nominieren
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- nominieren
- Worttrennung
- no·mi·nie·ren
- Präsens
- er/sie/es nominiert
- Präteritum
- er/sie/es nominierte
- Partizip II
- nominiert
- Perfekt
- er/sie/es hat nominiert
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
Gebrauch: Schwach gebeugt. Nominierung bedeutet Benennung als Kandidat oder Teilnehmer, nicht automatisch Sieg oder endgültige Wahl.
Ergänzungen: jemanden für etwas nominieren
Definition · kurz erklärt
Nominieren bedeutet, jemanden als Kandidaten, Anwärter oder Teilnehmer zu benennen. Wer für einen Preis nominiert ist, hat ihn dadurch noch nicht gewonnen. Im Sport kann das Wort auch die Auswahl für eine Teilnahme oder einen Einsatz bezeichnen.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Als Kandidaten oder Teilnehmer benennen
Eine Person wird für eine Wahl, Aufgabe, Auszeichnung oder Teilnahme bestimmt. Die genaue Bedeutung hängt vom jeweiligen Auswahlverfahren ab: Eine Kandidatur ist noch keine Wahl, eine Aufnahme in eine Auswahl kann dagegen die Teilnahme ermöglichen.
„Die Jury nominierte drei Jugendromane für den Preis.“
Die drei Werke gehören zur Auswahl. Welches Buch später gewinnt, wird nicht gesagt.
nominieren: Synonyme und andere Wörter
Bei einer Kandidatur
aufstellen · als Kandidaten benennen · vorschlagen
Aufstellen und als Kandidaten benennen passen bei einer Wahl. Vorschlagen kann einen früheren, noch unverbindlicheren Schritt bezeichnen. Der genaue Stand des Verfahrens muss erhalten bleiben.
„Die Gruppe nominierte Lea für die Wahl.“ → „Die Gruppe stellte Lea als Kandidatin auf.“ Der Kandidatenstatus bleibt deutlich.
Bei einer Teilnahme
auswählen · für den Einsatz bestimmen
Diese Umschreibungen passen etwa im Sport. Sie sagen nichts über einen späteren Erfolg. Auswählen ist weiter und kann auch Entscheidungen außerhalb eines förmlichen Verfahrens meinen.
„Die Trainerin nominierte die Spielerin für das Turnier.“ → „Die Trainerin wählte die Spielerin für das Turnier aus.“ Eine tatsächliche Spielzeit ist damit noch nicht zugesichert.
Beispiele und Verwendung
Erfolg nicht vorwegnehmen
„Der Film ist nominiert; die Preisverleihung findet erst später statt.“
Die zeitliche Ergänzung zeigt, weshalb nominiert und ausgezeichnet keine austauschbaren Wörter sind.
Die Ergänzung klar angeben
„Die Klasse nominiert zwei Personen für den Schulrat.“
Für den Schulrat benennt das Ziel. Wer nominiert wird, steht als Akkusativobjekt im Satz.
Grammatik und Beugung
Nominieren ist ein schwaches, nicht trennbares Verb: nominiert, nominierte, hat nominiert. Das Partizip II heißt ohne ge- nominiert.
Die Worttrennung lautet no·mi·nie·ren. In jemanden für einen Preis nominieren steht die benannte Person im Akkusativ.
Konjunktiv I eignet sich für die Wiedergabe einer Aussage: sie nominiere. Der Konjunktiv II stimmt bei diesem Verb mit dem Präteritum überein; für eine klar erkennbare Bedingung ist häufig die würde-Form verständlicher. Die Tabellen zeigen tatsächlich belegte aktive Formen, keine Erfolgsaussagen.
| Person | Präsens | Präteritum | Perfekt |
|---|---|---|---|
| ich | ich nominiere | ich nominierte | ich habe nominiert |
| du | du nominierst | du nominiertest | du hast nominiert |
| er/sie/es | er/sie/es nominiert | er/sie/es nominierte | er/sie/es hat nominiert |
| wir | wir nominieren | wir nominierten | wir haben nominiert |
| ihr | ihr nominiert | ihr nominiertet | ihr habt nominiert |
| sie | sie nominieren | sie nominierten | sie haben nominiert |
| Person | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|
| ich | ich nominiere | ich nominierte |
| du | du nominierest | du nominiertest |
| er/sie/es | er/sie/es nominiere | er/sie/es nominierte |
| wir | wir nominieren | wir nominierten |
| ihr | ihr nominieret | ihr nominiertet |
| sie | sie nominieren | sie nominierten |
| Anrede | Form |
|---|---|
| du | nominier! / nominiere! |
| ihr | nominiert! |
| Sie | nominieren Sie! |
