illustrieren
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- illustrieren
- Worttrennung
- il·lus·trie·ren
- Präsens
- illustriert
- Präteritum
- illustrierte
- Partizip II
- illustriert
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
- Ergänzungen
- etwas illustrieren (Akkusativ)
illustrieren: Illustrieren heißt, einen Text zu bebildern oder einen Gedanken anschaulich zu verdeutlichen; in der Kochkunst kann das Wort garnieren bedeuten.
Bedeutung und Zusammenhang
Wer ein Buch illustriert, versieht es mit Bildern, die sich auf den Text beziehen. Diese können Figuren, Handlungen oder Schauplätze zeigen und zugleich eine eigene Deutung anbieten. Das Verb beschreibt die bildliche Gestaltung; es legt nicht fest, ob mit Stift, Farbe oder digital gearbeitet wird.
In der allgemeineren Bedeutung wird eine Aussage veranschaulicht. Ein Beispielsatz, eine Grafik oder eine konkrete Situation kann einen abstrakten Gedanken illustrieren. Dafür muss kein Bild gezeichnet werden. In der Kochkunst existiert außerdem der Fachgebrauch für garnieren, also eine gestalterische Ergänzung einer Speise.
Synonyme im Gebrauch
Bebildern ist bei Texten die naheliegende Alternative. Mit Zeichnungen versehen passt nur, wenn die Bilder tatsächlich Zeichnungen sind. Gestalten ist weiter und kann auch Schrift, Anordnung und andere Bestandteile umfassen.
Bei Gedanken passen veranschaulichen und verdeutlichen. Erläutern kann auch eine rein begriffliche Erklärung meinen. Beweisen behauptet stärkere Geltung: Ein anschauliches Beispiel genügt nicht automatisch als Begründung für einen allgemeinen Satz.
Wörter im Satz vergleichen
Vergleiche: „Die Künstlerin illustriert das Märchen mit sechs Bildern.“
„Die Künstlerin gestaltet das Märchenbuch vollständig.“
Der erste Satz begrenzt die Tätigkeit auf die Bilder. Der zweite kann zusätzlich Umschlag, Schrift und Seitenaufbau umfassen. Gestalten ist daher weiter als illustrieren.
Vergleiche: „Der Lehrer illustriert die Regel mit zwei eigenen Sätzen.“
„Der Lehrer illustriert das Arbeitsblatt mit zwei Landschaftsbildern.“
Im ersten Satz machen Sprachbeispiele eine Regel verständlich. Im zweiten erhält ein Blatt Bilder. Dass beide Tätigkeiten illustrieren heißen, bedeutet nicht, dass dieselbe Art von Ergänzung vorliegt.
Verwendung und Satzbau
Man illustriert einen Text oder eine Aussage. Mit einer mit-Ergänzung wird das Mittel genannt: „Sie illustriert den Gedanken mit einem Beispiel.“ Auch durch kann die Art der Veranschaulichung angeben.
Die Formen lauten illustriert, illustrierte und hat illustriert. In „Das Buch ist reich illustriert“ wird der bebilderte Zustand beschrieben. Die Form illustriert allein sagt nicht, wer die Bilder geschaffen hat oder welche Technik verwendet wurde.
Für ein gutes Beispiel sollte die Verbindung zum erklärten Gedanken ausdrücklich sichtbar werden. Ein Gespräch illustriert etwa, wie eine höfliche Absage formuliert wird. Wenn nicht erklärt wird, welche Wörter die Absage freundlich und zugleich klar machen, bleibt das Beispiel bloßer Schmuck statt einer nützlichen Veranschaulichung.
Grammatik und Wortformen
Konjugation von illustrierenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | illustriere | illustrierte | illustriere | illustrierte |
| du | illustrierst | illustriertest | illustrierest | illustriertest |
| er/sie/es | illustriert | illustrierte | illustriere | illustrierte |
| wir | illustrieren | illustrierten | illustrieren | illustrierten |
| ihr | illustriert | illustriertet | illustrieret | illustriertet |
| sie/Sie | illustrieren | illustrierten | illustrieren | illustrierten |
