Meine Wörter

einarbeiten

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
einarbeiten
Worttrennung
ein·ar·bei·ten
Präsens
arbeitet ein
Präteritum
arbeitete ein
Partizip II
eingearbeitet
Perfekt
hat eingearbeitet
Hilfsverb
haben
Infinitiv
einarbeiten; einzuarbeiten
Trennbarkeit
Trennbar: arbeitet ein; weil sie etwas einarbeitet.

Reflexiver Gebrauch: Reflexiv beim Vertrautwerden: sich einarbeiten. Die anderen Sinne sind nicht pauschal reflexiv.

Gebrauch: Praktisch vertraut machen/werden, sinnvoll einfügen oder verlorene Arbeitszeit ausgleichen. Reflexivpronomen der Tabellen nur beim passenden Gebrauch.

Ergänzungen: jemanden einarbeiten; sich in etwas einarbeiten (in + Akkusativ); etwas in etwas einarbeiten; einen Zeitverlust einarbeiten

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Einarbeiten heißt, jemanden praktisch mit einer Aufgabe vertraut zu machen oder sich selbst damit vertraut zu machen. Das Verb bezeichnet außerdem das Einfügen von etwas in ein Ganzes und den Ausgleich verlorener Zeit durch zusätzliche Arbeit.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Mit einer Aufgabe praktisch vertraut machen

Eine Person lernt die nötigen Abläufe kennen und übt ihre Anwendung. Wer eine andere Person einarbeitet, unterstützt diesen Einstieg. Wer sich einarbeitet, beschäftigt sich selbst mit der neuen Aufgabe oder einem Gebiet. Beides bezeichnet noch keine vollständige Beherrschung aller denkbaren Fälle.

„Die erfahrene Mitarbeiterin arbeitet Sam in die Abläufe des Fundbüros ein; Sam arbeitet sich zugleich in die neue Software ein.“

Der erste Satz nennt eine anleitende Person, der zweite Sams eigene Beschäftigung. Wie sicher Sam danach selbstständig arbeiten kann, bleibt offen.

Bedeutung 2: Etwas sinnvoll in ein Ganzes einfügen

Ein Zusatz wird in einen Gegenstand oder in einen Text aufgenommen. Dabei kann es um Material, Verzierungen oder übertragene Bestandteile gehen. Der Zusammenhang bestimmt, was eingefügt wird und wie es sich in das Ganze einordnet.

„Die Gestalterin arbeitete die Rückmeldungen der Testgruppe in den überarbeiteten Entwurf ein.“

Die Rückmeldungen werden bei der Überarbeitung aufgenommen. Der Satz behauptet nicht, dass jede einzelne Forderung unverändert übernommen wird.

Bedeutung 3: Einen Zeitverlust durch zusätzliche Arbeit ausgleichen

Ein zuvor entstandener Verlust an Arbeitszeit wird durch vermehrte Arbeit ausgeglichen. Dazu braucht der Satz einen passenden zeitlichen oder organisatorischen Zusammenhang. Nicht jedes Weiterarbeiten nach einer Pause gleicht bereits einen Verlust aus.

„Nach dem kurzen Ausfall arbeitete das Team den verlorenen Zeitabschnitt durch einen zusätzlichen gemeinsamen Termin ein.“

Die Zusatzarbeit dient dem Ausgleich. Die Aussage legt weder eine allgemeine Arbeitszeitregel noch eine rechtliche Pflicht fest.

einarbeiten: Synonyme und andere Wörter

Beim praktischen Vertrautwerden

anlernen · einweisen · sich vertraut machen

Anlernen und einweisen können bei der Anleitung passen. Einweisen kann aber eine einzelne Erklärung meinen, während eine Einarbeitung oft einen längeren praktischen Einstieg bezeichnet. Sich vertraut machen beschreibt die eigene Beschäftigung. Sich Kenntnisse aneignen betont den Erwerb von Wissen oder Können und hat eine andere Ergänzungsstruktur.

„Sam arbeitet sich in die neue Software ein.“ → „Sam macht sich mit der neuen Software vertraut.“

Die Umschreibung erhält den Lernbezug. Aus in die Software wird mit der Software; der Anschluss ändert sich.

Bei einem Zusatz zu einem Text

einfügen · aufnehmen

Einfügen liegt beim Textzusatz nahe. Aufnehmen ist allgemeiner und kann auch bedeuten, einen Hinweis zu berücksichtigen, ohne ihn wörtlich einzusetzen. Einarbeiten legt eine Einordnung in das bestehende Ganze nahe.

„Die Gestalterin arbeitet einen erläuternden Absatz in den Entwurf ein.“ → „Die Gestalterin fügt einen erläuternden Absatz in den Entwurf ein.“

In diesem konkreten Fall bleibt die Textänderung vergleichbar. Über die Qualität des Absatzes wird nichts zusätzlich gesagt.

Beispiele und Verwendung

Person und Sache unterscheiden

„Sie arbeitet den Neuling ein; sie arbeitet eine Ergänzung ein.“

Im ersten Satz wird eine Person angeleitet, im zweiten ein Zusatz aufgenommen. Der gleiche Akkusativanschluss macht die Bedeutungen nicht gleich.

Den Anschluss beim Lernen erkennen

„Ich arbeite mich in die Ablage ein; ich arbeite mich auf einem neuen Gebiet ein.“

Mich ist in beiden Fassungen Akkusativ. Die in-Gruppe nennt den Gegenstand des Vertrautwerdens, die auf-Gruppe ein Gebiet.

