Nascher
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Nascher
- Worttrennung
- Na·scher
- Artikel
- der
- Geschlecht
- maskulin
- Genitiv
- des Naschers
- Plural
- die Nascher
Gebrauch: Dativ Plural: den Naschern. Weibliche Form: Nascherin, Genitiv der Nascherin, Plural Nascherinnen. Seltenere Nebenformen: Näscher, Näscherin.
Definition · kurz erklärt
Ein Nascher ist jemand, der gern kleine Leckereien isst, besonders Süßes. Die Bezeichnung kann freundlich oder leicht tadelnd klingen. Sie sagt für sich genommen weder etwas über die gegessene Menge noch über die Gesundheit einer Person aus.
Bedeutungen
Bedeutung 1: Jemand, der gern nascht
Nascher beschreibt eine Vorliebe für kleine Leckereien. Ob jemand offen zugreift oder heimlich etwas nimmt, hängt vom Zusammenhang ab. Die weibliche Form lautet Nascherin; seltener kommen Näscher und Näscherin vor.
„Für die Nascher unter den Gästen stand eine Schale mit Schokoladenstücken bereit.“
Angesprochen sind Gäste, die gern Süßes mögen. Der Satz unterstellt ihnen weder heimliches Zugreifen noch Maßlosigkeit.
Synonyme: andere Wörter für Nascher
Naschkatze und Leckermaul können freundlich klingen. Feinschmecker bezeichnet dagegen einen anderen Schwerpunkt und ist nicht einfach ein gleichbedeutender Ersatz.
Eine Vorliebe freundlich benennen
Naschkatze · Leckermaul · jemand, der gern nascht
Naschkatze ist eine bildhafte Bezeichnung und kann Personen verschiedener Geschlechter meinen. Leckermaul ist ebenfalls umgangssprachlich. Wer möglichst sachlich schreiben möchte, beschreibt die Vorliebe direkt.
„Mein Bruder ist ein Nascher.“ → „Mein Bruder nascht gern.“ „Mein Bruder ist eine Naschkatze“ setzt dagegen einen vertrauten, spielerischen Ton.
Genuss und Essverhalten unterscheiden
Freund von Süßem · Liebhaber kleiner Leckereien
Diese Umschreibungen passen, wenn der konkrete Zusammenhang Süßigkeiten oder kleine Leckereien betrifft. Feinschmecker betont die Beurteilung guten Essens, nicht das Naschen. Vielfraß enthält eine deutlich abwertende Aussage über die Menge.
Aus „Er ist ein Nascher“ folgt nicht „Er isst immer zu viel“. Für diese stärkere Behauptung wären weitere Beobachtungen nötig.
Beispiele und Verwendung
Die Situation beschreiben
„Der kleine Nascher hatte schon vom Kuchenteig probiert.“
Das kann in einer Familiengeschichte liebevoll klingen. Ob das Probieren erlaubt war, verrät die Bezeichnung allein nicht. Wer einen Regelverstoß beschreiben möchte, muss ihn ausdrücklich benennen.
In sachlichen Texten neutral bleiben
„Die Befragung richtete sich an Personen, die zwischen den Mahlzeiten gern Süßigkeiten essen.“
Die genaue Umschreibung ist in einem sachlichen Bericht hilfreicher als ein pauschales Etikett. Sie grenzt den untersuchten Personenkreis ein, ohne eine Charaktereigenschaft daraus zu machen.
Grammatik und Beugung
Das Substantiv ist maskulin: der Nascher. Im Genitiv Singular steht des Naschers, im Plural die Nascher. Der Dativ Plural erhält -n: „Sie stellte den Naschern kleine Teller hin.“ Die Worttrennung lautet Na·scher.
Die weibliche Bezeichnung lautet die Nascherin, mit dem Genitiv der Nascherin und dem Plural die Nascherinnen; die Trennung ist Na·sche·rin. Die selteneren Nebenformen Näscher und Näscherin haben dieselbe Bedeutung.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Nascher | die Nascher |
| Genitiv | des Naschers | der Nascher |
| Dativ | dem Nascher | den Naschern |
| Akkusativ | den Nascher | die Nascher |
