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rösch

Form & Grammatik

Adjektiv
Stichwort
rösch
Worttrennung
rösch
Komparativ
röscher
Superlativ
am röschesten

Die Reihe lautet rösch – röscher – am röschesten. Der Superlativ enthält zur leichteren Aussprache ein e vor st.

Formen und Verwendung im Detail

Rösch bedeutet regional, besonders bei Speisen, knusprig, kross oder mit einer festen Kruste versehen.

Was bedeutet rösch?

Rösch beschreibt beispielsweise die Oberfläche von Gebackenem oder Gebratenem. Gemeint ist eine knusprige Beschaffenheit, nicht bloß eine braune Farbe oder große Härte.

Das Wort ist besonders im süddeutschen Sprachraum gebräuchlich. In überregionalen Texten kann knusprig die leichter verständliche Entsprechung sein. Die regionale Wortwahl kann einem erzählenden Text dennoch einen passenden Klang geben.

In älteren oder regionalen Texten kann rösch auch kräftig, lebhaft oder hurtig bedeuten. Bei einer Personenbeschreibung muss daher geprüft werden, ob diese heute seltenere Lesart gemeint ist.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Kartoffeln sind außen rösch und innen weich.“ Knusprige Oberfläche und weiches Inneres werden getrennt.
  • „Sie mag das Brot mit einer röschen Kruste.“ Die Beschaffenheit der äußeren Schicht steht im Vordergrund.
  • „Im älteren Text heißt die Figur rösch und tatkräftig.“ Der Zusammenhang legt eine lebhafte, kräftige Art nahe.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Kross ist bei Speisen eine nahe Umschreibung. Rösch fügt besonders eine regionale Sprachfärbung hinzu.

Roh bezeichnet unter anderem den ungegarten Zustand. Trotz ähnlichem Wortanfang haben roh und rösch hier unterschiedliche Bedeutungen.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt rösch, mit ö und sch: eine rösche Kruste.

Steigerung

Die Reihe lautet rösch – röscher – am röschesten. Der Superlativ enthält zur leichteren Aussprache ein e vor st.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

BeugungstabellenDie Formen nach Fall, Geschlecht und Artikel vergleichen.
Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativröscherröscheröschesrösche
Genitivröschenröscherröschenröscher
Dativröschemröscherröschemröschen
Akkusativröschenröscheröschesrösche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativröscheröscheröscheröschen
Genitivröschenröschenröschenröschen
Dativröschenröschenröschenröschen
Akkusativröschenröscheröscheröschen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativröscherröscheröschesröschen
Genitivröschenröschenröschenröschen
Dativröschenröschenröschenröschen
Akkusativröschenröscheröschesröschen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Küchenszene fragt eine Figur nach röschen Kartoffeln. Die andere versteht zunächst nur, dass sie stark gebräunt sein sollen.

Die Erklärung präzisiert: Gewünscht ist eine knusprige Oberfläche, nicht einfach möglichst dunkle Farbe.

Das Beispiel trennt ein ertastetes beziehungsweise beim Essen wahrgenommenes Merkmal vom bloßen Aussehen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.