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nacheifern

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
nacheifern
Worttrennung
nach·ei·fern
Präsens
er/sie/es eifert nach
Präteritum
er/sie/es eiferte nach
Partizip II
nachgeeifert
Perfekt
hat nachgeeifert
Hilfsverb
haben
Infinitiv
nacheifern
Trennbarkeit
trennbar: eifert nach; im Nebensatz: nacheifert

Gebrauch: Sich bemühen, es einem Vorbild gleichzutun. Das Bemühen enthält noch keinen erreichten Erfolg.

Ergänzungen: jemandem oder einem Vorbild nacheifern (Dativ)

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Nacheifern bedeutet, sich an einem Vorbild zu orientieren und sich darum zu bemühen, etwas ähnlich gut zu machen oder zu erreichen. Das Wort hebt das Streben hervor. Es behauptet nicht schon, dass die Person ihr Vorbild tatsächlich erreicht oder übertroffen hat.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Einem Vorbild gleichkommen wollen

Eine junge Zeichnerin kann einer bewunderten Künstlerin nacheifern, indem sie deren Umgang mit Licht studiert und selbst viel zeichnet. Dazu muss sie nicht jede Einzelheit der Bilder kopieren. Entscheidend ist, dass ein Vorbild ihr eigenes Bemühen prägt.

Beim Lesen einer Geschichte sollten Wunsch und Ergebnis auseinanderbleiben. Ein starker Ehrgeiz oder viele Übungen belegen das Streben; eine gleichwertige Leistung müsste der Text zusätzlich zeigen. Auch lässt sich aus einem Vorbild nicht die gesamte Persönlichkeit der nacheifernden Figur erklären.

„Der junge Musiker eifert seinem Lehrer nach und übt dessen sorgfältige Art des Zuhörens.“

Das Beispiel nennt ein Vorbild und einen konkreten übernommenen Maßstab. Eine bereits gleiche musikalische Leistung ist nicht behauptet.

nacheifern: Synonyme und andere Wörter

Das Streben nach einem Vorbild ausdrücken

es jemandem gleichtun wollen · einem Vorbild folgen · sich an jemandem orientieren

Es jemandem gleichtun wollen betont wie nacheifern das angestrebte Ziel. Sich orientieren ist weiter und kann auch eine bloße Anregung meinen. Folgen kann zusätzliche Bedeutungen haben, etwa eine räumliche Bewegung.

„Sie eifert ihrer Mentorin nach.“ → „Sie möchte es ihrer Mentorin gleichtun.“

Das Streben bleibt im Vordergrund. Der Erfolg wird in beiden Fassungen offengelassen.

Streben und Kopieren unterscheiden

nachahmen · kopieren · erreichen

Nachahmen kann eine einzelne Handlung oder Ausdrucksweise betreffen. Kopieren legt eine unmittelbare Übernahme nahe. Erreichen behauptet ein Ergebnis, während nacheifern zunächst das Bemühen nennt.

„Er eifert dem Vorbild nach“ bedeutet noch nicht „Er hat das gleiche Ergebnis erreicht“.

Die zweite Fassung wäre eine neue Tatsachenbehauptung und deshalb kein bloßer sprachlicher Ersatz.

Beispiele und Verwendung

„Die Figur eifert ihrer älteren Schwester nach, entscheidet sich später aber für einen eigenen Beruf.“

Ein frühes Vorbild schließt eine spätere eigenständige Entwicklung nicht aus.

„In der Charakterisierung nennt die Schülerin das Vorbild und zeigt anhand zweier Szenen, was die Figur ihm nachzutun versucht.“

Die Analyse erklärt das Streben mit konkreten Handlungen, statt einen bereits erzielten Erfolg zu unterstellen.

Grammatik und Beugung

Die Stammformen lauten nacheifern – eiferte nach – hat nachgeeifert. Das Perfekt steht mit haben. Im Hauptsatz heißt es Sie eifert dem Vorbild nach, im Nebensatz weil sie dem Vorbild nacheifert. Der Infinitiv mit zu ist nachzueifern.

Das Vorbild steht im Dativ: dem Lehrer, der Schwester, einem Vorbild nacheifern. Dagegen kann man den Lehrer nachahmen mit Akkusativ sagen. Bei einem Wortwechsel muss der Satzbau also angepasst werden. Das Partizip I lautet nacheifernd, die Worttrennung nach·ei·fern.

Indikativ: Präsens und Präteritum
PersonPräsensPräteritum
icheifer nach / eifere nach / eifre nacheiferte nach
dueiferst nacheifertest nach
er/sie/eseifert nacheiferte nach
wireifern nacheiferten nach
ihreifert nacheifertet nach
sie/Sieeifern nacheiferten nach
Indikativ: Perfekt und Plusquamperfekt
PersonPerfektPlusquamperfekt
ichhabe nachgeeiferthatte nachgeeifert
duhast nachgeeiferthattest nachgeeifert
er/sie/eshat nachgeeiferthatte nachgeeifert
wirhaben nachgeeiferthatten nachgeeifert
ihrhabt nachgeeiferthattet nachgeeifert
sie/Siehaben nachgeeiferthatten nachgeeifert
Indikativ: Futur I und Futur II
PersonFutur IFutur II
ichwerde nacheifernwerde nachgeeifert haben
duwirst nacheifernwirst nachgeeifert haben
er/sie/eswird nacheifernwird nachgeeifert haben
wirwerden nacheifernwerden nachgeeifert haben
ihrwerdet nacheifernwerdet nachgeeifert haben
sie/Siewerden nacheifernwerden nachgeeifert haben
Konjunktiv: einfache Formen
PersonKonjunktiv IKonjunktiv II
icheifere nach / eifre nacheiferte nach
dueiferst nacheifertest nach
er/sie/eseifere nach / eifre nacheiferte nach
wireifern nacheiferten nach
ihreifert nacheifertet nach
sie/Sieeifern nacheiferten nach
Konjunktiv: Vergangenheit
PersonKonjunktiv I: PerfektKonjunktiv II: Vergangenheit
ichhabe nachgeeiferthätte nachgeeifert
duhabest nachgeeiferthättest nachgeeifert
er/sie/eshabe nachgeeiferthätte nachgeeifert
wirhaben nachgeeiferthätten nachgeeifert
ihrhabet nachgeeiferthättet nachgeeifert
sie/Siehaben nachgeeiferthätten nachgeeifert
Konjunktiv: Verbindungen mit werden und würde
PersonKonjunktiv I: Futur Iwürde-Form
ichwerde nacheifernwürde nacheifern
duwerdest nacheifernwürdest nacheifern
er/sie/eswerde nacheifernwürde nacheifern
wirwerden nacheifernwürden nacheifern
ihrwerdet nacheifernwürdet nacheifern
sie/Siewerden nacheifernwürden nacheifern
Konjunktiv: zusammengesetzte Formen
PersonKonjunktiv I: Futur IIwürde-Form mit Partizip II
ichwerde nachgeeifert habenwürde nachgeeifert haben
duwerdest nachgeeifert habenwürdest nachgeeifert haben
er/sie/eswerde nachgeeifert habenwürde nachgeeifert haben
wirwerden nachgeeifert habenwürden nachgeeifert haben
ihrwerdet nachgeeifert habenwürdet nachgeeifert haben
sie/Siewerden nachgeeifert habenwürden nachgeeifert haben
Imperativ
FormWortform
dueifer nach! / eifere nach! / eifre nach!
ihreifert nach!
Sieeifern Sie nach!
Infinitiv und Partizipien
FormWortform
Infinitivnacheifern
Partizip Inacheifernd
Partizip IInachgeeifert