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Odeur

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Odeur
Worttrennung
Odeur
Artikel
das
Geschlecht
Neutrum
Genitiv
des Odeurs
Plural
die Odeurs und die Odeure

Gebrauch: Veraltend: Geruch oder Wohlgeruch. Dativ Plural je nach Reihe den Odeurs oder den Odeuren.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Ein Odeur ist ein Geruch oder Wohlgeruch. Das Wort wird als veraltend eingeordnet. Es heißt das Odeur; die beiden Plurale lauten Odeurs und Odeure.

Bedeutungen

1 Einen Geruch oder Wohlgeruch bezeichnen

Odeur benennt einen mit der Nase wahrgenommenen Geruch, insbesondere auch einen angenehmen Duft. Die ältere wirkende Wortwahl ist von der Beschreibung des Eindrucks zu unterscheiden. Quelle, Stärke und Bewertung werden erst durch den konkreten Zusammenhang deutlich.

„Im erfundenen älteren Werkstattbericht liegt über der frisch gegossenen Wachsfigur ein mildes Odeur; der Erzähler vergleicht es mit warmem Honig.“

Die Beschreibung gibt den Geruchseindruck und einen Vergleich wieder. Der Vergleich behauptet nicht, dass die Figur Honig enthält. Mild charakterisiert den Eindruck; diese Eigenschaft folgt nicht schon aus dem Nomen.

Synonyme: andere Wörter für Odeur

Odeur oder Geruch?

Geruch · wahrgenommener Geruch

Geruch ist die allgemeine sachliche Benennung. Die veraltende Färbung von Odeur bleibt dabei nicht erhalten. Andere Bedeutungen von Geruch, etwa Riechvermögen oder ein älterer bildlicher Ruf, werden dadurch nicht zu Bedeutungen von Odeur.

„Der Erzähler beschreibt das Odeur der Wachsfigur“ kann hier „Der Erzähler beschreibt den Geruch der Wachsfigur“ heißen.

Der Gegenstand bleibt der Sinneseindruck; Artikel und Wortform werden an das andere Nomen angepasst.

Einen angenehmen Eindruck hervorheben

Duft · Wohlgeruch

Duft ist meist positiv gefärbt, Wohlgeruch bezeichnet den angenehmen Geruch ausdrücklich. Eine solche Alternative passt, wenn der Zusammenhang die angenehme Wahrnehmung trägt. Sie sollte nicht allein wegen einer ähnlich klingenden Wortreihe eingesetzt werden.

„Ein mildes Odeur liegt über der Wachsfigur“ lässt sich in der freundlich beschriebenen Szene mit „Ein milder Duft liegt über der Wachsfigur“ wiedergeben.

Die Beschreibung bleibt am Geruch. Ein Duftprodukt oder eine bestimmte Zusammensetzung wird damit nicht zusätzlich behauptet.

Beispiele und Verwendung

Eine Wahrnehmung einer Stimme zuordnen

„Der Erzähler nennt das Odeur angenehm; die Besucherin findet denselben Geruch zu süß.“

Die Figuren bewerten den Eindruck verschieden. Die erste Einschätzung ist kein verbindliches Urteil für jede wahrnehmende Person.

Den Plural verständlich machen

„In den Notizen werden zwei Odeure getrennt beschrieben: der Eindruck der warmen Wachsfigur und der des erkalteten Restes.“

Der Plural zählt hier unterschiedene Geruchseindrücke. Er ist keine Mengenangabe in Gramm und beweist keine bestimmte chemische Zusammensetzung.

Grammatik und Beugung

Das Nomen ist neutral: das Odeur. Der Genitiv Singular lautet des Odeurs; Dativ und Akkusativ heißen dem Odeur und das Odeur.

Die beiden Pluralreihen sind die Odeurs und die Odeure. Im Dativ Plural unterscheiden sie sich: den Odeurs, aber den Odeuren. Die Tabelle schreibt beide Reihen vollständig aus.

Die veraltende Einordnung betrifft die Wortwahl. Eine besondere Kasusform entscheidet nicht darüber, ob die wahrnehmende Person den Geruch angenehm findet. Der Plural der Vergleichswörter Geruch oder Duft wird nicht auf Odeur übertragen.

Odeur: Fälle mit beiden Pluralreihen
FallSingularPlural OdeursPlural Odeure
Nominativdas Odeurdie Odeursdie Odeure
Genitivdes Odeursder Odeursder Odeure
Dativdem Odeurden Odeursden Odeuren
Akkusativdas Odeurdie Odeursdie Odeure

Schreibweise und Worttrennung

Die Schreibweise lautet Odeur; innerhalb des Wortes wird keine Trennstelle angesetzt. Das Substantiv wird großgeschrieben. Die Buchstabenfolge eu bleibt in Odeurs, Odeure und Odeuren erhalten.