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aufflammen

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
aufflammen
Worttrennung
auf·flam·men
Präsens
flammt auf
Präteritum
flammte auf
Partizip II
aufgeflammt
Hilfsverb
sein
Gebrauch
Gewöhnlich mit einem Ereignis, Gegenstand oder Vorgang als Subjekt; gezeigt wird die dritte Person Singular und Plural.

Formen und Verwendung im Detail

Aufflammen bedeutet plötzlich in Flammen aufleuchten, stärker zu brennen beginnen oder übertragen heftig hervortreten. Gefühle und Auseinandersetzungen können aufflammen. Das Wort betont ein deutliches Einsetzen oder Wiederaufleben, nicht eine bestimmte Dauer.

Flammen und starke Regungen

Ein Feuer flammt auf, wenn seine Flammen plötzlich sichtbar oder kräftiger werden. Das beschreibt eine Veränderung des Brennens. Der Satz allein benennt weder die Ursache noch die weitere Entwicklung des Feuers.

Übertragen kann Empörung aufflammen, wenn sie plötzlich stark hervortritt. Auch Begeisterung oder Hoffnung lassen sich so beschreiben. Die gemeinsame Vorstellung ist ein intensiver Beginn. Das Wort ist deshalb nicht auf negative Gefühle beschränkt.

Bei einem erneut aufflammenden Konflikt steht die Wiederkehr im Mittelpunkt. Die Spannungen können schon länger bestanden haben. Ein aufflammender Streit ist nicht automatisch ein neuer Streit. Umgekehrt setzt das Verb ohne erneut oder wieder nicht zwingend eine frühere Auseinandersetzung voraus.

Passende Synonyme und ihre Grenzen

Wörter im Zusammenhang vergleichen
AlternativePassender GebrauchBedeutungsunterschied
plötzlich stärker brennenEin Feuer flammt aufErklärt die sichtbare Veränderung, ohne die Ursache zu benennen.
heftig aufkommenEmpörung flammt aufSachlichere Beschreibung einer starken einsetzenden Regung.
wieder auflebenEin alter Streit flammt erneut aufPassend bei Wiederkehr; ohne diesen Kontext würde wieder eine Vorgeschichte hinzufügen.
entstehenBegeisterung flammt aufAllgemeiner; das plötzliche, intensive Bild geht weitgehend verloren.

Die folgenden Sätze sind eigene Sprachbeispiele.

Beispielpaar 1: Eine starke Regung beginnt

Ausgangssatz: Als der Vorschlag bekannt wird, flammt in der Gruppe Begeisterung auf.

Alternative: Als der Vorschlag bekannt wird, kommt in der Gruppe starke Begeisterung auf.

Die zweite Fassung benennt die Intensität ausdrücklich. Beide lassen offen, ob der Vorschlag später umgesetzt wird. Die emotionale Zustimmung ist noch kein Ergebnis des Vorhabens.

Beispielpaar 2: Eine Auseinandersetzung kehrt zurück

Ausgangssatz: Nach der neuen Ankündigung flammt die Diskussion um die Raumverteilung wieder auf.

Alternative: Nach der neuen Ankündigung lebt die Diskussion um die Raumverteilung wieder auf.

Beide Sätze zeigen eine Wiederaufnahme. Aufflammen wirkt dabei stärker und bewegter. Ob die Diskussion sachlich bleibt oder in persönliche Vorwürfe übergeht, ist noch nicht entschieden.

Flammt auf, flammte auf, ist aufgeflammt

Aufflammen ist ein schwaches, trennbares Verb. Das mm bleibt in allen Formen erhalten. Die beschriebene Flamme, Regung oder Auseinandersetzung ist das Subjekt.

Konjugation von aufflammenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
Die Übersicht zeigt die im gewöhnlichen Gebrauch passenden Formen mit einem Ereignis, Gegenstand oder Vorgang als Subjekt: dritte Person Singular und Plural.
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
es / er / sie: Singularflammt aufflammte aufflamme aufflammte auf
sie: Pluralflammen aufflammten aufflammen aufflammten auf
Konjugation im Präsens und Präteritum
PersonPräsensPräteritum
ichflamme aufflammte auf
duflammst aufflammtest auf
er / sie / esflammt aufflammte auf
wirflammen aufflammten auf
ihrflammt aufflammtet auf
sie / Sieflammen aufflammten auf

Das Perfekt lautet ist aufgeflammt. Ein direktes Akkusativobjekt ist gewöhnlich nicht vorgesehen. In „Die Nachricht lässt die Hoffnung aufflammen“ gehört die verursachende Beziehung zu lassen; aufflammen bezeichnet weiterhin den Vorgang der Hoffnung.

Aufzuflammen und aufgeflammt

Im Infinitiv treffen auf und flammen mit ff aufeinander. Das Partizip lautet aufgeflammt, der Infinitiv mit zu aufzuflammen. Im Hauptsatz heißt es „Der Streit flammt auf“, im Nebensatz „weil der Streit aufflammt“.

Aufflammen oder aufflackern?

Aufflackern erinnert stärker an ein unruhiges, häufig nur kurz sichtbares Leuchten. Aufflammen hebt eher das kräftige Hervortreten hervor. Die Wörter überschneiden sich; eine starre Zeitgrenze zwischen ihnen gibt es nicht.

Für eine Analyse hilft der konkrete Beleg: Wer reagiert, wodurch und mit welcher sichtbaren Veränderung? Aufbrausen betrifft dagegen besonders die plötzlich heftige Ärgerreaktion einer Person. Eine sachliche Diskussion flammt möglicherweise wieder auf, ohne dass jemand aufbraust. Weitere Formen stehen im Verbenwörterbuch.