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foul

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
foul
Worttrennung
foul

Im üblichen deutschen Sportgebrauch bleibt foul ohne Steigerung und steht vor allem bei Verben: foul spielen.

Formen und Verwendung im Detail

Foul bedeutet im Sport regelwidrig, unfair oder unsportlich. Das Adjektiv beschreibt etwa, wie jemand spielt; das großgeschriebene Substantiv das Foul bezeichnet dagegen einen entsprechenden Regelverstoß.

Eine sportliche Handlung beurteilen

Wer foul spielt, hält sich bei der betreffenden Handlung nicht an die Regeln oder an die erwartete Fairness. Ob daraus eine Verwarnung, ein Freistoß oder eine andere Entscheidung folgt, hängt von der Sportart und der konkreten Situation ab. Das Wort selbst benennt keine einheitliche Strafe.

Die Wörter foul und faul klingen ähnlich, haben aber unterschiedliche Bedeutungen. Faul kann fehlenden Arbeitswillen oder Verdorbenheit beschreiben. Ein Spieler kann sich stark anstrengen und trotzdem foul spielen. Die Begriffe dürfen deshalb nicht nach dem Klang vertauscht werden.

Regeln und Fairness unterscheiden

AlternativeSchwerpunktUnterschied
regelwidrigVerstoß gegen SpielregelnIst für eine sachliche Beschreibung oft besonders klar.
unfairmangelnde FairnessKann auch eine ungerechte Haltung außerhalb eines einzelnen Spielverstoßes bezeichnen.
unsportlichVerhalten im sportlichen UmgangUmfasst mehr als eine bestimmte Körperaktion, etwa auch den Umgang mit Gegenspielern.

„Der Verteidiger spielte in dieser Szene foul.“
„Der Verteidiger handelte in dieser Szene regelwidrig.“

Die zweite Fassung stellt den Regelverstoß heraus. Für einen Spielbericht sollte anschließend die beobachtete Handlung genannt werden, statt nur das Urteil zu wiederholen.

„Der Kommentar wirkte unfair.“
„Der Kommentar wirkte foul.“

Unfair passt auch zur ungerechten Bewertung einer Person. Foul ist im Deutschen stärker an den Sportgebrauch gebunden und wäre hier eine auffällige Übertragung, kein neutraler Ersatz.

Adjektiv, Substantiv und Verb

Das Adjektiv bleibt in „foul spielen“ klein und unverändert. Für eine attributive Beschreibung ist „ein regelwidriger Einsatz“ klarer. Das Substantiv heißt „das Foul“, das zugehörige Verb „foulen“. Daneben kann „foul!“ eine kurze Befehlsform dieses Verbs sein; diese Form ist nicht mit dem Adjektiv gleichzusetzen.

Nicht die ganze Person abwerten

Beschreibe eine konkrete Szene. Aus einem einzelnen Regelverstoß folgt noch nicht, dass ein Mensch in jeder Situation unfair handelt. Diese Grenze ist gerade bei Schülertexten über Wettkämpfe wichtig.

Beugung von foul

Foul ist hier das Adjektiv aus dem Sport: Es beschreibt regelwidriges oder unsportliches Verhalten. Das großgeschriebene Substantiv das Foul und die Verbform foul! gehören zu anderen grammatischen Verwendungen.

Die Endung vor einem Nomen richtet sich nach Fall, Geschlecht, Zahl und Begleiter. In der gemischten Beugung steht im Plural keine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne ArtikelDie Formen nach Fall, Geschlecht und Zahl vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin SingularFeminin SingularNeutrum SingularPlural alle Genera
Nominativfoulerfoulefoulesfoule
Genitivfoulenfoulerfoulenfouler
Dativfoulemfoulerfoulemfoulen
Akkusativfoulenfoulefoulesfoule
Schwache Beugung · nach der, die, dasDie Formen nach Fall, Geschlecht und Zahl vergleichen.
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin SingularFeminin SingularNeutrum SingularPlural alle Genera
Nominativfoulefoulefoulefoulen
Genitivfoulenfoulenfoulenfoulen
Dativfoulenfoulenfoulenfoulen
Akkusativfoulenfoulefoulefoulen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keineDie Formen nach Fall, Geschlecht und Zahl vergleichen.
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin SingularFeminin SingularNeutrum SingularPlural alle Genera
Nominativfoulerfoulefoulesfoulen
Genitivfoulenfoulenfoulenfoulen
Dativfoulenfoulenfoulenfoulen
Akkusativfoulenfoulefoulesfoulen