hoffen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- hoffen
- Worttrennung
- hof·fen
- Präsens
- hofft
- Präteritum
- hoffte
- Partizip II
- gehofft
- Hilfsverb
- haben
hoffen: Hoffen heißt, sich eine günstige Entwicklung zu wünschen und sie für möglich zu halten, ohne ihr Eintreten sicher zu wissen.
Bedeutung und Zusammenhang
Wer hofft, richtet einen Wunsch auf etwas noch Ungewisses. Das kann eine persönliche Begegnung, eine Lösung oder eine Verbesserung sein. Die positive Erwartung kann gut begründet oder sehr unsicher sein. Das zugehörige Nomen Hoffnung bezeichnet diese offene positive Erwartung. Das Verb allein verrät nicht, wie wahrscheinlich das erhoffte Ergebnis tatsächlich ist.
Mit auf nennt man häufig den erhofften Ausgang oder eine Person, auf deren Hilfe man baut. Ein dass-Satz formuliert den gewünschten Sachverhalt vollständig. Hoffen kann außerdem ohne Ergänzung stehen: Dann geht es allgemein um die Zuversicht, dass sich noch etwas zum Guten wenden lässt.
Synonyme im Gebrauch
Erwarten klingt oft bestimmter und kann auch ein unerwünschtes Ereignis betreffen. Wünschen betont das Gewollte; eine tatsächliche Aussicht darauf ist dafür nicht nötig. Hoffen verbindet den Wunsch mit einer offenen Möglichkeit.
Auf jemanden vertrauen hebt die Verlässlichkeit einer Person hervor. Mit etwas rechnen bezeichnet eher eine Einschätzung als einen Wunsch. Für eine präzise Darstellung ist deshalb wichtig, ob eine Figur etwas will, vorhersagt oder anderen zutraut.
Wörter im Satz vergleichen
Vergleiche: „Mira hofft, dass ihr Brief rechtzeitig ankommt.“
„Mira erwartet, dass ihr Brief rechtzeitig ankommt.“
Beide Sätze richten sich auf dieselbe Zukunft. Hoffen lässt die Unsicherheit deutlicher spüren; erwarten kann eine begründete Annahme oder sogar einen Anspruch ausdrücken. Keiner der Sätze beweist die tatsächliche Zustellung.
Vergleiche: „Das Team hofft auf Unterstützung.“
„Das Team rechnet mit Unterstützung.“
Im ersten Satz ist Hilfe erwünscht und möglich. Der zweite stellt sie stärker als Bestandteil der Planung dar. Wird die Hilfe fest eingeplant, sollte der Text dafür eine Grundlage nennen.
Verwendung und Satzbau
Die Verbindung lautet auf etwas hoffen: „Wir hoffen auf eine rasche Antwort.“ Der Gegenstand steht hier im Akkusativ. Alternativ folgt ein dass-Satz: „Wir hoffen, dass die Antwort bald kommt.“ Das Komma trennt Haupt- und Nebensatz.
Bei gleichem handelndem Subjekt ist häufig eine Infinitivgruppe möglich: „Ich hoffe, den Schlüssel wiederzufinden.“ Soll eine andere Person handeln, ist ein vollständiger Satz klarer: „Ich hoffe, dass du den Schlüssel findest.“ Die Wahl macht sichtbar, wessen Handlung erhofft wird.
Formen und Grammatik
Die Hauptformen lauten hofft – hoffte – hat gehofft. Das Verb wird schwach gebeugt. Die Tabelle zeigt die einfachen Formen im Aktiv; die Markierung hebt die jeweiligen Endungen hervor.
Hoffen konjugieren
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | hoffe | hoffte | hoffe | hoffte |
| du | hoffst | hofftest | hoffest | hofftest |
| er/sie/es | hofft | hoffte | hoffe | hoffte |
| wir | hoffen | hofften | hoffen | hofften |
| ihr | hofft | hofftet | hoffet | hofftet |
| sie/Sie | hoffen | hofften | hoffen | hofften |
Der Konjunktiv I kann eine fremde Aussage kennzeichnen: Die Sprecherin erklärt, sie hoffe auf eine Einigung. Die einfachen Formen des Konjunktivs II stimmen hier mit dem Präteritum überein. Zur deutlichen Kennzeichnung einer gedachten Situation kann man die würde-Form verwenden: An ihrer Stelle würde ich ebenfalls auf eine Einigung hoffen.
Worttrennung
Die Grundform wird hof·fen getrennt.
Feste Verbindungen und Wendungen
Hoffen wir das Beste drückt eine positive Haltung bei offenem Ausgang aus: „Die Prüfung ist abgegeben; hoffen wir das Beste.“ Es ist eine Ermunterung, keine Zusicherung, dass alles gelingt.
