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normen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
normen
Worttrennung
nor·men
Präsens
er/sie/es normt
Präteritum
er/sie/es normte
Partizip II
genormt
Perfekt
er/sie/es hat genormt
Hilfsverb
haben
Trennbarkeit
nicht trennbar

Gebrauch: Fachsprachlich eine Norm zur Vereinheitlichung aufstellen oder etwas daran ausrichten. Übertragen kann eine unerwünschte Gleichförmigkeit kritisiert werden.

Ergänzungen: etwas normen

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Normen bedeutet, für etwas eine Norm zur Vereinheitlichung aufzustellen oder etwas an einer solchen Norm auszurichten. Im übertragenen Gebrauch kann das Verb auch kritisch ausdrücken, dass individuelle Unterschiede einem festen Muster untergeordnet werden.

Bedeutungen

Bedeutung 1: Einen gemeinsamen Maßstab festlegen

Beim Normen werden Merkmale oder Anforderungen einheitlich bestimmt. Genormte Teile entsprechen einer entsprechenden Norm. Welche Merkmale erfasst sind, muss die jeweilige Norm festlegen; nicht jede Eigenschaft wird dadurch vereinheitlicht.

„Die Bauteile sind in ihren Anschlussmaßen genormt.“

Der Satz nennt einen bestimmten Merkmalsbereich. Farbe oder Material müssen damit noch nicht festgelegt sein.

Bedeutung 2: Gleichförmigkeit kritisieren

Bildlich kann normen die Unterordnung unter ein starres Muster beschreiben. Die Wortwahl bewertet dann die Einschränkung individueller Möglichkeiten.

„Die Figur wirft der Schule vor, alle Lebensentwürfe normen zu wollen.“

Das ist ein kritisches Bild für Gleichförmigkeit, keine Aussage über ein technisches Normungsverfahren.

normen: Synonyme und andere Wörter

Beim technischen Maßstab

standardisieren · vereinheitlichen · eine Norm aufstellen

Eine Norm aufstellen ist die unmittelbare Umschreibung. Vereinheitlichen ist weiter. Eichen bezeichnet einen besonderen Prüfzusammenhang und ist kein beliebiges Ersatzwort für jede Normfestlegung.

„Die Maße werden genormt.“ → „Für die Maße wird eine gemeinsame Norm festgelegt.“ Der Bezug auf einen Maßstab bleibt erhalten.

Verwandte Vorgänge unterscheiden

normieren · anpassen · prüfen

Normieren überschneidet sich mit normen. Prüfen stellt dagegen fest, ob Anforderungen erfüllt sind; es stellt diese Anforderungen nicht notwendig selbst auf.

„Die Maße werden geprüft.“ kann eine Prüfung vorhandener Teile meinen, ohne dass dabei eine neue Norm entsteht.

Beispiele und Verwendung

Den Geltungsbereich nennen

„Die Regel vereinheitlicht das Format, lässt die Gestaltung des Inhalts aber frei.“

Eine Norm kann einen begrenzten Bereich regeln. Daraus folgt nicht immer eine vollständige Gleichförmigkeit.

Wortart und Schreibung unterscheiden

„Die Normen gelten. Wir normen die Maße.“

Im ersten Satz ist Normen der großgeschriebene Plural des Nomens, im zweiten normen eine Verbform.

Grammatik und Beugung

Die Hauptformen lauten normt, normte, hat genormt. Das schwache Verb bildet das Perfekt mit haben. Die Worttrennung lautet nor·men.

Die Tabelle zeigt die üblichen Formen wie ich norme, ihr normt und wir normten. Das Partizip II lautet genormt.

Ein Akkusativobjekt kann benennen, was vereinheitlicht wird: die Anschlussmaße normen. Der Inhalt der zugrunde gelegten Norm muss aus dem jeweiligen Zusammenhang bekannt sein.

normen: Indikativ im Aktiv
PersonPräsensPräteritumPerfekt
ichich normeich normteich habe genormt
dudu normstdu normtestdu hast genormt
er/sie/eser/sie/es normter/sie/es normteer/sie/es hat genormt
wirwir normenwir normtenwir haben genormt
ihrihr normtihr normtetihr habt genormt
siesie normensie normtensie haben genormt
normen: Konjunktiv I und II im Aktiv
PersonKonjunktiv IKonjunktiv II
ichich normeich normte
dudu normestdu normtest
er/sie/eser/sie/es normeer/sie/es normte
wirwir normenwir normten
ihrihr normetihr normtet
siesie normensie normten
normen: Imperativ
AnredeForm
dunorm! / norme!
ihrnormt!
Sienormen Sie!