O-Ton
Form & Grammatik
- Stichwort
- O-Ton
- Worttrennung
- O-Ton
- Langform
- Originalton
- Kürzelart
- Kurzwort
- Schreibung
- O-Ton mit großem O und T und festem Bindestrich; Einzahl nicht trennen.
- Artikel
- der O-Ton
- Geschlecht
- Maskulinum
- Genitiv
- des O-Tons / des O-Tones
- Plural
- die O-Töne
Gebrauch: Maskulines Substantiv: der O-Ton; Genitiv des O-Tons oder des O-Tones; Plural O-Töne, Dativ Plural O-Tönen. Plural hat Umlaut und reguläre Fallformen.
Definition · kurz erklärt
O-Ton ist die Kurzform von Originalton. Gemeint sein können der ursprüngliche Ton eines Films, eine verwendete Tonaufnahme oder eine wörtlich wiedergegebene Äußerung. Es heißt der O-Ton; die Mehrzahl lautet die O-Töne.
Bedeutungen
1 Eine ursprüngliche Tonaufnahme
Im Film kann O-Ton die ursprüngliche Tonfassung bezeichnen. Im Hörfunk und in anderen Audiobeiträgen ist häufig eine Aufnahme gemeint, die in den Beitrag eingebaut wird. Dabei hört man beispielsweise die Stimme einer befragten Person selbst. Ein O-Ton kann ein Ausschnitt sein; das Wort verspricht keine vollständige, ungekürzte Wiedergabe des gesamten Gesprächs.
„Nach der Anmoderation folgt ein O-Ton der Zeugin.“
Im Beispiel hört man die aufgezeichnete Aussage der Zeugin. Die Redaktion erzählt ihren Inhalt an dieser Stelle nicht bloß mit eigenen Worten nach. Ob die Aussage zutrifft, ist eine zusätzliche Frage.
2 Eine wörtlich angeführte Äußerung
Auch außerhalb einer hörbaren Aufnahme kann O-Ton eine ursprüngliche Äußerung hervorheben. In einem geschriebenen Bericht lenkt der Ausdruck dann den Blick auf das tatsächlich Gesagte. Die Verwendung ist besonders in journalistischen und informellen Zusammenhängen üblich.
„O-Ton meiner Schwester: ‚Das probiere ich noch einmal.‘“
Hier wird ein eigener Beispielsatz als wörtliche Äußerung angeführt. Die Formulierung verlangt nicht, dass eine Audiodatei abgespielt wird. Der Doppelpunkt kündigt den Wortlaut an.
O-Ton, Zitat und Zusammenfassung
Ein Zitat übernimmt einen Wortlaut. O-Ton betont im Audiobeitrag zusätzlich die aufgenommene Originalstimme; im geschriebenen Text können sich die Ausdrücke überschneiden. „Der Beitrag enthält ein Zitat“ lässt das Medium offen. „Der Beitrag spielt einen O-Ton ein“ bezeichnet ausdrücklich eine hörbare Aufnahme.
Eine Zusammenfassung gibt den Inhalt mit eigenen Worten wieder. Das ist etwas anderes als eine wörtliche Wiedergabe. Auch Interview und O-Ton sind nicht gleichbedeutend: Das Interview ist die Befragung beziehungsweise deren Darstellung; ein daraus gewählter O-Ton kann nur einen Teil umfassen.
Beispiele und Verwendung
„Die Reportage enthält drei O-Töne.“ Gemeint sind drei verwendete Aufnahmen oder Ausschnitte. Daraus folgt nicht, dass drei verschiedene Menschen zu hören sein müssen.
„Wir sehen den Film im O-Ton mit Untertiteln.“ Die hörbare Fassung und der zusätzlich eingeblendete Text werden gemeinsam beschrieben. O-Ton allein benennt keine bestimmte Sprache und kündigt für sich genommen auch keine Untertitel an.
Grammatik und Beugung
O-Ton ist ein maskulines Substantiv. O steht für Original; der Bindestrich gehört zur Schreibung. Die Einzahl wird nicht getrennt. Anders als ein unverändertes Schreibkürzel hat dieses Kurzwort eigene gebeugte Formen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der O-Ton | die O-Töne |
| Genitiv | des O-Tons / O-Tones | der O-Töne |
| Dativ | dem O-Ton | den O-Tönen |
| Akkusativ | den O-Ton | die O-Töne |
Im Plural wird o zu ö: O-Töne. Der Dativ Plural lautet O-Tönen, etwa mit mehreren O-Tönen. Eine Verbindung wie O-Ton-Aufnahme wird durch einen weiteren Bindestrich zusammengehalten.
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