verb ist trennbar: Der Versuch geht daneben. Im Nebensatz steht weil der Versuch danebengeht. Der zu-Infinitiv lautet danebenzugehen. Das Partizip danebengegangen wird zusammengeschrieben.
Die hier erklärten Bedeutungen haben gewöhnlich Sachsubjekte wie Wurf, Versuch oder Plan. Deshalb zeigen die Tabellen die passenden dritten Personen in Singular und Plural. Das ist keine Behauptung, dass ein unpersönliches es immer zwingend wäre: Auch mehrere Versuche gehen daneben.
| Person | Präsens | Präteritum |
|---|---|---|
| er/sie/es | geht daneben | ging daneben |
| sie | gehen daneben | gingen daneben |
| Person | Perfekt | Plusquamperfekt |
|---|---|---|
| er/sie/es | ist danebengegangen | war danebengegangen |
| sie | sind danebengegangen | waren danebengegangen |
| Person | Futur I | Futur II |
|---|---|---|
| er/sie/es | wird danebengehen | wird danebengegangen sein |
| sie | werden danebengehen | werden danebengegangen sein |
| Person | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|
| er/sie/es | gehe daneben | ginge daneben |
| sie | gehen daneben | gingen daneben |
| Person | Konjunktiv I: Perfekt | Konjunktiv II: Vergangenheit |
|---|---|---|
| er/sie/es | sei danebengegangen | wäre danebengegangen |
| sie | seien danebengegangen | wären danebengegangen |
