Analogie
Form & Grammatik
- Stichwort
- Analogie
- Worttrennung
- Ana·lo·gie
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Analogie
- Plural
- die Analogien
Gebrauch: Bildungssprachlich für eine Entsprechung oder Ähnlichkeit von Verhältnissen. Singular und Plural sind möglich.
Definition · kurz erklärt
Eine Analogie ist eine Entsprechung oder Ähnlichkeit zwischen Dingen, Fällen oder Verhältnissen. Sie hebt vergleichbare Merkmale hervor, ohne damit vollständige Gleichheit zu behaupten.
Bedeutung
1. Eine Entsprechung zwischen Fällen oder Verhältnissen
Eine Analogie liegt vor, wenn sich Dinge oder Sachverhalte in bestimmten Merkmalen beziehungsweise Beziehungen entsprechen. Der Vergleich richtet den Blick auf diese Gemeinsamkeiten. Andere Eigenschaften können verschieden bleiben.
„Zwischen der Leitung eines Orchesters und der Koordination eines Teams besteht eine Analogie: Viele Einzelbeiträge müssen aufeinander abgestimmt werden.“
Die Analogie betrifft die Abstimmung vieler Einzelbeiträge. Andere Aufgaben und Bedingungen der beiden Gruppen bleiben verschieden.
Analogie: Synonyme und Unterschiede
Ähnlichkeit und Entsprechung
Ähnlichkeit ist eine nahe allgemeine Umschreibung. Entsprechung betont, dass Teile oder Beziehungen einander zugeordnet werden können. „Die beiden Abläufe sind ähnlich“ ist zunächst weiter als „Die beiden Abläufe entsprechen sich in ihrer Reihenfolge“. Welche Merkmale verglichen werden, macht die Aussage erst genau.
Vergleich und Gleichheit
Ein Vergleich ist die Tätigkeit oder Darstellung des Gegenüberstellens. Die Analogie ist die dabei angenommene Entsprechung. Gleichheit kann eine stärkere Übereinstimmung behaupten. „Die Situationen sind identisch“ geht über „Zwischen ihnen besteht eine Analogie“ hinaus.
Beispiele und Verwendung
Was heißt in Analogie zu etwas?
In Analogie zu etwas heißt, etwas entsprechend einem vergleichbaren Fall zu betrachten oder zu gestalten.
„In Analogie zum vorhandenen Kurs wurde ein zweites Angebot mit derselben zeitlichen Gliederung entworfen.“
Der zweite Kurs übernimmt die zeitliche Gliederung des ersten. Der Vergleich bezieht sich auf diesen Teil der Planung.
„Die Erklärung arbeitet mit mehreren Analogien aus dem Alltag.“
Anschauliche Vergleiche können beim Verstehen helfen. Sie ersetzen aber keine Belege für Eigenschaften, die nicht Teil der tatsächlichen Entsprechung sind. Das analogisierende Argument behandelt die Nutzung solcher Vergleiche in einer Begründung.
Wortfamilie
Analog kann entsprechend oder ähnlich bedeuten: „ein analoger Fall“. Das Adjektiv besitzt außerdem andere Verwendungen, etwa bei analogen und digitalen Verfahren; dort muss der fachliche Zusammenhang beachtet werden. Die Verbindung Analogie bilden beschreibt das Herstellen oder Herausarbeiten einer Entsprechung.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Analogie, im Genitiv der Analogie. Der Plural lautet die Analogien, im Dativ Plural den Analogien. Die Worttrennung lautet Ana·lo·gie.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Analogie | die Analogien |
| Genitiv | der Analogie | der Analogien |
| Dativ | der Analogie | den Analogien |
| Akkusativ | die Analogie | die Analogien |
Herkunft
Analogie geht über lateinisch analogia auf griechisch analogía zurück. Im heutigen Gebrauch steht das Wort für eine Entsprechung oder Ähnlichkeit, besonders zwischen Verhältnissen.
Weitere Begriffe findest du im Fremdwörterbuch.
