tiefsinnig

Tiefsinnig bedeutet gedanklich tiefgehend und auf grundlegende Zusammenhänge gerichtet. Das Wort kann Inhalte, Äußerungen und Menschen in einer bestimmten Situation beschreiben.

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Was bedeutet tiefsinnig?

Ein tiefsinniger Gedanke erschöpft sich nicht in einer unmittelbar sichtbaren Einzelheit. Er kann beispielsweise die Spannung zwischen einer Handlung und ihren Folgen erschließen. Das Wort ist meist ein anerkennendes Urteil, das durch die betreffende Überlegung begründet werden sollte.

Tiefsinnig ist nicht gleichbedeutend mit schwer verständlich. Auch ein einfacher Satz kann einen weitreichenden Gedanken ausdrücken; eine dunkle, komplizierte Formulierung kann dagegen inhaltlich wenig leisten.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die tiefsinnige Frage richtet sich auf die Verantwortung der Figur.“ Sie geht über die bloße Feststellung des Geschehens hinaus.
  • „Der knappe Satz wirkt tiefsinnig, weil er zwei widersprüchliche Wünsche verbindet.“ Die Begründung erklärt den gedanklichen Gehalt.
  • „Die Gruppe verwechselt einen schwer verständlichen Text zunächst mit einem tiefsinnigen.“ Sprachliche Schwierigkeit und inhaltliche Tiefe werden unterschieden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Tiefschürfend betont häufig das gründliche Untersuchen und Fragen. Tiefsinnig kann stärker den Gehalt eines Gedankens bezeichnen.

Nachdenklich beschreibt eine aufmerksame oder in Gedanken versunkene Haltung; es garantiert noch kein besonders weitreichendes Ergebnis.

Schreibweise und Grammatik

Tiefsinnig wird zusammengeschrieben und enthält doppeltes n. Formen: ein tiefsinniger Gedanke, mit tiefsinnigen Fragen.

Steigerung

Die Steigerung lautet tiefsinnig – tiefsinniger – am tiefsinnigsten. Ein überzeugender Vergleich nennt die zusätzlich erschlossenen Zusammenhänge.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtiefsinnigertiefsinnigetiefsinnigestiefsinnige
Genitivtiefsinnigentiefsinnigertiefsinnigentiefsinniger
Dativtiefsinnigemtiefsinnigertiefsinnigemtiefsinnigen
Akkusativtiefsinnigentiefsinnigetiefsinnigestiefsinnige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtiefsinnigetiefsinnigetiefsinnigetiefsinnigen
Genitivtiefsinnigentiefsinnigentiefsinnigentiefsinnigen
Dativtiefsinnigentiefsinnigentiefsinnigentiefsinnigen
Akkusativtiefsinnigentiefsinnigetiefsinnigetiefsinnigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativtiefsinnigertiefsinnigetiefsinnigestiefsinnigen
Genitivtiefsinnigentiefsinnigentiefsinnigentiefsinnigen
Dativtiefsinnigentiefsinnigentiefsinnigentiefsinnigen
Akkusativtiefsinnigentiefsinnigetiefsinnigestiefsinnigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung hat eine Figur ihr Ziel erreicht, merkt aber, dass sie dafür eine Freundschaft beschädigt hat. Eine Schülerin fragt nicht nur nach dem Erfolg, sondern nach seinem Preis.

Die Frage wirkt tiefsinnig, weil sie äußeren Erfolg und persönlichen Verlust zusammen betrachtet, statt den Ausgang einfach als Sieg zu bewerten.

Die Erklärung zeigt den Gedanken, der das Lob trägt. Sie macht aus einem einzelnen Satz noch kein umfassendes Urteil über die Intelligenz der Figur.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.