einreden
Form & Grammatik
- Stichwort
- einreden
- Worttrennung
- ein·re·den
- Präsens
- redet ein
- Präteritum
- redete ein
- Partizip II
- eingeredet
- Perfekt
- hat eingeredet
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- trennbar
- Ergänzungen
- jemandem etwas einreden (Dativ + Akkusativ); auf jemanden einreden (auf + Akkusativ)
Das schwache Verb ist trennbar. Bei „jemandem etwas einreden“ steht die Person im Dativ und der Inhalt als Objekt oder Nebensatz. Bei „auf jemanden einreden“ folgt nach auf der Akkusativ.
Einreden bedeutet, durch Reden eine Vorstellung bei jemandem hervorzurufen oder zu festigen. Oft schwingt mit, dass diese Vorstellung zweifelhaft ist. „Auf jemanden einreden“ betont dagegen das anhaltende Zureden.
Bedeutung und wichtige Unterschiede
„Sie redete ihm ein, er sei ungeeignet“ bewertet die Einflussnahme kritisch. „Sie überzeugte ihn“ kann demgegenüber nach tragfähigen Gründen klingen. Ob die Behauptung tatsächlich falsch ist, muss trotzdem aus dem Zusammenhang hervorgehen.
Man kann sich auch selbst etwas einreden. Dann hält man eine erwünschte oder befürchtete Vorstellung aufrecht, obwohl Gründe dagegen sprechen können. „Auf jemanden einreden“ beschreibt zunächst die Intensität des Sprechens; die Wirkung kann beruhigend, drängend oder belastend sein.
Synonyme im Gebrauch
| Alternative | Wann sie passt | Was sich verändert |
|---|---|---|
| suggerieren | eine Vorstellung nahelegen | Ist förmlicher und kann auch ohne ausdrückliche Behauptung geschehen. |
| überzeugen | jemanden zu einer Auffassung bringen | Wirkt häufig begründeter und weniger kritisch. |
| zureden | jemanden sprachlich beeinflussen | Kann freundlich ermutigen und muss keine Täuschung meinen. |
| bedrängen | anhaltend auf jemanden einwirken | Betont den Druck, nicht allein das Sprechen. |
Zwei eigene Beispiele im Vergleich
Kritische Distanz zeigen
Ausgangssatz: Die Werbung redet uns ein, jeder kleine Fehler sei peinlich.
Alternative: Die Werbung suggeriert uns, jeder kleine Fehler sei peinlich.
Beide Fassungen distanzieren sich von der vermittelten Vorstellung. „Beweist uns“ wäre deutlich stärker und unpassend, solange keine tragfähige Begründung genannt wird.
Das Verhalten statt des Erfolgs
Ausgangssatz: Mehrere Mitschüler redeten gleichzeitig auf Ben ein.
Alternative: Mehrere Mitschüler bedrängten Ben gleichzeitig mit ihren Worten.
Der Satz beschreibt die Situation des Sprechens. Er sagt noch nicht, ob Ben seine Meinung änderte. Die Alternative hebt den möglichen Druck stärker hervor und sollte zum beschriebenen Geschehen passen.
Schreibweise und Grammatik
| Form | Wortform |
|---|---|
| Präsens | sie redet ein |
| Präteritum | sie redete ein |
| Perfekt | sie hat eingeredet |
| Infinitiv mit zu | einzureden |
Das schwache Verb ist trennbar. Bei „jemandem etwas einreden“ steht die Person im Dativ und der Inhalt als Objekt oder Nebensatz. Bei „auf jemanden einreden“ folgt nach auf der Akkusativ.
Das schwache Verb ist trennbar. Bei „jemandem etwas einreden“ steht die Person im Dativ und der Inhalt als Objekt oder Nebensatz. Bei „auf jemanden einreden“ folgt nach auf der Akkusativ.
Konjugation von einredenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | rede ein | redete ein | rede ein | redete ein |
| du | redest ein | redetest ein | redest ein | redetest ein |
| er/sie/es | redet ein | redete ein | rede ein | redete ein |
| wir | reden ein | redeten ein | reden ein | redeten ein |
| ihr | redet ein | redetet ein | redet ein | redetet ein |
| sie/Sie | reden ein | redeten ein | reden ein | redeten ein |
Das Wort treffend verwenden
Für eine Charakterisierung ist die genaue Redehandlung wichtiger als ein pauschales Etikett. Zeige, welche Behauptung wiederholt wird und wie die andere Figur darauf reagiert. Selbst wiederholtes Einreden beweist nicht automatisch bewusste Täuschungsabsicht; auch die sprechende Person kann von ihrer eigenen Vorstellung überzeugt sein.
