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gleichtun

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
gleichtun
Worttrennung
gleich·tun
Präsens
tut gleich
Präteritum
tat gleich
Partizip II
gleichgetan
Perfekt
hat gleichgetan
Hilfsverb
haben
Infinitiv
gleichtun; gleichzutun
Trennbarkeit
trennbar: tut gleich

Reflexiver Gebrauch: nicht reflexiv

Gebrauch: Üblich in es jemandem gleichtun: nachahmen oder eine gleiche Leistung erreichen. Nicht gleich im Sinn von sofort tun.

Ergänzungen: es jemandem gleichtun; Vergleichsperson im Dativ

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

In der Verbindung es jemandem gleichtun bedeutet gleichtun, ein Verhalten nachzuahmen oder eine vergleichbare Leistung zu erreichen. Mit wollen oder versuchen kann das Ziel gemeint sein, ohne dass der Erfolg schon feststeht.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Das Verhalten einer anderen Person nachahmen

Wer es jemandem gleichtut, verhält sich in einer bestimmten Hinsicht ebenso. Es kann um eine einzelne Entscheidung, eine Gewohnheit oder einen übernommenen Schritt gehen. Eine umfassende Ähnlichkeit der Personen folgt daraus nicht.

„Nora spendet ihre alten Bühnenkostüme, und zwei Mitglieder des Ensembles tun es ihr gleich.“

Die anderen übernehmen diese konkrete Handlung. Über ihre übrigen Entscheidungen oder ihre Persönlichkeit sagt der Vergleich nichts aus.

Bedeutung 2: Eine vergleichbare Leistung erreichen

Die Verbindung kann auch besagen, dass jemand einer anderen Person in einer Leistung gleichkommt. Der Maßstab lässt sich mit in oder an genauer nennen. Ob es nur beim Ziel bleibt, zeigen Zusätze wie wollen oder versuchen.

„Bei den drei fehlerfreien Durchgängen tat es die neue Mannschaft der Vorjahresgruppe gleich.“

Die gleiche Anzahl fehlerfreier Durchgänge ist der Vergleichsmaßstab. Eine Überlegenheit der neuen Mannschaft wird nicht behauptet.

gleichtun: Synonyme und andere Wörter

Ein Verhalten übernehmen

nachahmen · ebenso handeln

Nachahmen nennt die Übernahme unmittelbar und verlangt meist ein Akkusativobjekt. Es jemandem gleichtun baut die Vergleichsperson als Dativ ein.

„Ivo räumt seinen Platz auf; die Nachbarn tun es ihm gleich.“ → „Ivo räumt seinen Platz auf; die Nachbarn handeln ebenso.“

Beide Fassungen beziehen sich auf das Aufräumen. Die Alternative lässt die persönliche Vorbildrolle sprachlich weniger hervortreten.

Streben und Erfolg unterscheiden

gleichkommen · nacheifern

Gleichkommen passt zur erreichten vergleichbaren Leistung. nacheifern bezeichnet das Bemühen um ein Vorbild und lässt das Ergebnis offen; es passt deshalb eher zu gleichtun wollen als zu einer bereits erreichten Leistung.

„Im fehlerfreien Vortrag tat es Jana ihrer Vorgängerin gleich.“ → „Im fehlerfreien Vortrag kam Jana ihrer Vorgängerin gleich.“

Der gemeinsame Maßstab ist ein Vortrag ohne Fehler. Ein bloßes Nacheifern würde dieses Ergebnis noch nicht behaupten.

Beispiele und Verwendung

Wollen lässt den Erfolg offen

„Nach Leas erstem eigenen Konzert will es ihr Bruder ihr gleichtun.“

Der Bruder verfolgt ein entsprechendes Ziel. Ob sein Konzert stattfindet, ist noch nicht gesagt.

Nicht mit sofort verwechseln

„Ich werde es dir gleichtun, aber ich werde es nicht gleich tun.“

Gleichtun bezeichnet die Nachahmung. Das getrennte gleich tun bedeutet hier sofort tun und enthält eine selbstständige Zeitangabe.

Grammatik und Beugung

Die unregelmäßigen Stammformen lauten gleichtun – tat gleich – hat gleichgetan. Im Hauptsatz steht gleich abgetrennt; der zu-Infinitiv heißt gleichzutun.