Grammatik und Beugung

Einarbeiten ist schwach und trennbar: arbeitet ein – arbeitete ein – hat eingearbeitet. Der zu-Infinitiv lautet einzuarbeiten. Das e in den Formen arbeitest und arbeitet bleibt erhalten.

Beim Anleiten steht die eingearbeitete Person im Akkusativ. Beim eigenen Vertrautwerden steht ein Akkusativ-Reflexivpronomen: ich arbeite mich ein. Die optionalen Pronomen der Tabellen beziehen sich auf diesen Sinn und nicht auf jede Verwendung.

Bei sich in eine Sache einarbeiten steht nach in ein Akkusativ. Die Orts- oder Gebietsangabe auf einem Gebiet einarbeiten hat Dativ.

Beim Einfügen ist in mit Akkusativ üblich: eine Ergänzung in einen Entwurf einarbeiten. Seltener ist auch Dativ belegt, wenn der bestehende Ort hervorgehoben wird. Diese Variante sollte nicht zu einer allgemeinen freien Austauschbarkeit aller Fälle erklärt werden.

Indikativ – Präsens
Person Form
ich arbeite (mich) ein
du arbeitest (dich) ein
er/sie/es arbeitet (sich) ein
wir arbeiten (uns) ein
ihr arbeitet (euch) ein
sie arbeiten (sich) ein
Indikativ – Präteritum
Person Form
ich arbeitete (mich) ein
du arbeitetest (dich) ein
er/sie/es arbeitete (sich) ein
wir arbeiteten (uns) ein
ihr arbeitetet (euch) ein
sie arbeiteten (sich) ein
Indikativ – Perfekt
Person Form
ich habe (mich) eingearbeitet
du hast (dich) eingearbeitet
er/sie/es hat (sich) eingearbeitet
wir haben (uns) eingearbeitet
ihr habt (euch) eingearbeitet
sie haben (sich) eingearbeitet
Indikativ – Plusquamperfekt
Person Form
ich hatte (mich) eingearbeitet
du hattest (dich) eingearbeitet
er/sie/es hatte (sich) eingearbeitet
wir hatten (uns) eingearbeitet
ihr hattet (euch) eingearbeitet
sie hatten (sich) eingearbeitet
Indikativ – Futur I
Person Form
ich werde (mich) einarbeiten
du wirst (dich) einarbeiten
er/sie/es wird (sich) einarbeiten
wir werden (uns) einarbeiten
ihr werdet (euch) einarbeiten
sie werden (sich) einarbeiten
Indikativ – Futur II
Person Form
ich werde (mich) eingearbeitet haben
du wirst (dich) eingearbeitet haben
er/sie/es wird (sich) eingearbeitet haben
wir werden (uns) eingearbeitet haben
ihr werdet (euch) eingearbeitet haben
sie werden (sich) eingearbeitet haben
Konjunktiv I – Präsens
Person Form
ich arbeite (mich) ein
du arbeitest (dich) ein
er/sie/es arbeite (sich) ein
wir arbeiten (uns) ein
ihr arbeitet (euch) ein
sie arbeiten (sich) ein
Konjunktiv I – Perfekt
Person Form
ich habe (mich) eingearbeitet
du habest (dich) eingearbeitet
er/sie/es habe (sich) eingearbeitet
wir haben (uns) eingearbeitet
ihr habet (euch) eingearbeitet
sie haben (sich) eingearbeitet
Konjunktiv I – Futur I
Person Form
ich werde (mich) einarbeiten
du werdest (dich) einarbeiten
er/sie/es werde (sich) einarbeiten
wir werden (uns) einarbeiten
ihr werdet (euch) einarbeiten
sie werden (sich) einarbeiten
Konjunktiv I – Futur II
Person Form
ich werde (mich) eingearbeitet haben
du werdest (dich) eingearbeitet haben
er/sie/es werde (sich) eingearbeitet haben
wir werden (uns) eingearbeitet haben
ihr werdet (euch) eingearbeitet haben
sie werden (sich) eingearbeitet haben
Konjunktiv II – Präteritum
Person Form
ich arbeitete (mich) ein
du arbeitetest (dich) ein
er/sie/es arbeitete (sich) ein
wir arbeiteten (uns) ein
ihr arbeitetet (euch) ein
sie arbeiteten (sich) ein
Konjunktiv II – Plusquamperfekt
Person Form
ich hätte (mich) eingearbeitet
du hättest (dich) eingearbeitet
er/sie/es hätte (sich) eingearbeitet
wir hätten (uns) eingearbeitet
ihr hättet (euch) eingearbeitet
sie hätten (sich) eingearbeitet
Konjunktiv II – Futur I
Person Form
ich würde (mich) einarbeiten
du würdest (dich) einarbeiten
er/sie/es würde (sich) einarbeiten
wir würden (uns) einarbeiten
ihr würdet (euch) einarbeiten
sie würden (sich) einarbeiten
Konjunktiv II – Futur II
Person Form
ich würde (mich) eingearbeitet haben
du würdest (dich) eingearbeitet haben
er/sie/es würde (sich) eingearbeitet haben
wir würden (uns) eingearbeitet haben
ihr würdet (euch) eingearbeitet haben
sie würden (sich) eingearbeitet haben
Imperativ
Person Form
2. Person Singular [du] arbeite (dich) ein!
2. Person Plural [ihr] arbeitet (euch) ein!
Infinite Formen
Form Schreibung
Infinitiv mit zu einzuarbeiten
Partizip I einarbeitend
Partizip II eingearbeitet