jobben
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- jobben
- Worttrennung
- job·ben
- Präsens
- er / sie jobbt
- Präteritum
- er / sie jobbte
- Partizip II
- gejobbt
- Perfekt
- hat gejobbt
- Hilfsverb
- haben
- Infinitiv
- jobben
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
Reflexiver Gebrauch: nicht reflexiv
Gebrauch: Schwaches Verb; umgangssprachlich, gewöhnlich ohne Akkusativobjekt.
Ergänzungen: bei jemandem / in einem Betrieb / als Aushilfe jobben
Definition · kurz erklärt
Jobben heißt, eine meist vorübergehende Arbeit auszuüben, um Geld zu verdienen. Das umgangssprachliche Verb hebt häufig die Erwerbsgelegenheit hervor, etwa in den Ferien oder neben einer anderen Tätigkeit.
Bedeutungen
Wer jobbt, verrichtet eine bezahlte Tätigkeit. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Aushilfe oder eine wiederkehrende Nebentätigkeit handeln. Das Wort sagt aber nicht von sich aus, wie hoch der Verdienst ist, wie viele Stunden gearbeitet werden oder welche vertraglichen Bedingungen gelten.
Die zeitliche Begrenzung ist typisch, jedoch keine genaue Frist: Jemand kann über längere Zeit immer wieder jobben. Auch die fachlichen Anforderungen lassen sich nicht aus dem Verb ableiten. „Jobben“ ist eine Bezeichnung der Tätigkeit im Alltag, keine Bewertung, die Arbeit sei leicht oder unwichtig.
jobben: Synonyme und andere Wörter
Eine Erwerbstätigkeit beschreiben
arbeiten · einer bezahlten Tätigkeit nachgehen
Arbeiten ist weiter: Es kann auch unbezahlte Arbeit, Hausarbeit oder das Bearbeiten einer Aufgabe meinen. Die Umschreibung mit „bezahlt“ erhält den Erwerbsaspekt. Sie klingt förmlicher und lässt die typische Vorstellung einer vorübergehenden Beschäftigung offen.
„Sie jobbt während der Semesterferien im Laden.“ → „Sie arbeitet während der Semesterferien im Laden.“ Die zeitliche Begrenzung bleibt durch den Zusatz erhalten.
Die Art der Tätigkeit genauer nennen
aushelfen · nebenbei arbeiten
Aushelfen betont eine unterstützende Aufgabe und sagt allein noch nichts über Bezahlung. Nebenbei arbeiten passt nur, wenn die Arbeit tatsächlich neben einer anderen Haupttätigkeit erfolgt. Beide Ersatzformulierungen brauchen einen entsprechenden Zusammenhang.
„Er jobbt abends im Kino“ kann zu „Er arbeitet abends neben seinem Studium im Kino“ präzisiert werden, wenn das Studium im Text belegt ist.
Verwendung und Beispiele
„In den Ferien jobbte Ella zwei Wochen lang am Empfang des Schwimmbads.“
Dauer und Aufgabe werden ausdrücklich genannt. Die Formulierung liefert damit mehr als die pauschale Angabe „Sie arbeitete“. Über die Höhe ihres Verdienstes enthält der Satz keine Information.
„Er hat mehrere Jahre neben dem Studium gejobbt.“
Das Beispiel zeigt, dass jobben nicht zwingend eine einzige sehr kurze Tätigkeit bezeichnet. Der Nebentätigkeitscharakter ergibt sich hier aus „neben dem Studium“. Ob die Arbeitsstelle zwischendurch wechselte, bleibt offen.
Grammatik
Jobben wird schwach konjugiert: jobbt, jobbte, hat gejobbt. In diesen Formen bleibt das doppelte b erhalten. Der Imperativ für eine Person lautet „jobbe!“ oder verkürzt „jobb!“. Das Verb braucht in seiner Grundverwendung kein Akkusativobjekt; Ort oder Funktion können mit passenden Präpositionen ergänzt werden.
| Person | Präsens | Präteritum | Perfekt |
|---|---|---|---|
| ich | ich jobbe | ich jobbte | ich habe gejobbt |
| du | du jobbst | du jobbtest | du hast gejobbt |
| er / sie / es | er/sie/es jobbt | er/sie/es jobbte | er/sie/es hat gejobbt |
| wir | wir jobben | wir jobbten | wir haben gejobbt |
| ihr | ihr jobbt | ihr jobbtet | ihr habt gejobbt |
| sie | sie jobben | sie jobbten | sie haben gejobbt |
| Person | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|
| ich | ich jobbe | ich jobbte |
| du | du jobbest | du jobbtest |
| er / sie / es | er/sie/es jobbe | er/sie/es jobbte |
| wir | wir jobben | wir jobbten |
| ihr | ihr jobbet | ihr jobbtet |
| sie | sie jobben | sie jobbten |
| Anrede | Imperativ |
|---|---|
| du | jobbe! |
| ihr | jobbt! |
| Sie | jobben Sie! |
In Bewerbung und Lebenslauf
In einem persönlichen Gespräch passt „Ich habe dort gejobbt“. Im Lebenslauf ist die konkrete Funktion oft hilfreicher, etwa „Aushilfe am Empfang“. So beschreibt man die ausgeübten Aufgaben genauer. Beruflich und vorübergehend beantworten unterschiedliche Fragen: nach dem Tätigkeitsbereich und nach der Dauer.