Die feste Verbindung lautet es jemandem gleichtun: es ist Akkusativ, die Vergleichsperson steht im Dativ. In Sie tut es ihm gleich bezeichnet ihm die Person, deren Verhalten oder Leistung den Maßstab bildet.

Im Präsens stehen ich tu oder tue gleich, du tust gleich und ihr tut gleich. Der Konjunktiv I hat tuest und tuet, der Konjunktiv II täte, tätest, täten und tätet.

Indikativ – Präsens
Person Form
ich tu gleich, tue gleich
du tust gleich
er/sie/es tut gleich
wir tun gleich
ihr tut gleich
sie tun gleich
Indikativ – Präteritum
Person Form
ich tat gleich
du tatest gleich, tatst gleich
er/sie/es tat gleich
wir taten gleich
ihr tatet gleich
sie taten gleich
Indikativ – Perfekt
Person Form
ich habe gleichgetan
du hast gleichgetan
er/sie/es hat gleichgetan
wir haben gleichgetan
ihr habt gleichgetan
sie haben gleichgetan
Indikativ – Plusquamperfekt
Person Form
ich hatte gleichgetan
du hattest gleichgetan
er/sie/es hatte gleichgetan
wir hatten gleichgetan
ihr hattet gleichgetan
sie hatten gleichgetan
Indikativ – Futur I
Person Form
ich werde gleichtun
du wirst gleichtun
er/sie/es wird gleichtun
wir werden gleichtun
ihr werdet gleichtun
sie werden gleichtun
Indikativ – Futur II
Person Form
ich werde gleichgetan haben
du wirst gleichgetan haben
er/sie/es wird gleichgetan haben
wir werden gleichgetan haben
ihr werdet gleichgetan haben
sie werden gleichgetan haben
Konjunktiv I – Präsens
Person Form
ich tue gleich
du tuest gleich
er/sie/es tue gleich
wir tuen gleich
ihr tuet gleich
sie tuen gleich
Konjunktiv I – Perfekt
Person Form
ich habe gleichgetan
du habest gleichgetan
er/sie/es habe gleichgetan
wir haben gleichgetan
ihr habet gleichgetan
sie haben gleichgetan
Konjunktiv I – Futur I
Person Form
ich werde gleichtun
du werdest gleichtun
er/sie/es werde gleichtun
wir werden gleichtun
ihr werdet gleichtun
sie werden gleichtun
Konjunktiv I – Futur II
Person Form
ich werde gleichgetan haben
du werdest gleichgetan haben
er/sie/es werde gleichgetan haben
wir werden gleichgetan haben
ihr werdet gleichgetan haben
sie werden gleichgetan haben
Konjunktiv II – Präteritum
Person Form
ich täte gleich
du tätest gleich
er/sie/es täte gleich
wir täten gleich
ihr tätet gleich
sie täten gleich
Konjunktiv II – Plusquamperfekt
Person Form
ich hätte gleichgetan
du hättest gleichgetan
er/sie/es hätte gleichgetan
wir hätten gleichgetan
ihr hättet gleichgetan
sie hätten gleichgetan
Konjunktiv II – Futur I
Person Form
ich würde gleichtun
du würdest gleichtun
er/sie/es würde gleichtun
wir würden gleichtun
ihr würdet gleichtun
sie würden gleichtun
Konjunktiv II – Futur II
Person Form
ich würde gleichgetan haben
du würdest gleichgetan haben
er/sie/es würde gleichgetan haben
wir würden gleichgetan haben
ihr würdet gleichgetan haben
sie würden gleichgetan haben
Imperativ
Person Form
2. Person Singular [du] tu gleich, tue gleich!
2. Person Plural [ihr] tut gleich!
Infinite Formen
Form Schreibung
Infinitiv mit zu gleichzutun
Partizip I gleichtuend
Partizip II gleichgetan

Feste Verbindungen

Es jemandem gleichtun

Eine Handlung nachahmen oder eine vergleichbare Leistung erreichen. Der Bezug muss aus dem vorherigen Satz oder einer Ergänzung hervorgehen.

„Rika verzichtete auf das Preisgeld, und ihr Team tat es ihr gleich.“

Es greift den Verzicht auf; die Verbindung erklärt keine allgemeine Gleichheit aller Beteiligten.