illuminieren
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- illuminieren
- Worttrennung
- il·lu·mi·nie·ren
- Präsens
- illuminiert
- Präteritum
- illuminierte
- Partizip II
- illuminiert
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
- Ergänzungen
- etwas illuminieren (Akkusativ)
illuminieren: Illuminieren heißt, etwas festlich zu erleuchten; kunstgeschichtlich kann es das Ausmalen und Verzieren einer Handschrift mit Buchmalerei bezeichnen.
Bedeutung und Zusammenhang
Beim Illuminieren wird ein Ort, Gebäude oder Gegenstand durch Licht in Szene gesetzt. Häufig ist eine festliche Wirkung gemeint. Das Wort klingt gehobener oder fachlicher als beleuchten. Ob mit Lampen, Kerzen oder einer anderen Technik gearbeitet wird, legt das Verb allein nicht fest.
In der Kunstgeschichte bezeichnet illuminieren außerdem das Ausmalen und Verzieren von Handschriften mit Buchmalerei. Dabei wird nicht einfach eine Lampe auf das Buch gerichtet. Die Bedeutung betrifft die bildliche Gestaltung des Gegenstands. Übertragen kann eine illuminierende Bemerkung einen Zusammenhang erhellen, also verständlicher machen.
Synonyme im Gebrauch
Erleuchten liegt bei der Lichtgestaltung nahe. Festlich beleuchten ist eine verständliche Umschreibung. Anstrahlen betont gerichtetes Licht und muss keine umfassende Festbeleuchtung meinen.
Bei Handschriften passen mit Buchmalerei versehen oder ausmalen, wenn die besondere kunstgeschichtliche Tätigkeit gemeint ist. Illustrieren kann allgemein bebildern heißen, benennt aber nicht in jedem Zusammenhang denselben historischen Vorgang. Beim übertragenen Gebrauch ist verdeutlichen oft die klarste Alternative.
Wörter im Satz vergleichen
Vergleiche: „Zum Fest wurde die Fassade illuminiert.“
„Zum Fest wurde die Fassade angestrahlt.“
Beide Sätze betreffen Licht. Illuminieren legt eine besondere, häufig festliche Gestaltung nahe. Anstrahlen beschreibt vor allem die Richtung des Lichts und kann auch eine schlichte technische Beleuchtung sein.
Vergleiche: „Die Handschrift wurde aufwendig illuminiert.“
„Die Handschrift wurde zum Lesen gut beleuchtet.“
Der erste Satz kann die Ausstattung mit Buchmalerei meinen. Im zweiten wird eine Beleuchtungssituation beschrieben. Ohne den fachlichen Unterschied würde eine Zusammenfassung den Gegenstand der Tätigkeit verfehlen.
Verwendung und Satzbau
Das Verb steht gewöhnlich mit einem Akkusativobjekt: Man illuminiert ein Schloss, einen Park oder eine Handschrift. Das Partizip lautet illuminiert. In „Die Stadt war illuminiert“ wird ein beleuchteter Zustand beschrieben; das Wort sagt noch nicht, wer ihn hergestellt hat.
Eine ältere scherzhafte Verwendung von illuminiert kann alkoholisiert bedeuten. Sie sollte in einem historischen Text nicht mit dem gewöhnlichen Beleuchten verwechselt werden. Für einen heutigen sachlichen Bericht ist eine klarere Bezeichnung meist geeigneter.
In einer Worterklärung hilft zuerst die Zuordnung zum Bereich. Geht es um eine Lichtinszenierung, die Gestaltung eines Buches oder eine gedanklich erhellende Bemerkung? Erst danach lässt sich ein wirklich passendes Ersatzwort auswählen.
Grammatik und Wortformen
Konjugation von illuminierenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | illuminiere | illuminierte | illuminiere | illuminierte |
| du | illuminierst | illuminiertest | illuminierest | illuminiertest |
| er/sie/es | illuminiert | illuminierte | illuminiere | illuminierte |
| wir | illuminieren | illuminierten | illuminieren | illuminierten |
| ihr | illuminiert | illuminiertet | illuminieret | illuminiertet |
| sie/Sie | illuminieren | illuminierten | illuminieren | illuminierten |
