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ansetzen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
ansetzen
Worttrennung
an·set·zen
Präsens
setzt an
Präteritum
setzte an
Partizip II
angesetzt
Hilfsverb
haben
Reflexiver Gebrauch
bei Ablagerung reflexiv: sich ansetzen (Akkusativ)
Trennbarkeit
trennbar
Ergänzungen
etwas ansetzen (Akkusativ); zu etwas ansetzen (zu + Dativ)

Das Perfekt lautet hat angesetzt. Du setzt an enthält kein zusätzliches s. Kalk hat sich angesetzt verwendet ein Akkusativpronomen.

Formen und Verwendung im Detail

Ansetzen kann bedeuten, etwas an eine Stelle zu setzen, einen Zeitpunkt festzulegen oder zu einer Handlung auszuholen. Außerdem können sich Stoffe ansetzen und Speisen am Topfboden ansetzen. Für eine genaue Erklärung braucht das Verb seinen Zusammenhang.

Kontakt, Planung und Beginn

Wer ein Werkzeug ansetzt, bringt es an den Ausgangspunkt der Arbeit. Die Arbeit muss damit noch nicht abgeschlossen oder überhaupt ausgeführt sein. Übertragen kann eine Kritik an einem bestimmten Gedanken ansetzen: Dort beginnt die Untersuchung.

Ein Termin wird angesetzt, wenn er für eine bestimmte Zeit vorgesehen wird. Bei einem Betrag kann ansetzen eine Schätzung oder Festlegung bezeichnen. Der angesetzte Betrag ist nicht automatisch schon gezahlt oder tatsächlich angefallen.

„Sie setzt zu einer Antwort an“ beschreibt den Beginn oder die unmittelbare Vorbereitung des Sprechens. Die Antwort kann noch unterbrochen werden. Bei Kalk oder Schmutz bezeichnet sich ansetzen dagegen eine Ablagerung. Beim Kochen kann ansetzen meinen, dass die Speise am Boden haften bleibt und anbrennt. Ein Plan, ein Handlungsbeginn und eine Ablagerung sind keine austauschbaren Lesarten.

Passende Synonyme und ihre Grenzen

Wörter im Zusammenhang vergleichen
AlternativePassender GebrauchBedeutungsunterschied
anlegenEin Werkzeug an eine geeignete Stelle setzenPasst zum körperlichen Kontakt, nicht automatisch zur Terminplanung.
festlegenEinen Termin oder Betrag ansetzenBetont die Bestimmung; bei einem nur geschätzten Betrag kann es zu verbindlich wirken.
beginnenZu einer Äußerung oder Bewegung ansetzenAllgemeiner; ansetzen kann noch die unmittelbare Vorbereitung hervorheben.
sich ablagernEine Schicht setzt sich an einer Stelle anErklärt die reflexive Stofflesart, nicht den Beginn eines Gesprächs.

Die folgenden Sätze sind eigene Sprachbeispiele.

Beispielpaar 1: Einen Zeitpunkt bestimmen

Ausgangssatz: Die Gruppe setzt das Gespräch für den frühen Abend an.

Alternative: Die Gruppe legt das Gespräch auf den frühen Abend fest.

Die Terminbedeutung bleibt erhalten. Beide Sätze betreffen die Planung; sie bestätigen noch nicht, dass das Gespräch tatsächlich stattfindet.

Beispielpaar 2: Der erste Ansatz einer Antwort

Ausgangssatz: Mira setzt zu einer Erklärung an, wird jedoch unterbrochen.

Alternative: Mira beginnt eine Erklärung, wird jedoch unterbrochen.

Beginnen rückt das bereits gestartete Sprechen etwas stärker in den Vordergrund. Ansetzen kann auch einen gerade erkennbaren Sprechbeginn schildern. Keine Fassung enthält eine abgeschlossene Erklärung.

Setzt an, setzte an, hat angesetzt

Ansetzen ist ein schwaches, trennbares Verb. Bei du heißt es setzt, nicht „setzst“. Die Endungen des Präteritums werden an den Stamm setz- angefügt.

Konjugation von ansetzen

Das Perfekt lautet hat angesetzt. Du setzt an enthält kein zusätzliches s. Kalk hat sich angesetzt verwendet ein Akkusativpronomen.

ansetzen: einfache Aktivformen im Hauptsatz
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
ichsetze ansetzte ansetze ansetzte an
dusetzt ansetztest ansetzest ansetztest an
er/sie/essetzt ansetzte ansetze ansetzte an
wirsetzen ansetzten ansetzen ansetzten an
ihrsetzt ansetztet ansetzet ansetztet an
sie/Siesetzen ansetzten ansetzen ansetzten an

Das Perfekt lautet hat angesetzt. Ein direkt angesetzter Gegenstand steht im Akkusativ. Bei zu einer Antwort ansetzen verlangt zu den Dativ. In Kalk hat sich am Rand angesetzt ist Kalk das Subjekt und sich das Reflexivpronomen im Akkusativ.

Anzusetzen mit tz

Man schreibt ansetzen, mit tz. Der Infinitiv mit zu lautet anzusetzen, das Partizip angesetzt. Im Hauptsatz heißt es „Sie setzt neu an“, im Nebensatz „weil sie neu ansetzt“.

Annahmen und Ergebnisse auseinanderhalten

„Wir setzen zwei Stunden an“ nennt einen Planungswert. Soll die Unsicherheit erkennbar bleiben, kann man „Wir rechnen zunächst mit zwei Stunden“ schreiben. Eine genaue Angabe zur Planung ist etwas anderes als eine später gemessene Dauer.

Bei einem Arbeitsauftrag hilft die konkrete Stelle: „Setze mit deiner Überarbeitung beim Übergang an.“ Das ist genauer als „Setze noch einmal an“. Anfangen erklärt den allgemeinen Beginn; ansetzen kann zusätzlich dessen Ansatzpunkt hervorheben. Weitere Bedeutungen stehen im Verbenwörterbuch.