hassen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- hassen
- Worttrennung
- has·sen
- Präsens
- hasst
- Präteritum
- hasste
- Partizip II
- gehasst
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
- Ergänzungen
- jemanden oder etwas hassen (Akkusativ)
hassen: bedeutet, starke feindselige Ablehnung zu empfinden. Im Alltag wird es auch übertreibend gebraucht, um etwas sehr unangenehm zu finden oder überhaupt nicht zu mögen.
Bedeutung und Gebrauch
„Sie hasst ihren Gegenspieler“ beschreibt eine intensive Beziehung der Ablehnung. „Ich hasse es, morgens im Regen zu warten“ kann dagegen lediglich eine sehr starke Unlust ausdrücken. Der gleiche Ausdruck ist also nicht in jeder Situation gleich schwer. Beim Umformulieren sollten die Richtung des Gefühls und die Stärke des Tons erhalten bleiben. Ein sanfteres Ersatzwort kann die Aussage verändern. Umgekehrt würde hassen eine bloße Unzufriedenheit unnötig verschärfen. Auch die Behauptung, jemand hasse eine andere Person, braucht in einer Analyse einen nachvollziehbaren Hinweis im Text.
Synonyme im Gebrauch
| Alternative | Wann sie passt – und was sich ändert |
|---|---|
| ablehnen | Ist weiter und oft sachlicher. Man kann einen Vorschlag ablehnen, ohne Hass zu empfinden. |
| verabscheuen | Bezeichnet eine starke Abscheu und liegt der Intensität häufig näher, setzt aber einen anderen emotionalen Schwerpunkt. |
| nicht leiden können | Ist eine alltägliche Umschreibung, die meist weniger drastisch wirkt und besonders bei Personen gebraucht wird. |
Beispiele im Vergleich
Gegnerschaft
„Die Rivalin hasst ihn.“ → „Die Rivalin kann ihn nicht leiden.“
Die zweite Fassung nimmt dem Verhältnis einen Teil seiner Schärfe. Wenn der Text gerade tiefe Feindseligkeit zeigt, ist sie als Zusammenfassung möglicherweise zu schwach.
Alltagssprache
„Ich hasse langes Warten.“ → „Ich warte überhaupt nicht gern lange.“
Die Umschreibung passt zu einer übertreibenden alltäglichen Äußerung. Sie macht den gemeinten Widerwillen ohne das starke Gefühlswort verständlich.
Grammatik und Verwendung
Die Formen lauten hasst, hasste, hat gehasst. In du hasst und sie hasst steht nur ein t nach ss. Das direkte Objekt steht im Akkusativ: jemanden oder etwas hassen. Ein Infinitiv kann mit es angekündigt werden: Sie hasst es, unterbrochen zu werden. Für eine Figurenbeschreibung lohnt sich die Unterscheidung zwischen der Selbstaussage „Ich hasse ihn“ und einer beobachtenden Formulierung wie „Sie spricht abwertend über ihn“. Letztere erklärt nur, was sich tatsächlich erkennen lässt.
Konjugation von hassenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | hasse | hasste | hasse | hasste |
| du | hasst | hasstest | hassest | hasstest |
| er/sie/es | hasst | hasste | hasse | hasste |
| wir | hassen | hassten | hassen | hassten |
| ihr | hasst | hasstet | hasset | hasstet |
| sie/Sie | hassen | hassten | hassen | hassten |
