Hoffnung
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Hoffnung
- Worttrennung
- Hoff·nung
- Artikel
- die
- Geschlecht
- feminin
- Genitiv
- der Hoffnung
- Plural
- Hoffnungen für einzelne Erwartungen; als allgemeine Zuversicht ohne Plural
Als allgemeine Zuversicht ohne Plural. Hoffnungen kann einzelne Erwartungen oder Personen bezeichnen, denen besondere Leistungen zugetraut werden.
Hoffnung: Hoffnung ist die auf eine günstige Möglichkeit gerichtete Erwartung; das Wort kann auch eine Person bezeichnen, der man viel zutraut.
Bedeutung und Zusammenhang
Hoffnung richtet sich auf eine noch nicht sichere gute Entwicklung. Wer Hoffnung auf eine Einigung hat, hält sie für möglich und wünscht sie sich. Eine Garantie ist damit nicht verbunden. Hoffnung kann bestehen bleiben, obwohl die Lage schwierig ist; ob sie begründet ist, muss der weitere Zusammenhang zeigen.
Als allgemeine Zuversicht steht Hoffnung ohne Plural. Einzelne Wünsche und Erwartungen lassen sich dagegen als Hoffnungen zusammenfassen. Eine weitere Bedeutung erscheint in Sätzen über begabte Menschen: Eine junge Forscherin kann als Hoffnung ihres Fachs bezeichnet werden. Gemeint sind dann die hohen Erwartungen an ihre künftigen Leistungen.
Synonyme im Gebrauch
Zuversicht betont häufig ein gefestigteres Vertrauen. Erwartung kann sowohl positiv als auch negativ sein. Wunsch sagt zunächst nur, was jemand gern hätte. Hoffnung setzt demgegenüber eine offene gute Möglichkeit in den Mittelpunkt.
Chance oder Aussicht können die Möglichkeit selbst bezeichnen. Hoffnung beschreibt oft die Haltung dazu. Ein Mensch kann große Hoffnung haben, obwohl die sachlich erkennbare Chance gering ist. Die beiden Ebenen sollten in einem Bericht getrennt bleiben.
Wörter im Satz vergleichen
Vergleiche: „Nach der Nachricht schöpften die Wartenden Hoffnung.“
„Nach der Nachricht erhielten die Wartenden Gewissheit.“
Hoffnung eröffnet eine positive Möglichkeit. Gewissheit würde bedeuten, dass eine entsprechende Information bereits als sicher gilt. Die zweite Formulierung behauptet deutlich mehr.
Vergleiche: „Ihre Hoffnungen auf mehrere Ausbildungsplätze erfüllten sich.“
„Ihre Hoffnung auf einen Ausbildungsplatz gab ihr Kraft.“
Der Plural im ersten Satz bündelt einzelne Erwartungen. Im zweiten wird eine Hoffnung als innere Stütze beschrieben. Die Form allein sagt noch nichts über den späteren Erfolg.
Verwendung und Satzbau
Typische Verbindungen sind Hoffnung auf etwas haben, Hoffnungen an etwas knüpfen und die Hoffnung nicht aufgeben. Das Verb hoffen beschreibt die entsprechende Haltung. Eine präzise Ergänzung hilft: Statt „Die Maßnahme macht Hoffnung“ kann man erläutern, welche Verbesserung möglich erscheint und worauf diese Einschätzung beruht.
In einer Figurenanalyse sollte Hoffnung an Gedanken oder Handlungen sichtbar werden. Das wiederholte Warten auf einen Brief kann sie belegen, wenn die Figur darin eine gute Nachricht erwartet. Bloßes Warten ohne Kenntnis ihrer Erwartung reicht dafür nicht aus.
Feste Verbindungen und Wendungen
Guter Hoffnung sein kann in älterer, verhüllender Sprache „schwanger sein“ bedeuten. „Die junge Frau war guter Hoffnung“ benötigt daher den Kontext. Heute kann dieselbe Verbindung mit einem dass-Satz auch einfach Zuversicht ausdrücken.
Grammatik und Wortformen
Als allgemeine Zuversicht ohne Plural. Hoffnungen kann einzelne Erwartungen oder Personen bezeichnen, denen besondere Leistungen zugetraut werden.
Deklination von HoffnungDie vier Fälle
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Hoffnung | die Hoffnungen |
| Genitiv | der Hoffnung | der Hoffnungen |
| Dativ | der Hoffnung | den Hoffnungen |
| Akkusativ | die Hoffnung | die Hoffnungen |
