banal
Form & Grammatik
- Lemma
- banal
- Wortart
- Adjektiv
- Worttrennung
- ba·nal
- Steigerung und Gebrauch
- banaler · am banalsten; kein Umlaut.
Banal bedeutet je nach Zusammenhang gewöhnlich oder sehr einfach, häufig auch gedanklich anspruchslos und nichtssagend.
Bedeutungen
Ohne besonderen gedanklichen Gehalt
Eine banale Aussage bietet wenig Neues oder bleibt bei einer Selbstverständlichkeit stehen, obwohl eine genauere Erklärung nötig wäre. Das Wort ist dabei meist kritisch. Ein kurzer Satz ist dagegen nicht allein wegen seiner Kürze banal.
„Der Rat blieb banal: Man müsse sich eben mehr Mühe geben.“
Die Aussage hilft bei der konkreten Frage noch nicht weiter. Die Kritik richtet sich auf ihren Informationswert, nicht auf einfache Sprache.
Alltäglich oder leicht zu lösen
Ein Fehler oder eine Ursache kann banal heißen, wenn er gewöhnlich und leicht erklärbar ist. Eine Aufgabe kann für eine erfahrene Person banal sein, für eine Anfängerin aber schwierig. Die Perspektive sollte deshalb genannt werden.
„Die lange gesuchte Störung hatte eine banale Ursache: ein loses Kabel.“
Die Ursache ist unspektakulär. Die Folgen der Störung können trotzdem erheblich gewesen sein.
banal: Synonyme und andere Wörter
Bei einer leeren Aussage
nichtssagend · oberflächlich · anspruchslos
Nichtssagend betont den geringen Informationswert. Oberflächlich meint fehlende Vertiefung. Gewöhnlich kann neutral sein und enthält nicht immer dieselbe Kritik.
Die Erläuterung blieb banal. → Die Erläuterung blieb nichtssagend.
Bei geringer Schwierigkeit
einfach · alltäglich · leicht
Einfach kann ein Lob für Klarheit sein. Banal kann dagegen herabsetzend klingen, wenn damit ein Problem anderer ohne Erklärung abgetan wird.
Für die Fachperson war der Schritt banal. → Für die Fachperson war der Schritt leicht.
Beispiele und Verwendung
„Für die erfahrene Musikerin war der Rhythmus banal, für den Anfänger noch ungewohnt.“
Der unterschiedliche Kenntnisstand erklärt die Bewertung. In einer hilfreichen Rückmeldung wird der einfache Lösungsweg gezeigt, statt die Schwierigkeit des Gegenübers abzuwerten.
„Der erste Rat blieb banal; erst der zweite nannte eine Reihenfolge für die beiden Aufgaben.“
Die Gegenüberstellung verbindet das Urteil mit einem konkreten Unterschied. Auch der bessere Rat kann kurz und einfach formuliert sein.
Grammatik und Beugung
Banal hat ein n. Die Steigerung lautet banaler und am banalsten, ohne Umlaut. In ein banaler Satz ist -er die Endung der Grundstufe; in Der zweite Satz ist banaler kennzeichnet es den Vergleich. Das Nomen heißt Banalität, die substantivierte Form das Banale.
Die Tabellen zeigen die gebeugte Grundstufe. In der gemischten Deklination gilt der Plural etwa nach keine oder meine; der unbestimmte Artikel ein hat keinen Plural. Die dezent markierten Teile sind tatsächliche Endungen.
| Fall | Maskulinum | Femininum | Neutrum | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | banaler | banale | banales | banale |
| Genitiv | banalen | banaler | banalen | banaler |
| Dativ | banalem | banaler | banalem | banalen |
| Akkusativ | banalen | banale | banales | banale |
| Fall | Maskulinum | Femininum | Neutrum | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | banale | banale | banale | banalen |
| Genitiv | banalen | banalen | banalen | banalen |
| Dativ | banalen | banalen | banalen | banalen |
| Akkusativ | banalen | banale | banale | banalen |
| Fall | Maskulinum | Femininum | Neutrum | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | banaler | banale | banales | banalen |
| Genitiv | banalen | banalen | banalen | banalen |
| Dativ | banalen | banalen | banalen | banalen |
| Akkusativ | banalen | banale | banales | banalen |
Herkunft
Banal wurde aus dem Französischen übernommen. In der französischen Wortgeschichte bezeichnete es auch etwas, das allen in einem bestimmten Bezirk gemeinsam zustand. Daraus entwickelte sich der Bezug auf das Allgemeine und Gewöhnliche; heute kann das Wort zusätzlich fehlenden gedanklichen Gehalt kritisieren.
