ehren
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- ehren
- Worttrennung
- eh·ren
- Präsens
- ehrt
- Präteritum
- ehrte
- Partizip II
- geehrt
- Perfekt
- hat geehrt
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
- Ergänzungen
- jemanden ehren (Akkusativ)
Ehren bedeutet, jemandem Achtung oder besondere Anerkennung zu zeigen. Das kann durch eine Auszeichnung, eine öffentliche Würdigung oder respektvolles Handeln geschehen.
Bedeutung und wichtige Unterschiede
Ein Verein ehrt langjährige Mitglieder, eine Schule ehrt eine besondere Leistung. Das Verb benennt die Anerkennung, legt aber ihre Form nicht fest. Eine Urkunde, eine Rede und ein stilles Gedenken können unterschiedliche Ausdrucksweisen sein.
In „Das ehrt sie“ wird dagegen gesagt, dass eine Handlung positiv für eine Person spricht. Es muss dabei keine öffentliche Feier stattfinden. Diese Wendung beurteilt etwa Hilfsbereitschaft oder das Eingestehen eines Fehlers als anerkennenswert.
Synonyme im Gebrauch
| Alternative | Wann sie passt | Was sich verändert |
|---|---|---|
| würdigen | eine Leistung oder Bedeutung anerkennen | Betont das angemessene Benennen dessen, was wertvoll ist. |
| auszeichnen | eine besondere Anerkennung verleihen | Konkreter; häufig mit einem Preis oder einer offiziellen Ehrung verbunden. |
| achten | einer Person Respekt entgegenbringen | Kann eine dauerhafte Haltung statt einer einzelnen Handlung bezeichnen. |
| gedenken | an eine Person oder ein Ereignis erinnern | Passt vor allem zum Erinnerungszusammenhang, nicht zu jeder Ehrung. |
Zwei eigene Beispiele im Vergleich
Form der Anerkennung
Ausgangssatz: Der Verein ehrt seine langjährige Helferin.
Alternative: Der Verein würdigt die Arbeit seiner langjährigen Helferin.
Die zweite eigene Fassung stellt ihre Arbeit in den Mittelpunkt. Der erste Satz kann auch eine offizielle Auszeichnung meinen, behauptet sie aber nicht zwingend. Ein Bericht gewinnt an Klarheit, wenn er die tatsächliche Form der Ehrung nennt.
Keine Feier erforderlich
Ausgangssatz: Dass er seinen Irrtum zugibt, ehrt ihn.
Alternative: Dass er seinen Irrtum zugibt, spricht für ihn.
Die Alternative ist weniger feierlich und erklärt die wertende Wendung. Beide Aussagen loben hier das Eingeständnis, nicht den ursprünglichen Irrtum. Das Beispiel zeigt, wie die genaue Ergänzung eine scheinbar widersprüchliche Aussage verständlich macht.
Schreibweise und Grammatik
| Form | Wortform |
|---|---|
| Wortart | schwaches Verb |
| Präsens | er ehrt |
| Präteritum | er ehrte |
| Perfekt | er hat geehrt |
| Infinitiv mit zu | zu ehren |
Die geehrte Person steht normalerweise im Akkusativ: die Helferin ehren. In der Anrede sehr geehrte Frau wird das Partizip wie ein Adjektiv gebeugt. Das h gehört zur Schreibung von ehren und bleibt in allen Formen erhalten.
Konjugation von ehrenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | ehre | ehrte | ehre | ehrte |
| du | ehrst | ehrtest | ehrest | ehrtest |
| er/sie/es | ehrt | ehrte | ehre | ehrte |
| wir | ehren | ehrten | ehren | ehrten |
| ihr | ehrt | ehrtet | ehret | ehrtet |
| sie/Sie | ehren | ehrten | ehren | ehrten |
Das Wort treffend verwenden
Ehren und zustimmen sind zu unterscheiden. Man kann die Lebensleistung einer Person würdigen, ohne jede ihrer Ansichten zu teilen. Für sachliche Texte ist es deshalb hilfreich, den Anlass genau zu benennen: Welche Tätigkeit, Entscheidung oder Leistung wird anerkannt und durch wen?
