fernbleiben
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- fernbleiben
- Worttrennung
- fern·blei·ben
- Präsens
- bleibt fern
- Präteritum
- blieb fern
- Partizip II
- ferngeblieben
- Perfekt
- ist ferngeblieben
- Hilfsverb
- sein
- Trennbarkeit
- trennbar
- Kasus
- mit Dativ: einer Veranstaltung fernbleiben
- Ergänzungen
- einer Veranstaltung fernbleiben (Dativ)
Das Perfekt wird mit sein gebildet: „Er ist der Versammlung ferngeblieben.“ Im Gegensatz dazu beschreibt abwesend zunächst einen Zustand und kann auch geistige Unaufmerksamkeit meinen. Diese übertragene Bedeutung besitzt fernbleiben im genannten Satz nicht. Ein klarer Bericht nennt deshalb den Anlass, den betroffenen Termin und eine bekannte Begründung getrennt, statt aus dem Fernbleiben unmittelbar eine innere Haltung abzuleiten.
fernbleiben: Fernbleiben bedeutet, zu einer Veranstaltung, einem Termin oder einem erwarteten Aufenthaltsort nicht zu kommen beziehungsweise nicht teilzunehmen.
Nicht teilnehmen, ohne den Grund schon zu kennen
Wer einer Versammlung fernbleibt, nimmt nicht an ihr teil. Die Formulierung lenkt auf die Abwesenheit vom betreffenden Anlass. Der Grund ist damit noch nicht eindeutig benannt: Verhinderung, bewusste Ablehnung und ein Missverständnis kommen je nach Situation infrage.
Ein Text wird genauer, wenn er zwischen angekündigtem und unangekündigtem Fernbleiben unterscheidet. Auch entschuldigt und unentschuldigt sind zusätzliche Angaben. Das Verb allein rechtfertigt keine Behauptung, die abwesende Person habe ihre Pflichten absichtlich verletzt.
Fehlen, meiden oder schwänzen?
| Alternative | Zusätzliche Bedeutung |
|---|---|
| fehlen | Breiter und häufig neutraler; kann ebenso Gegenstände oder einen Mangel betreffen. |
| nicht teilnehmen | Unmittelbare Umschreibung ohne besondere stilistische Färbung. |
| meiden | Betont absichtlichen Abstand; setzt mehr voraus als die bloße Abwesenheit. |
| schwänzen | Unterstellt ein unerlaubtes Fernbleiben von einer erwarteten Verpflichtung. |
„Sie bleibt dem Treffen fern.“ – „Sie nimmt nicht am Treffen teil.“
Die zweite Fassung ist besonders direkt. Beide können zutreffen, ohne den Grund zu erklären. Bei einem Bericht über die Entscheidung sollte deshalb ihre angekündigte Begründung gesondert genannt werden.
„Er blieb dem Unterricht fern.“ – „Er schwänzte den Unterricht.“
Schwänzte fügt den Vorwurf unerlaubter Abwesenheit hinzu. War die Person krank oder entschuldigt, wäre diese Ersetzung irreführend. Fernbleiben ist also nicht automatisch ein Beleg für mangelnde Zuverlässigkeit.
Einer Sache fernbleiben
Die Ergänzung steht im Dativ: dem Unterricht, der Sitzung, den Feierlichkeiten fernbleiben. Das trennbare Verb lautet im Hauptsatz „Sie bleibt fern“ und im Nebensatz „weil sie fernbleibt“. Mit zu schreibt man fernzubleiben.
Das Perfekt wird mit sein gebildet: „Er ist der Versammlung ferngeblieben.“ Im Gegensatz dazu beschreibt abwesend zunächst einen Zustand und kann auch geistige Unaufmerksamkeit meinen. Diese übertragene Bedeutung besitzt fernbleiben im genannten Satz nicht. Ein klarer Bericht nennt deshalb den Anlass, den betroffenen Termin und eine bekannte Begründung getrennt, statt aus dem Fernbleiben unmittelbar eine innere Haltung abzuleiten.
Konjugation von fernbleibenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | bleibe fern | blieb fern | bleibe fern | bliebe fern |
| du | bleibst fern | bliebst fern | bleibest fern | bliebest fern |
| er/sie/es | bleibt fern | blieb fern | bleibe fern | bliebe fern |
| wir | bleiben fern | blieben fern | bleiben fern | blieben fern |
| ihr | bleibt fern | bliebt fern | bleibet fern | bliebet fern |
| sie/Sie | bleiben fern | blieben fern | bleiben fern | blieben fern |
Das Perfekt wird mit sein gebildet: „Er ist der Versammlung ferngeblieben.“ Im Gegensatz dazu beschreibt abwesend zunächst einen Zustand und kann auch geistige Unaufmerksamkeit meinen. Diese übertragene Bedeutung besitzt fernbleiben im genannten Satz nicht. Ein klarer Bericht nennt deshalb den Anlass, den betroffenen Termin und eine bekannte Begründung getrennt, statt aus dem Fernbleiben unmittelbar eine innere Haltung abzuleiten.
