unangenehm

Unangenehm beschreibt etwas, das Unbehagen, Widerwillen, Belastung oder Verlegenheit auslöst.

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Was bedeutet unangenehm?

Das Wort kann Sinneseindrücke betreffen, etwa einen Geruch oder ein Geräusch, aber auch Begegnungen und Aufgaben. Eine unangenehme Frage bringt jemanden möglicherweise in Verlegenheit. Ein unangenehmer Weg kann beschwerlich sein. Welche Empfindung gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang.

Die Bewertung hängt oft von einer Person und ihrer Situation ab. Was einem Menschen unangenehm ist, muss andere nicht ebenso belasten. In einer Erzählung ist deshalb wichtig, wer empfindet und ob der Text das Urteil einer Figur oder der Erzählinstanz wiedergibt.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Das gleichmäßige Knarren wird ihr nach einiger Zeit unangenehm.“ Das Geräusch stört sie zunehmend; seine Wahrnehmung wird einer Person zugeordnet.
  • „Die Frage nach dem verlorenen Brief ist ihm unangenehm.“ Der Zusammenhang legt Verlegenheit oder Unbehagen nahe.
  • „Das Gespräch war unangenehm, aber für die Klärung notwendig.“ Eine belastende Erfahrung kann trotzdem einen sinnvollen Zweck erfüllen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unangemessen bewertet die Passung zu einem Anlass oder Maßstab. Eine unangenehme Mitteilung ist nicht allein deshalb unangemessen.

Schmerzhaft und peinlich sind genauere Wörter für bestimmte Arten unangenehmen Erlebens. Wer eine Szene anschaulich beschreiben möchte, kann diese Art benennen, statt bei der allgemeinen Wertung stehen zu bleiben.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt unangenehm zusammen. Beugungen sind ein unangenehmer Geruch, mit unangenehmen Folgen. In der Wendung jemandem unangenehm sein steht die Person im Dativ: Das ist mir unangenehm.

Steigerung

Die Formen lauten unangenehm – unangenehmer – am unangenehmsten. Vergleiche beziehen sich auf eine bestimmte Wahrnehmung oder Belastung und sollten diese kenntlich machen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunangenehmerunangenehmeunangenehmesunangenehme
Genitivunangenehmenunangenehmerunangenehmenunangenehmer
Dativunangenehmemunangenehmerunangenehmemunangenehmen
Akkusativunangenehmenunangenehmeunangenehmesunangenehme
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunangenehmeunangenehmeunangenehmeunangenehmen
Genitivunangenehmenunangenehmenunangenehmenunangenehmen
Dativunangenehmenunangenehmenunangenehmenunangenehmen
Akkusativunangenehmenunangenehmeunangenehmeunangenehmen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativunangenehmerunangenehmeunangenehmesunangenehmen
Genitivunangenehmenunangenehmenunangenehmenunangenehmen
Dativunangenehmenunangenehmenunangenehmenunangenehmen
Akkusativunangenehmenunangenehmeunangenehmesunangenehmen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung muss eine Figur zugeben, ein ausgeliehenes Buch beschädigt zu haben. Sie zögert vor der Tür, spricht dann aber den Schaden offen an.

Das Geständnis ist ihr unangenehm. Ihr Zögern zeigt die Belastung; dass sie den Schaden dennoch anspricht, lässt erkennen, dass sie das Unbehagen nicht zum Anlass einer weiteren Täuschung nimmt.

Die Erklärung verbindet Empfindung und beobachtetes Verhalten. Sie behauptet nicht, dass unangenehme Gespräche immer auf dieselbe Weise verlaufen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.