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fatal

Form & Grammatik

AdjektivFremdwort
Lemma
fatal
Wortart
Adjektiv
Worttrennung
fa·tal
Steigerung und Gebrauch
fatal – fataler – am fatalsten. Vergleich bei einer unangenehmen Lage oder schwerwiegenden Folgen; nicht automatisch tödlich oder unvermeidlich.

Fatal bedeutet sehr unangenehm oder in Verlegenheit bringend. Es kann außerdem etwas bezeichnen, das erhebliche nachteilige Folgen hat.

Bedeutungen

Sehr unangenehm oder peinlich

Eine fatale Lage kann Ärger oder Verlegenheit verursachen. In diesem Gebrauch muss kein großes Unglück eintreten; die Situation wird als besonders misslich bewertet.

„Die vertauschten Namen brachten die Gastgeberin in eine fatale Lage.“

Die Verwechslung verursacht Verlegenheit. Der Satz allein belegt noch keine schweren Folgeschäden.

Verhängnisvolle Folgen nach sich ziehend

Fatal kann eine Entscheidung oder einen Fehler nach dessen weitreichenden Auswirkungen bewerten. Die Tragweite sollte im Text erkennbar sein.

„Die ungeprüfte Reservierung erwies sich als fatal: Der Aufführungsraum war vergeben, die Einladungen aber schon gedruckt.“

Mehrere weitere Schritte hingen von einer falschen Annahme ab. Das begründet die starke Bewertung über eine kleine Unachtsamkeit hinaus.

fatal: Synonyme und andere Wörter

Missliche Situation

unangenehm · peinlich · ärgerlich

Unangenehm ist weiter und meist schwächer. Peinlich rückt Verlegenheit in den Vordergrund, ärgerlich den Anlass zum Ärger. Fatal kann diese Situation stärker zuspitzen.

„Die Verwechslung war fatal.“ – „Die Verwechslung war peinlich.“ Der zweite Satz grenzt die Folgen auf Verlegenheit ein.

Schwere Auswirkungen

verhängnisvoll · folgenschwer · fehlerhaft

Verhängnisvoll und folgenschwer passen zu erheblichen Auswirkungen. Fehlerhaft beschreibt dagegen, dass ein Fehler vorliegt. Nicht jeder Fehler hat schwere Folgen, und nicht jede folgenschwere Entscheidung beruht auf einem einfachen Versehen.

„Die fehlerhafte Notiz blieb ohne Folgen.“ Das widerspricht sich nicht. Eine fatale Fehlplanung müsste durch ihre Auswirkungen erklärt werden.

Beispiele und Verwendung

In einer erfundenen Theatergeschichte hält ein Organisator eine vorläufige Anfrage für eine feste Zusage. Er lässt Einladungen drucken, bevor der Raum verbindlich reserviert ist. Als der Irrtum auffällt, muss die Gruppe die Aufführung verlegen. Der konkrete Ablauf trägt die Bewertung fatal für die Planung.

Fatal bedeutet im Deutschen nicht automatisch tödlich. Eine fatale Verwechslung kann ein Vorhaben scheitern lassen, ohne dass jemand verletzt wird. Ebenso behauptet das Wort nicht, das Ergebnis sei von vornherein unvermeidlich gewesen.

Für eine Charakterisierung sollte der Fehler vom Urteil über die Person getrennt werden. Wie der Organisator reagiert, Verantwortung übernimmt oder nach einer Lösung sucht, verlangt zusätzliche Textbelege.

Grammatik und Beugung

Die Formen lauten ein fataler Irrtum, eine fatale Entscheidung und mit fatalen Folgen. Nach sich auswirken bleibt die Form ungebeugt: Die Verwechslung wirkte sich fatal aus.

Die Steigerung lautet fataler, am fatalsten. Verglichen werden die Schwere einer Lage oder ihrer Auswirkungen. Fataler in ein fataler Irrtum ist zunächst die gebeugte Grundstufe; erst ein Zusammenhang wie fataler als der erste Irrtum zeigt einen Vergleich.

Die Tabellen zeigen die gebeugte Grundstufe. Bei der gemischten Deklination steht der Plural etwa nach keine oder meine; der unbestimmte Artikel ein hat keinen Plural. Markiert sind die tatsächlichen Endungen.

fatal: Starke Deklination – ohne Artikel
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativfatalerfatalefatalesfatale
Genitivfatalenfatalerfatalenfataler
Dativfatalemfatalerfatalemfatalen
Akkusativfatalenfatalefatalesfatale
fatal: Schwache Deklination – nach der, die, das
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativfatalefatalefatalefatalen
Genitivfatalenfatalenfatalenfatalen
Dativfatalenfatalenfatalenfatalen
Akkusativfatalenfatalefatalefatalen
fatal: Gemischte Deklination – nach ein, kein oder einem Possessivwort
FallMaskulinumFemininumNeutrumPlural
Nominativfatalerfatalefatalesfatalen
Genitivfatalenfatalenfatalenfatalen
Dativfatalenfatalenfatalenfatalen
Akkusativfatalenfatalefatalesfatalen

Herkunft

Fatal geht auf lateinisch fatalis zurück, das unter anderem „vom Schicksal bestimmt“ und „Verderben bringend“ bedeutet. Es gehört zu fatum, „Schicksal“. Die Wortgeschichte erklärt einen Hintergrund, macht heutige fatale Folgen aber nicht automatisch unabwendbar.