Akzeptanz
Form & Grammatik
- Stichwort
- Akzeptanz
- Worttrennung
- Ak·zep·tanz
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Akzeptanz
- Plural
- die Akzeptanzen
Gebrauch: Als allgemeine Bereitschaft häufig im Singular. Der belegte Plural Akzeptanzen kann mehrere getrennt betrachtete Formen oder Fälle der Annahme bezeichnen.
Definition · kurz erklärt
Akzeptanz ist die Bereitschaft, eine Person, Sache oder Entscheidung anzunehmen beziehungsweise anzuerkennen. Wie weit diese Annahme reicht, hängt vom Zusammenhang ab.
Bedeutung
1. Bereitschaft zur Annahme oder Anerkennung
Akzeptanz bezeichnet die Bereitschaft, etwas oder jemanden zu akzeptieren. Es kann um eine Entscheidung, eine Regel, einen Vorschlag oder die Anerkennung einer Person gehen. Eine hohe Akzeptanz bedeutet, dass die betreffende Sache weithin angenommen wird; geringe Akzeptanz weist auf Vorbehalte oder Ablehnung hin.
„Der neue Fahrplan findet Akzeptanz, weil die Verbindungen zuverlässiger geworden sind.“
Die Fahrgäste nehmen den Fahrplan positiv auf. Bei einer Untersuchung ließe sich genauer fragen, welche Gruppen ihn annehmen und woran sich ihre Akzeptanz zeigt.
Akzeptanz: Synonyme und Unterschiede
Annahme und Anerkennung
Annahme passt etwa zur Annahme eines Angebots. Das Wort kann aber auch eine Vermutung bezeichnen; „eine Annahme prüfen“ lässt sich nicht allgemein durch Akzeptanz prüfen ersetzen. Anerkennung passt besonders bei Personen, Leistungen und geltenden Regeln. Sie kann über bloßes Hinnehmen hinausgehen.
Zustimmung und Duldung
Zustimmung hebt das Einverständnis hervor. Duldung kann bedeuten, dass man etwas trotz Vorbehalten geschehen lässt. „Sie stimmt dem Plan zu“ ist stärker als „Sie duldet ihn“. Welche dieser Haltungen mit Akzeptanz gemeint ist, sollte der Text erklären.
Beispiele und Verwendung
Auf Akzeptanz stoßen
Auf Akzeptanz stoßen heißt, angenommen zu werden oder Zustimmung zu finden.
„Die vorgeschlagene Aufteilung stößt im Team auf Akzeptanz.“
Die Aufteilung wird im Team angenommen. Mit im Team ist ausdrücklich benannt, wessen Haltung beschrieben wird.
„Die Untersuchung vergleicht die Akzeptanz der Regel in zwei Gruppen.“
Im normalen Vergleich bleibt der Singular meist die verständlichere Form. Der Plural Akzeptanzen ist grammatisch möglich, etwa wenn getrennte Fälle oder Ausprägungen der Annahme als mehrere Gegenstände behandelt werden. Er ist kein notwendiger Ersatz für „unterschiedliche Grade der Akzeptanz“.
Wortfamilie
Das Verb akzeptieren bedeutet annehmen, hinnehmen oder anerkennen. Akzeptabel heißt annehmbar oder brauchbar: „Der Vorschlag ist akzeptabel.“ Das beschreibt eine Bewertung; „Der Vorschlag findet Akzeptanz“ beschreibt seine tatsächliche Aufnahme. Beides kann auseinanderfallen.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Akzeptanz, im Genitiv der Akzeptanz. Der belegte Plural lautet die Akzeptanzen. Häufig steht das Wort als allgemeine Bereitschaft im Singular. Die Worttrennung lautet Ak·zep·tanz.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Akzeptanz | die Akzeptanzen |
| Genitiv | der Akzeptanz | der Akzeptanzen |
| Dativ | der Akzeptanz | den Akzeptanzen |
| Akkusativ | die Akzeptanz | die Akzeptanzen |
Wortbildung und Herkunft
Akzeptanz gehört zur Wortfamilie von akzeptieren. Dieses Verb geht auf lateinisch acceptare zurück, eine verstärkende Bildung zu accipere, „annehmen“. Die Wortfamilie verbindet die Handlung der Annahme mit der Bereitschaft dazu.
Weitere Begriffe findest du im Fremdwörterbuch.
