mau
Mau bedeutet umgangssprachlich „wenig überzeugend, dürftig oder nicht ausreichend“. Bei einer Person kann es auch ein flaues, unwohles Befinden beschreiben.
Was bedeutet mau?
Eine maue Ausbeute bleibt hinter den Erwartungen zurück. Das kann an einer kleinen Menge oder an schwacher Qualität liegen. Welche Seite gemeint ist, sollte aus dem Zusammenhang hervorgehen: Wenige Antworten und wenig hilfreiche Antworten sind nicht dasselbe.
In Mir ist mau oder ein maues Gefühl im Bauch wird dagegen Unwohlsein beschrieben. Diese lockere Wendung legt keine bestimmte Ursache fest. In einem sachlichen Bericht ist eine konkretere Beschreibung meist hilfreicher.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Die Beteiligung an der Umfrage war mau.“ Es machten nach dieser Einschätzung zu wenige Menschen mit.
- „Der Vortrag bot nur maue Erklärungen.“ Hier wird die Qualität der Erklärungen kritisiert.
- „Vor dem Auftritt war ihr etwas mau zumute.“ Das Wort beschreibt ihr unangenehmes Befinden, ohne eine Diagnose zu liefern.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Dürftig ist eine nahe Entsprechung bei schwachen Ergebnissen. Mäßig kann auch schlicht einen mittleren Grad bezeichnen und muss nicht ebenso enttäuscht klingen. Flau passt besonders zum körperlichen Unwohlsein.
Schreibweise und Grammatik
Die kurze Grundform lautet mau. Bei der Beugung bleibt das u erhalten: ein mauer Beginn, eine maue Antwort, mit mauen Ergebnissen. Das Nomen Mauer ist ein anderes Wort.
Steigerung
Mauer – am mauesten; daneben ist am mausten möglich. In vielen Texten wirkt noch dürftiger oder noch schwächer verständlicher als der ungewohnte Superlativ.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | mauer | maue | maues | maue |
| Genitiv | mauen | mauer | mauen | mauer |
| Dativ | mauem | mauer | mauem | mauen |
| Akkusativ | mauen | maue | maues | maue |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | maue | maue | maue | mauen |
| Genitiv | mauen | mauen | mauen | mauen |
| Dativ | mauen | mauen | mauen | mauen |
| Akkusativ | mauen | maue | maue | mauen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | mauer | maue | maues | mauen |
| Genitiv | mauen | mauen | mauen | mauen |
| Dativ | mauen | mauen | mauen | mauen |
| Akkusativ | mauen | maue | maues | mauen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Schülerin berichtet einer Freundin von einer Ideenrunde. Auf drei Nachfragen ist nur ein bereits bekannter Vorschlag gekommen.
„Die Ausbeute war ziemlich mau“, sagt sie. „Wir haben nur die Idee vom letzten Treffen wiederholt.“
Die direkte Rede trägt das lockere Register. Der Folgesatz erklärt, warum die Figur enttäuscht ist; das Urteil bleibt an diese Runde gebunden.
Was bedeutet „mau“ bei einer Ausbeute?
Sie fällt nach der jeweiligen Erwartung dürftig aus. Ob Menge, Qualität oder beides gemeint ist, zeigt der Zusammenhang.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
