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Kumpel

Form & Grammatik

SubstantivJugendwort
Stichwort
Kumpel
Worttrennung
Kum·pel
Artikel
der
Geschlecht
Maskulinum
Genitiv
des Kumpels
Plural
die Kumpel; umgangssprachlich Kumpels; österreichisch Kumpeln

Gebrauch: Bergmannssprache: Bergmann. Umgangssprachlich: vertrauter Kamerad oder Kollege, auch zuverlässige Begleitung. Die Pluralvarianten haben unterschiedliche Gebrauchsbereiche.

Formen und Verwendung im Detail

Ein Kumpel ist umgangssprachlich ein vertrauter Kamerad, Freund oder Arbeitskollege. Dabei kann die Vorstellung gemeinsamer Unternehmungen und gegenseitiger Verlässlichkeit mitschwingen. In der Bergmannssprache bezeichnet Kumpel dagegen einen Bergmann.

Bedeutungen

1

Vertraute Begleitung

Ein Kumpel von mir benennt eine persönliche Beziehung in lockerem Ton. Wie eng diese Beziehung ist, legt das Wort nicht genau fest. Es kann eine regelmäßige Freizeitbegleitung, einen vertrauten Arbeitskollegen oder einen guten Freund meinen.

„Nach dem Training ging Mina mit zwei Kumpels noch eine Runde durch den Park.“

Das gemeinsame Training erklärt den vertrauten Rahmen. Eine Partnerschaft oder eine gemeinsame berufliche Tätigkeit ist nicht behauptet.

2

Eine Person im Bergbau

In einem Text über ein Bergwerk sind mit Kumpeln Beschäftigte im Bergbau gemeint. Sie müssen untereinander nicht alle eng befreundet sein. Der berufliche Zusammenhang unterscheidet diese Bedeutung von der privaten Beziehung.

„Die Ausstellung zeigt die Arbeitskleidung der Kumpel aus dem damaligen Bergwerk.“

Die Bezeichnung ordnet die Personen hier dem Bergbau zu. Über ihre privaten Freundschaften erfährt man nichts.

In einem Dialog kann die Anrede Kumpel auch Nähe herstellen oder eine bewusst lockere Haltung zeigen. Ob sie freundlich, scherzhaft oder herablassend wirkt, hängt vom Ton und vom Verhältnis der Beteiligten ab. Eine tatsächlich bestehende Freundschaft wird durch eine solche Anrede nicht bewiesen.

Kumpel: Synonyme und andere Wörter

Eine vertraute Person bezeichnen

Freund · Kamerad · Kollege

Freund kann eine engere persönliche Bindung betonen. Kollege benennt zunächst einen beruflichen Zusammenhang. Kamerad hebt gemeinsames Handeln hervor. Welches Wort passt, hängt davon ab, was über die Beziehung gesagt werden soll.

„Ein Kumpel half mir beim Umzug.“ → „Ein Freund half mir beim Umzug.“

Die zweite Fassung kann vertrauter klingen. Ohne weitere Angaben sollte aus Kumpel aber kein bloßer Arbeitskollege gemacht werden.

Den Bergbauberuf nennen

Bergmann · Bergarbeiter

Diese Wörter passen zum Bergbau. Ein Kollege aus einer Bäckerei ist nicht allein wegen seiner beruflichen Zusammenarbeit ein Bergmann. Steiger wäre eine besondere Funktion und kein gleichgenauer Ersatz für jeden Kumpel.

„Die Kumpel kamen aus der Grube.“ → „Die Bergleute kamen aus der Grube.“

Der berufliche Bezug wird ausdrücklich. Eine private Freundschaft zwischen allen Beteiligten wird nicht behauptet.

Kumpel, Buddy oder Macker?

Buddy kann ebenfalls eine vertraute Begleitperson meinen: „Mein Buddy hilft mir beim Tragen“ hat einen ähnlich lockeren Ton. Beim Macker muss man genauer auf den Zusammenhang achten: Das Wort kann einen Partner, einen bestimmend auftretenden Mann oder norddeutsch einen Kollegen meinen. Es ist deshalb kein pauschaler Ersatz für Kumpel.

Beispiele und Verwendung

„Mit zwei Kumpels aus dem Sportverein baute Deniz das Regal für den Gemeinschaftsraum auf.“

Die Situation zeigt den lockeren sozialen Zusammenhang. Dass die Personen denselben Beruf ausüben, wird nicht gesagt.

„Der Museumsführer erklärte, weshalb die Bergleute in der Erzählung als Kumpel bezeichnet werden.“

Hier ist die berufssprachliche Bedeutung gemeint. Die Erklärung vermeidet es, das Wort allein mit enger Freundschaft gleichzusetzen.

Grammatik und Beugung

Das grammatische Genus ist maskulin. Im umgangssprachlichen Gebrauch kann Kumpel auch eine Frau bezeichnen; das ändert die Formen des Hauptlemmas nicht. Kumpelin ist eine eigene Ableitung, keine Kasusform.

Es heißt der Kumpel und im Genitiv des Kumpels. Der Plural die Kumpel bleibt zunächst unverändert; im Dativ heißt es den Kumpeln. Umgangssprachlich ist außerdem die Kumpels üblich, österreichisch auch die Kumpeln. Der s-Plural bekommt im Dativ kein zusätzliches n. Die Tabelle führt diese Varianten gemeinsam; der s-Plural gehört zur Umgangssprache, der zusätzliche Plural auf n zum österreichischen Gebrauch. Worttrennung: Kum·pel.

Deklination von Kumpel
FallSingularPlural
Nominativder Kumpeldie Kumpel / die Kumpels / die Kumpeln
Genitivdes Kumpelsder Kumpel / der Kumpels / der Kumpeln
Dativdem Kumpelden Kumpeln / den Kumpels
Akkusativden Kumpeldie Kumpel / die Kumpels / die Kumpeln